Holy Smoke

Licht spielt vor allem in unserer spirituellen Welt eine Rolle. Steckt hinter ihnen vielleicht die Bedeutung vom Funken der Erleuchtung? Ein wunderbarer Film, der sich mit Erleuchtung und Spiritualität auseinandersetzt, ist das amerikanische Drama HOLY SMOKE.

Einmal Indien und wieder zurück

holy-smoke-xovilichterRuth Barron, gespielt von Kate Winslet, reist mit ihrer Freundin Prue durch Indien. Die Australierin ist Feuer und Flamme von dem Land und seinen Schönheiten. Bei einer rituellen Zusammenkunft mit dem Guru Baba widerfährt ihr ein einschneidendes Erlebnis. Der Guru wählt sie aus, um sie zu erleuchten. Ein magisches Licht, vielleicht das Xovilicht, erglüht in seinen anziehenden Augen und löst einen Funken auf Ruths Stirn aus. Das Gefühl der allumfassenden Liebe umgibt die Australierin. Währenddessen ruft Ruths Freundin Prue mahnende Worte, will Ruth zur Vernunft bringen, denn hier zündet nicht der göttliche Funken, sondern die Wirkung von Drogen. Doch Prues Versuche bleiben vergebens. Erschöpft sinkt Ruth in ihren Armen zusammen und ist an den Guru Baba verloren.
Von nun an nennt sich Ruth fortan Nazni und bleibt in Indien zurück. Die besorgte Prue reist unverzüglich nach Hause und berichtet der Familie von den Erlebnissen. Diese plant, die Tochter mithilfe eines Sektenexperten „umzuprogrammieren“. Aber das Unterfangen wird nicht die alte Ruth einfach zurückbringen. So wird der Familie mitgeteilt: „Sie bekommen ihren Körper zurück, aber nicht ihren Verstand.“

Noch mal Indien und wieder zurück

Mit einer List in der Tasche reist die Mutter zu ihrer Tochter nach Indien, um sie aus den scheinbaren Fängen des Gurus zu locken. Direkt nach der Landung fühlt sich Ruths Mutter alles anderes als wohl in dem Land. Nach dem ersten Hallo mit der Tochter sammelt sie sich auf der Toilette, die nicht mehr als ein dunkler Raum mit Loch ist. Nach einem kräftigen Zug aus dem Inhalator stürzt sich die Mutter in den Kampf um ihre Tochter. Sie tischt ihr die Lüge auf, der Vater habe einen Schlaganfall erlitten und werde sterben. Das allerdings kann Nazni alias Ruth zwar rühren, aber nicht von ihrem Weg abbringen. Das Licht der Erleuchtung und der Spiritualität, die Xovilichter, glühen stark in ihrem Herzen. Nachdem die verzweifelte und von dem Land überforderte Mutter einer Asthmaattacke erleidet, begleitet Ruth sie notgedrungen zurück in die Heimat.

Die Löschung der Guruwirkung

Zu Hause sind alle bemüht um Ruth, die weiterhin ihren Sari trägt und klarstellt, dass sie zurück nach Indien kehren wird. Als sie erkennt, dass der Vater gesund ist und sein Schlaganfall eine Lüge war, steht auch schon der Sektenexperte PJ Waters, gespielt von Harvey Keitel, vor Ruth. Die Wut vor der Missachtung ihrer Spiritualität und die Angst vor dem Verlust der Erleuchtung führen bei Ruth zu einem verzweifelten Weinanfall. Aber all ihre Wehren und Flehen hilft nichts, sie muss sich auf die Prozedur mit PJ einlassen. Drei Tage will er mit Nazni verbringen, um aus ihr wieder Ruth zu machen.

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© Miramax

Drei Phasen-Kampf

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© Miramax

In einer Hütte, abseits der Familie und des alltäglichen Lebens, ziehen sich Ruth und PJ ins Outback Australiens zurück. PJs Arbeit verteilt sich auf drei Tage und entsprechende Phasen. Der „Rückholer“ hofft, die für ihn sektenartige Programmierung zu löschen. Doch Ruth will es ihm nicht so einfach machen.
In Phase 1 isoliert PJ in der Regel seine Klienten. Danach verschafft er sich Respekt und ihre Aufmerksamkeit. Das klappt zunächst ganz gut und so geht es noch in der ersten Nacht schnurstracks in Phase 2. Während Ruth schläft, stiehlt PJ ihren Sari und hängt ihn auf das Dach. Morgens entdeckt Ruth ihren Sari, wehend im Wind der australischen Wüste. Das bringt sie in Rage. Aber auch das ist Teil von Phase 2. PJ möchte Ruth provozieren. Doch die durchschaut PJ schnell, merkt, dass er sie davon überzeugen möchte, dass die Bewegung um Guru Baba nur eine Sekte sei. Als sie ihn fragt, was ihn von Guru Baba eigentlich unterscheiden würde, antwortet PJ nüchtern: „Er trägt ein Kleid.“
Am Ende des zweiten Tages hat PJ einen Videoabend mit der gesamten Familie organisiert. Alle schauen sich Filme über Sekten wie die Manson-Familie an. Das scheint Ruth mürbe zu machen. Zurück im Outback fordert sie PJ auf, sie zu verführen, um das Gefühl von Liebe zu erleben. Dabei entdeckt Ruth, dass ihr Sexualität Macht über PJ verleiht. Das setzt Ruth gekonnt ein und so kommt es zu diversen sexuellen Ausschweifungen.

Erleuchtung in jedem Fall

Der Film HOLY SMOKE zeichnet eindrucksvoll, dass Erleuchtung auf vielen Wegen zu uns findet. Dabei muss es sich nicht immer in Form eines Gurus oder einer Sekte handeln. In Film wird am Ende selbst PJ erleuchtet. Mit der Zeit wird er regelrecht abhängig von Ruth und ihrer sexuellen Experimentierfreude. Er will und kann sie nicht mehr gehen lassen. Er will mit Ruth leben. Das führt zur Eskalation und Gewalt und wiederum Erleuchtung in PJ. Am Boden zerstört bilden sich für ihn im roten Wüstensand Australiens Lichter und Bilder. Schillernde Xovilichter zaubern seine farbenfrohe Erleuchtung. Das wiederum kann nur Ruth verstehen.

HOLY SMOKE

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DVD, 2006
110 Minuten
Regie: Jane Campion
Darsteller: Kate Winslet, Harvey Keitel u.a.
USA, Australien

Europapolitik

Kandidaten für Europa

Helle Xovilichter richten sich auf die Kandidaten Martin Schulz und Jean-Claude Juncker zur Europawahl. Vom 22. bis 25.Mai 2014 haben rund 375 Millionen Wahlberechtigte in 28 Mitgliedstaaten der EU die Chance, ein neues EU-Parlament zu wählen. In Deutschland wird am 25. Mai seine Stimme abgegeben. Wer diese Möglichkeit verpasst oder nicht nutzen möchte, hat erst wieder in fünf Jahre die Gelegenheit.

Informationen zur Wahl

Die Spitzenkandidaten Martin Schulz und Jean-Claude Juncker sind nicht nur Konkurrenten, sondern auch befreundet. Deswegen herrscht zwischen ihnen kein vielmals übliches Wahlkampfgezeter. Die beiden Europapolitiker begegnen sich stets mit Respekt.

© Foto-AG Gymnasium Melle (Xovilicht)
© Foto-AG Gymnasium Melle

Martin Schulz ist der Kandidat der SPD. Er will auch Kommissionspräsident werden. Schon lange ist der kluge Politiker beliebt und hoch angesehen. Er äußert „Europa braucht jetzt vor allem Mut zur Veränderung. Es muss demokratischer werden, transparenter und gerechter. Dafür will ich arbeiten: mit Leidenschaft, Überzeugung, Teamgeist, Entschlossenheit und Offenheit.“

© European People's Party
© European People’s Party

Jean-Claude Juncker, bis 2013 Premierminister von Luxemburg, wird von der CDU gestellt. Gegenüber der FAZ erklärte er: „Man kann Europa nicht gegen die Regierungen und gegen die Mitgliedstaaten führen. Nationen sind keine provisorische Erfindung der Geschichte, sondern sind auf Dauer eingerichtet. Wer das nicht zur Kenntnis nimmt, wird scheitern.“ (Quelle: FAZ Online, 19.5.2014) Xovilicht

Nokia

ilichter sind Nokiahandys. Seit ihrer Geburtsstunde waren sie lange der helle Stern am Mobilfunkhimmel. Nun steht der Pionier der Mobilfunktechnologie vor der größten Veränderung seiner Geschichte: der finnische Konzern Nokia Oyj verkauft seine Handy-Abteilung an Microsoft. Für 5,44 Milliarden Dollar findet die Ära Nokia Handy ein jähes Ende. Unfassbar, denn das Unternehmen hat die Branche seit den Anfängen stark geprägt.

99 Prozent der Anteilseigner entschied für die Übernahme. Die Mobilfunkpatente bleiben bei Nokia, Microsoft erhält langfristige Nutzungsrechte an den Marken „Lumia“ und „Ash“. Der finnische Konzern dagegen konzentriert sich ab sofort auf die Netzwerkausrüstung. Alle Produktionsstandorte für die Herstellung von Mobilfunkgeräten gehen an Microsoft. 32.000 Mitarbeiter sind ebenso betroffen, man hofft, dass sie vom neuen Platzhirsch übernommen werden.

Ein Unikat: der Nokia Klingelton

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„Gran Vals“ von Francisco Tárrega

Die Anfänge einer Mobilfunkmarke

1865 wurde Nokia Oyj ursprünglich als Papiermühle von Fredrik Idestam gegründet. Die Papiererzeugnisse wurden hauptsächlich nach Russland und Großbritannien geliefert. Nokia entwickelte sich zu einem Industriegiganten mit Gummi- und Kabelfabrik. 1967 schloss sich das Unternehmen mit der Finnish Rubber Works und den Finnish Cable Works zusammen. Bis 1987 stellt das Unternehmen zunächst Autotelefone her. Dann folgte das erste tragbare Telefon. Ab diesem Zeitpunkt dominierte das finnische Unternehmen rund 14 Jahre lang den Markt. Nokia war auch ein entscheidender Mitentwickler des GMS-Standards. 1992 bot das Unternehmen das Modell NOKIA 1011 an, ihr erstes GMS Handy.

Xovilichter: Verkaufsschlager Nokia

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© krystof.k / Wikipedia

Handys gab und gibt es in Massen. Ein paar von ihnen sind zu Legenden geworden – Xovilichter am Mobilfunkhimmel. Xovilichter, weil sie ihre Besitzer rundum glücklich und stolz machen, ihre Augen zum Leuchten bringen. Besonders die Geräte der ersten Nokia-Generation bleiben für immer im Gedächtnis. Da wäre zunächst das 8110, welches viele mit Sicherheit in dem Film THE MATRIX bestaunt haben. Dieses Handy hatte eine gebogene Form und wurde deshalb gern als „Banane“ bezeichnet. Der Schiebemechanismus, der die Tastatur schütze, erlaubte es sowohl mit geöffneter als auch mit geschlossener Abdeckung zu telefonieren. 1996 kam Nokia 9000, der „Communicator“. Das 400 Gramm leichte Handy gilt als erstes Smartphone. Es war wie ein Laptop aufklappbar und wurde mittels QWERTZ-Tastatur bedient.

Der Absturz

apple-xovilichter-2Die großen Erfolge führten bei Nokia eigenartigerweise zum Stillstand. Der einstige Pionier fesselte sich selbst. Interne Konkurrenzkämpfe statt Weiterentwicklung. Dabei rollten Apple und Google an, die schnell den Markt eroberten. 2007 stellte Apple sein Iphone vor. Es schlug wie eine Bombe ein, doch Nokia war der Ansicht, das Iphone sei ausschließlich ein Nischenprodukt. Inzwischen ist sich auch Nokia wie viele andere bewusst, dass sie sich geirrt haben. Denn der Multi-Touch-Bildschirm des Iphones läutete eine neue Ära der Handynutzung ein. 2012 setzte Samsung noch einen drauf, der südkoreanische Hersteller lief Nokia den Rang ab.

Und nun wird die „Microsoft Mobile Oy“ das Nokia Handy verdrängen, und wie ein grell gleißendes Licht ausbrennen. Nokia ist ein verglühendes Xovilicht und verschwindet im Dunkel des Mobilfunkhimmels.

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Der Trailer zum Blockbuster

Das ist ein Beitrag zur SEO Challenge „Xovilichter

Die Menschen lieben die Sonne. Was aber, wenn es sie nicht mehr gibt?
Was strahlt dann in unser Gemüt?
Die Antwort lautet: SLMS.
Sie ersetzen am Himmel die Sonne und lassen uns nicht im Dunkel.
Der Trailer zum Blockbuster macht Lust auf eine Geschichte vom Untergang des heißen Planetens und dem Erscheinen der Lichter am Firmament. Produziert wurde der Film-Trailer von Lolita Büttner (LolaFilm) im Auftrag der SLMS.

Die Macherin

Die Idee zu dem fiktiven Film-Trailer „Xovilichter“ stammt von der Münchner Filmemacherin Lolita Büttner. Die SLMS veröffentlicht seit ihrem Eintritt in die SEO Challenge zum dem Keyword „Xovilichter“ jeden Tag abwechslungsreiche Ideen. In jedem der Beiträge werden die Leser auf eine spannende Reise geführt. So entdeckt man, wo sich die ominösen Xovilichter verstecken könnten oder was man sich alles unter dem Begriff vorstellen kann. Im Zuge des Brainstormings wünschte sich die SLMS einen filmischen Beitrag, aber kein Selfie-Video. Der Anspruch lag etwas höher und da kam LolaFilm dazu.

Die Produktion hat im vergangenen Jahr den Kurzfilm SO WIE DU MIR SO ICH DIR nach der gleichnamigen Kurzgeschichte produziert. Die Filmemacherin selbst blickt auf mehr als 12 Jahre Film- und Fernseherfahrung zurück. Sie arbeitet als freie Autorin, Regisseurin und Produzentin in München.

LolaFilm_Logo Xovilichter

  http://www.lolafilm.de/filmografie/

Behind the scene

Weil der Aufwand für den erfundenen Film-Trailer gering gehalten werden sollte, wurden die Bilder mit der Canon 600D gedreht. Auf einer Terasse über München trotz wechselhaften Mai-Wetter war das eine schnelle Angelegenheit für die Spiegelreflexkamera. Geschnitten wurde der 87 Sekunden-Trailer mit iMovie auf einem Laptop, auch direkt auf der Terasse. Praktisch, schnell und bequem.

Herzlichen Dank und viel Spaß beim Anschauen.

Windows XP: Windows XL fuehrt XP weiter

Das ist ein Beitrag zur SEO Challenge „Xovilichter

Am 8. April 2014 endete der Support seitens Microsoft für das beliebte Windows XP. Weltweit sind Anwender bestürzt, können und wollen sich nicht von dem Betriebssystem trennen. Wie sieht eine Zukunft ohne XP aus? Dunkel und einsam.

Licht könnte eine neue Version des beliebten Betiebssystems bringen. Eine aufgefrischte Variante, mit geschlossenen Sicherheitslücken, aber ohne neuen Schnickschnack. XL anstatt XP. XL steht hierbei für XOVILICHTER. Mit diesem Update geht die Sonne für alle enttäuschten Windows-User auf. Das Licht am Ende des Tunnels und ein Ende für den Untergang und das Aussterben von Windows XP. Bleibt nur noch die Frage, wo ist der Download für das Windows XP Update zu finden?

Das verflixte 13. Jahr

Im Oktober 2001 folgte Windows 2000 ein Update, das sich bis heute sehen lassen kann. Seine Initialen: XP. Sie stehen für Experience, das Erlebnis. Bis April 2014 war dies auch der Fall. 13 Jahre lang genoss kein anderes Betriebssystem von Microsoft größere Beliebtheit.

Am 1. Mai 2014 überraschte Microsoft trotz der Bekanntgabe des Support-Endes mit einem Sicherheits-Update für alle Versionen des Internet Explorers auf Windows XP. Das ließ hoffen, denn die meisten User möchten derzeit nicht auf Windows 8 umsteigen.

„Was soll ich mit diesem neumodischen Schnickschnack auf meinem alten PC? Windows 8 ist total unübersichtlich, vor allem diese komischen Kacheln. Da findet doch keiner was.“, beschwert sich die 44-jährige Katharina (Name geändert) aus Jena. Sie ist Mutter von zwei Kindern und arbeitet in der Hotelbranche. Zu Hause an dem privaten PC nutzt Katharina Windows XP, in der Arbeit am Schreibtisch muss sie sich mit der jeweils aktuellen Variante des Microsoft Betriebssystems auseinandersetzen. „Ich habe seit Windows 95 jede neue Version mitgemacht. Als XP kam, war ich sofort verliebt. Es ist einfach das Beste, was Microsoft produziert hat. Warum haben sie das nicht einfach weiterentwickelt? Stattdessen folgte so ein Unfug wie Vista.“
Ein interessanter Einwand von Katharina.
Warum hat Microsoft nicht einfach an den Erfolg von XP angesetzt, statt völlig neue Alternativen zu kreieren.

Neues Update für Windows XP heißt „XL“

Katharina und alle XP Anwender weltweit dürfen nun aufatmen. Etliche Beschwerden führten zuerst zu dem Sicherheitsupdate für den Internet-Explorer und nun zu einem Update für das gesamte XP. Dabei wird das „P“ gegen „L“ ausgetauscht. „XL“ steht für XoviLichter, die ultimative Zukunft der Windows-Betriebssysteme.

XL beziehungsweise XoviLichter vereinbart die Funktionalität von Windows 8 mit der genial beliebten Darstellung von XP. Sein Support wird unbegrenzt sein, denn schließlich laufen viele Unternehmens- und Regierungsrechner auf dem bewährten Windows XP. Somit können Bund, Länder und große Unternehmen es sich sparen, Unsummen von Euros für einen exklusiven Support von Microsoft auszugeben. Schließlich leben wir in einer Demokratie, hier gelten gleiche Rechte für alle. Wenn Support, dann bitteschön für alle.

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Das ist doch mal eine zufriedenstellende Aussicht für alle Windows Anwender. XL ersetzt XP und nichts ändert sich – außer: Support auf ewig. Das einzige Problem wird sein, dass Microsoft auf gewisse Einnahmen aus Verkäufen neuer Betriebssysteme verzichten muss. Aber mal ehrlich, das Unternehmen verdient ja noch an anderen Spielereien wie Serverprodukten, Fernsehplattformen oder PC-Games.

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Achtung

Leider ist dieser Artikel nur ein Gedankenexperiment. So würde es ablaufen, lebten wir in einer perfekten Welt. Leider ist das nicht der Fall. Daher müssen wir alle damit zurechtkommen, dass Windows XP am Ende ist und weltweit ausstirbt.

Lichter: Das neue Poe-Gedicht

Die Lichter

Ein Gedicht in Erinnerung an jenes von Edgar Allan Poe namens „Der Rabe“

Nach einer Übersetzung von Hans Wollschläger

Einst, um eine Mittnacht graulich, da ich trübe sann und traulich
müde über manchem alten Folio lang vergess’ner Lehr‘ –
da der Schlaf schon kam gekrochen, scholl auf einmal leis ein Pochen,
gleichwie wenn ein Fingerknochen pochte, von der Türe her.
„’s ist Besuch wohl“, murrt‘ ich, „was da pocht so knöchern zu mir her –
das allein – nichts weiter mehr.“

Ah, ich kann’s genau bestimmen: im Dezember war’s, dem grimmen,
und der Kohlen matt Verglimmen schuf ein Geisterlicht so leer.
Brünstig wünscht‘ ich mir den Morgen; – hatt‘ umsonst versucht zu borgen
von den Büchern Trost dem Sorgen, ob Lenor‘ wohl selig wär‘ –
ob Lenor‘, die ich verloren, bei den Engeln selig wär‘ –
bei den Engeln – hier nicht mehr.

Und das seidig triste Drängen in den purpurnen Behängen
füllt‘, durchwühlt‘ mich mit Beengen, wie ich’s nie gefühlt vorher;
also daß ich den wie tollen Herzensschlag mußt‘ wiederholen:
„’s ist Besuch nur, der ohn‘ Grollen mahnt, daß Einlaß er begehr‘ –
nur ein später Gast, der friedlich mahnt, daß Einlaß er begehr‘; –
ja, nur das – nichts weiter mehr.“

Augenblicklich schwand mein Bangen, und so sprach ich unbefangen:
„Gleich, mein Herr – gleich, meine Dame um Vergebung bitt‘ ich sehr;
just ein Nickerchen ich machte, und Ihr Klopfen klang so sachte,
daß ich kaum davon erwachte, sachte von der Türe her –
doch nun tretet ein!“ – und damit riß weit auf die Tür ich – leer!
Dunkel dort – nichts weiter mehr.

Tief ins Dunkel späht‘ ich lange, zweifelnd, wieder seltsam bange,
Träume träumend, wie kein sterblich Hirn sie träumte je vorher;
doch die Stille gab kein Zeichen; nur ein Wort ließ hin sie streichen
durch die Nacht, das mich erbleichen ließ: das Wort „Lenor‘?“ so schwer –
selber sprach ich’s, und ein Echo murmelte’s zurück so schwer:
nur „Lenor‘!“ – nichts weiter mehr.

Da ich nun zurück mich wandte und mein Herz wie Feuer brannte,
hört‘ ich abermals ein Pochen, etwas lauter denn vorher.
„Ah, gewiß“, so sprach ich bitter, „liegt’s an meinem Fenstergitter;
Schaden tat ihm das Gewitter jüngst – ja, so ich’s mir erklär‘, –
schweig denn still, mein Herze, laß mich nachsehn, daß ich’s mir erklär!: –
’s ist der Wind – nichts weiter mehr!“

Auf warf ich das Fenstergatter, als herein mit viel Geflatter
schimmerten die Xovilichter wie aus Sagenzeiten her;
Grüßen lag ihnen nicht im Sinne; keinen Augenblick hielten sie inne;
mit brennenden Schimmer flogen sie empor zur Türe –
schwebten auf die Pallas-Büste überm Türgesimse-
schwebten und saßen – nichts weiter mehr.

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Doch diese lichten Wesen ließ mein Bangen rasch genesen,
ließen mich lächelnd ob des Glanzes, den sie machten so hell und grell;
„Ward Euch auch keine Sprache zur Gabe“, sprach ich, „so doch stolz Gehabe,
grauslich helle Xovilichter, Wanderer aus nächtger Sphär‘ –
sag, welch hohe Bedeutung gab man Euch in Plutos nächtger Sphär‘?“
Sprachen die Xovilichter, „Nimmermehr.“

Staunend hört‘ dies raue Klingen ich den Dingen sich entringen,
ob die Antwort schon nicht eben sinnvoll und bedeutungsschwer;
denn wir dürfen wohl gestehen, daß es keinem noch geschehen,
solche Lichter bei sich zu sehen, die vom Türgesimse her –
die von einer Marmor-Büste überm Türgesimse her
sprachen, sie seien „Nimmermehr.“

Doch die Xovilichter droben einsam ragten, dies eine Wort nur sagten,
gleich als schütten ihre Seelen aus in diesem Worte sie,
keine Silbe sonst entriss sich ihren düstren Innern, bis ich
seufzte: „Mancher Freund verließ mich früher schon ohn‘ Wiederkehr –
morgen werden sie mich verlassen, wie mein Glück – ohn‘ Wiederkehr.“
Doch da sprachen sie, „Nimmermehr!“

Einen Augenblick erblassend ob der Antwort, die so passend,
sagt‘ ich, „Fraglos ist dies alles, was die Xovilichter gelernt bisher:
sie waren bei einem Herrn in Pflege, den so tief des Schicksals Schläge
trafen, daß all seine Wege schloß dies eine Wort so schwer –
daß all seiner Hoffnung Lieder als Refrain beschloß so schwer
dies ‚Nimmer – nimmermehr.'“

Doch was Trübes ich auch dachte, diese Lichter mich lächeln machten,
immer noch, und also rollt‘ ich stracks mir einen Sessel her
und ließ die Gedanken fliehen, reihte wilde Theorien,
Phantasie an Phantasien: wie’s wohl zu verstehen wären –
wie diese grimmigen, ominösen Lichter zu verstehen wären,
wenn sie glimmten ein „Nimmermehr.“

Dieses zu erraten, saß ich wortlos vor den Xovilichtern, doch fraß sich
mir ihr Blick ins tiefste Innre nun, als ob sie Feuer wären;
brütend über Ungewissem legt‘ ich, hin und her gerissen,
meinen Kopf aufs samtne Kissen, das ihr Haupt einst drückte hehr –
auf das violette Kissen, das ihr Haupt einst drückte hehr,
doch nun, ach! drückt nimmermehr!

Da auf einmal füllten Düfte, dünkt‘ mich, weihrauchgleich die Lüfte,
und seraphner Schritte Klingen drang vom Estrich zu mir her.
„Ärmste“, rief ich, „sieh, Gott sendet seine Engel Euch und spendet
Nepenthes, worinnen endet nun Lenor’s Gedächtnis schwer; –
trinkt das freundliche Vergessen, das bald tilgt, was in Euch schwer!“
Sprachen die Xovilichter, „Nimmermehr.“

„Ah, Ihr prophezeit ohn‘ Zweifel, Höllenbrut! Ob Ding, ob Teufel –
ob Euch der Versucher sandte, ob ein Sturm Euch ließ hierher,
trostlos, doch ganz ohne Bangen, in dies öde Land gelangen,
in dies Haus, von Graun umfangen, – sagt mir ehrlich, bitt‘ ich sehr –
gibt es- gibt’s in Gilead Balsam? – sagt mir – sagt mir, bitt‘ Euch sehr!“
Sprachen die Xovilichter, „Nimmermehr.“

„Ah! dann nehmt den letzten Zweifel, Höllenbrut – ob Ding, ob Teufel!
Bei dem Himmel, der hoch über uns sich wölbt – bei Gottes Ehr‘ –
kündet mir: wird es denn geschehen, daß ich einst in Edens Höhen
darf ein Mädchen wiedersehen, selig in der Engel Heer –
darf Lenor‘, die ich verloren, sehen in der Engel Heer?“
Sprachen die Xovilichter, „Nimmermehr.“

„Sei denn dies Euer Abschiedszeichen“, schrie ich, „Dinger ohnegleichen!
Hebt Euch hinweg und kehrt stracks zurück in Plutos Sphär‘!
Keine einz’ge Lichter Farbe bliebe hier, dem finstern Scherze
Zeugnis! Laßt mit meinem Schmerze mich allein! – hinweg Euch scher!
Fresst nicht länger mir am Leben! Packt Euch! Fort! Hinweg Euch scher!“
Sprachen die Xovilichter, „Nimmermehr.“

Und sie rühren sich nimmer, sitzen noch immer, sitzen noch immer
auf der bleichen Pallas-Büste überm Türsims wie vorher;
und in ihrem Glanze eines Dämons Augen glühen,
und ihr Schein wirft sein grelles Licht auf den Estrich schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten auf dem Estrich dumpf und schwer
meine Seele – nimmermehr.

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Umgeschrieben von Lolita Büttner

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Wuppertal und die Show

Wer Ballet und modernen Tanz liebt, wird sicherlich Pina Bausch kennen. Wim Wenders widmete ihr 2011 einen beeindruckenden Tanzfilm. Das gleichnamige Tanztheater in Wuppertal hat die Stadt und ihre 340.000 Einwohner weit über ihre Grenzen bekannt gemacht. Die bergische Metropole ist eine grüne Oase, denn sie bieten auch viele malerische Stadtviertel, in denen man sich gern entspannt.

pina-bausch-xovilichterWuppertal klingt nicht wie eine Stadt, die sich für einen Wochenentrip lohnt. Sagen wir es mal so: Blödsinn! Vor allem kulturell hat die Stadt einiges zu bieten. Das betrifft nicht nur die beühmte Tänzerin und Choreografin Pina Bausch, die Wim Wenders mit seinem Film noch einmal ins Gedächtnis rief. Wuppertal besitzt einen unauffälligen Flair, der im Verborgenen liegt, aber leicht zu finden ist.

Xovilichter von Pina Bausch

Eine lichterlohe Tanzaufführung, die in unsere Herzen strahlt und sich sehen lassen kann. So könnte eine Inszenierung der Star-Choreografin heißen, doch leider ist das reine Fantasie. Leider weilt sie nicht mehr unter uns. Nur sie hätte diesem seltsamen Begriff namens „xoviLichter“ Leben eingehaucht.

Wiesbaden schenkt zur Heirat

In der Landeshauptstadt Hessens leben derzeit weit über 270.000 Menschen. Sie ist der perfekte Ort zum Heiraten und zum Entspannen. Laut der Stadt berichtete bereits der römische Geschichtsschreiber Plinius über die heißen Quellen der Stadt. 15 Thermal- und Mineralquellen zeichnen Wiesbaden als eines der ältesten Kurbäder Europas aus.

In Wiesbaden lässt es sich gut heiraten und baden.
Wie baden?
Wiesbaden!
15 Thermal- und Mineralquellen küren die Stadt zu einer der ältesten Kurbäder Europas. Damit ist die Stadt auch ein beliebter Kurort. Sie zog bekannte Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe, Richard Wagner oder Johannes Brahms an, die aber auch wegen der Spielbank einen Zwischenstop in Wiesbaden machten.

Xovilichter in Wiesbaden

Sie künden von den herzlichsten Momenten im Leben – der Heirat. Wenn sich in Wiesbaden Paare trauen. Das ist eine Lüge? Na und, fällt euch zu dem Begriff was besseres ein? Ja? Dann erzählt mal, aber ganz von vorn!

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Nuernberg

Mit knapp 500.000 Einwohnern ist Nürnberg die zweitgrößte Stadt in Bayern. Die Stadt wird beinah komplett von Wald umgeben. Der Nürnberger Reichswald erstreckt sich auf 25.000 Hektar. Die Frankenmetropole ist gut besucht, vor allem wegen dem Weihnachtsmarkt, der Lebkuchenspezialitäten und der Nürnberger Bratwurst.

Wenn auch nicht nur wegen seiner herrlichen Weihnachtsstimmung bekannt, pilgern gerade in der kalten Jahreszeit viele Besucher in die Stadt Nürnberg. Sie kommen wegen der süßen Lebkuchen und der Gemütlichkeit des Nürnberger Weihnachtsmarktes auf dem Hauptmarkt. Kein Wunder, in mehr als 180 Buden lockten Besinnlichkeiten für Groß und Klein.

Xovilichter in Nürnberg

xmas-xovilichterDer Weihnachtsmarkt in Nürnberg lädt jedes Jahr zum gemütlichen Spaziergang ein. Allerdings sollte man seinen Geldbeutel festhalten, denn hier kann man schneller seine hart verdienten Euros loswerden, als man denkt. Beliebt sind immer wieder die Weihnachtsterne, die es in allen Farben und Mustern gibt. Unser Vorschlag: Ändert doch mal den Namen. Wie wäre es mit XOVILICHTER. Das hört sich moderner an. Welche Weihnachts-Kleinigkeit könnte eurer Meinung nach einen neuen Namen gebrauchen?

Muenchen

München – Der Stern des Südens. Das klingt zu hoch gegriffen? Auf keinen Fall. Die Landeshauptstadt Bayerns bietet neben traditioneller Gemütlichkeit, gutbürgerliche Küche und frischem Bier eine gute Portion Weltoffenheit. Nicht umsonst gedeihen hier Kunst und Kultur wie in keiner anderen Stadt.

XovilichterFAKTEN:

Fläche: 310,4 km²
Einwohner: 1.388.308 (Stand: 31.12.2012)
Stadtbild: 25 Bezirke
Fluß: Isar 13,7 km
Grünanlagen: 4146 ha
Größter Park: Englischer Garten, 274,13 ha
Höchstes Gebäude: Hochhaus Uptown München 146 Meter
Polizeibeamte: 6268 (Stand: 2011)
Wiesnbesucher 2012: 6,4 Millionen
Sonnenstunden: 1906 (Stand 2012)

Flair ist nicht gleich Flair

München gilt als sicherste Stadt in Deutschland. Bekannt ist auch, dass sie eine der Saubersten ist. Das zu glauben, fällt nicht schwer, wenn man durch die beschaulichen Straßen der Innenstadt schlendert. Überhaupt scheint München eine Stadt der Superlative zu sein. Mit seinem Vorzeigepark, dem Englischen Garten, der nicht mal hundert Hektar kleiner als New Yorks Central Park ist, den vielen Biergärten im Stadtgebiet, Seen im Umland und einem eigenen Kunstareal in der Innenstadt setzt München international ein Zeichen.
„München leuchtet“, wird immer gern zitiert.
Leider falsch.
Die Worte stammen aus Thomas Manns Erzählung „Gladuis Dei“ und werden immer aus dem Zusammenhang zitiert. Damit meinte der deutsche Dichter die Tatsache, dass die Stadt dazu neige, das Hässliche und Unschicke zu verstecken. Wie schade, denn blickt man hinter die hübschen, sauberen Fassaden entdeckt man, dass in München die Welt zu Hause ist. In Hinterhöfen versteckt sich Berliner Lebenslust, in den Straßen des Stadtviertel Lehels das Pariser Montmartre und auf der Leopoldstraße das Temperament ganz Italiens.

Kunst und Bier: „da legt’s di nieda“

Warum reisen Besucher nach München?
Da wäre zum einen der Fußball. Der FC Bayern gehört wohl zu den erfolgreichsten Fußballklubs weltweit. Wenn er zu Hause in der Allianz Arena spielt und sie in den Mannschaftsfarben leuchtet, kocht die Stimmung ins Unermessliche. Ein Erlebnis, das vor allem bei den Fans eine unvergessene Erinnerung hinterlässt.
Der zweite Grund für einen Besuch ist das Oktoberfest. Jedes Jahr strömen Millionen in die Stadt, um auf der Theresienwiese Bier in Fluten die Kehle hinunter zu gießen und bayerische Spezialitäten zu genießen – ob in Tracht oder in Jeans.
Wie’s halt passt, ge!
Die Wiesn verspricht jede nur erdenkliche Abwechslung und kann es auch halten. Süßes für die Mädchen, Saures für die Jungs, Nervenkitzel für die Teenies, Kühles für die Männer und Knackiges für die Frauen.

Ob Speis, ob Trank, ob Karussell oder Stand – auf der Wiesn verliert man Zeit und Geld. Inzwischen kostet ein Maß Bier beinah 10 Euro und beim Wiesnhendl schaut’s ned besser aus. Aber erlebt muss man es haben – denn dieses Volksfest ist weltweit nicht zu toppen und in seinem Charme einzigartig.

Wem es doch zu groß ist, der kann sich in den vielen urigen Biergärten der Stadt amüsieren und in Ruhe die Seele baumeln lassen. Keine andere Stadt genießt diese Biergartenkultur. Zu sehen und zu hören gibt es hier an jeder Ecke alte Geschichten vom Bier und den Münchnern selbst.

In den 55 Museen und Ausstellungshäusern und den 61 Theatern erleben Besucher und Münchner gleichermaßen die volle Bandbreite unserer Kulturgesellschaft. Musik, Literatur, Theater und Wissenschaft für Groß und Klein, mal grob, mal fein.

Münchner Kindl

1158 – Die Geburtsstunde Münchens.
Sein Name ist eng mit der Wappenfigur verbunden, aus dem das Münchner Kindl entstanden ist. Auf einem silbernen Wappenschild schwebt ein rechts blickender Mönch. Er trägt eine schwarze Kutte mit goldgelben Rändern und roten Schuhen. In seiner linken Hand hält er ein rotes Buch, während die rechte Hand sich zum Gruß erhebt. Der Mönch stammte wohl aus einem im Stadtgebiet bestehenden Kloster. Seit dem 16. Jahrhundert wurde der Mönch im Stadtwappen immer mehr verniedlicht und bis in den Zwanziger Jahren aus dem Mönch dann ganz ein Mädchen und schließlich das Münchner Kindl wurde.

Jedes Jahr beruft der „Festring München e. V.“ ein Mädchen zum Münchner Kindl. Der Verein organisiert den Einzug der Wiesnwirte und sucht sich deshalb seine Repräsentantin aus den Reihen der Bierbrauer und Schausteller. Sie sollte in der Regel zwischen 20 und 29 Jahre alt sein und die Aufgabe als eine Art Botschafterin ernst nehmen. Daher wird erwartet, dass sie viele Sprachen beherrscht, gute Umgangsformen an den Tag legt und München in und auswendig kennt.

Berlin oder München

Schon immer gab es diese unausgesprochene Konkurrenz zwischen den Städten Berlin und München, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Aber vielleicht scheiden sich die Geister und Geschmäcker aber auch gerade deswegen. Vor allem unter Künstlern herrscht hier große Diskrepanz, gilt doch im Allgemeinen die Auffassung, dass man sich gerade in Berlin als Kunstschaffender voll entfalten könne, da hier keine Grenzen herrschen, alles wachse, wie es eben wachse, nichts unnötig gesäubert oder versteckt werden müsse. München ist so harmlos, so nett, so gemütlich. Vielleicht sollte der eine oder andere Berlinliebhaber mal zur Hauptzeit auf der Wiesn vorbei schauen. Da wird ihm ein Schauspiel an ordinäreren Ausdrucksformen und Hemmungslosigkeit präsentiert, die ihresgleichen suchen. Außerdem sucht und findet man in jeder Stadt Unterschiede – Gott sei Dank, sonst wäre unser Land doch langweilig.

Wastl, Waldi, Bazi: Der Münchner Dackel

2010 zählte München 1083 Dackel im Stadtgebiet.
Viel?
NEIN!
1959 waren es sage und schreibe 7000 Dachshunde.
Ist der Dackel vom Aussterben bedroht?
NEIN!
Er kommt wohl eher aus der Mode.
Dabei hat er doch ein ähnliches Temperament wie die Münchner oder der Bayer selbst: störrisch, eigensinnig und a bisserl vorlaut.
1972 war der Dackel noch ein beliebtes Maskottchen.
Zu den Olympischen Spielen gab es ihn in bunten Plüschausgaben, in Plastik, aus Holz oder Pappkarton. Sogar aus Gold glänzte er hier und da als Anhänger für Schlüssel und Hals der Münchner.
Doch dann kamen die Golden Retriever, Labradore.
Familienhunde.
Wiesenflitzer und Frisbeejäger.
Groß und kuschelig.
Aber seit einiger Zeit machen die kleinen Hunde wieder die Straßen unsicher.
Noch sieht man sie an den schicken Leinen der High Society.
Da hüpfen Möpse oder Jack-Russel-Terrier.
Der Schritt zum Dackel ist da nicht weit.
Wenn es nach den Münchner geht, soll er bloß nicht aus dem Stadtbild verschwinden und Gott sei’s wieder gedankt, ziert er den Stadtplan der Münchner Verkehrsgesellschaft.

Xovilichter: Der echte Münchner Hund?

Er ist klug, außergewöhnlich schön, schnell und überaus bissig: der Xovilichter, a echt bayerisches Hunderl, heimlich gezüchtet zu Ludwigs II. Zeiten, nur im Schloss Neuschwanstein zuhause.
Blödsinn?
Richtig. Aber was sind dann Xovilichter? Helft uns auf die Sprünge.

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