SEO

SEO: SO ETWAS OPTIMALES

S E O – Über diese drei Buchstaben sind Sie mit Sicherheit gestolpert, wenn Sie sich oder Ihr Unternehmen im Internet präsentieren. SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization oder hierzulande bekannt unter Suchmaschinen-Optimierung.
Was aber bedeutet das eigentlich?
In einem Satz zusammengefasst:
Es geht um gezielte Aktionen, die Ihre Webseite in den Suchmaschinen-Hitlisten möglichst weit oben platzieren. Kurz gesagt, es geht um Marketing. Das oberste Ziel von SEO ist es, dass Sie möglichst viele Leser erreichen.

Auf der Suche nach Wissen begeben wir uns als moderne Menschen in die weltweit größte Bibliothek, die uns zur Verfügung steht: das INTERNET. Seine unendlichen Archive betreten wir mit Hilfe geschickter Türhüter, sogenannten Suchmaschinen. Sie allein stillen unseren Durst nach Wissen mit nur einem Klick und bieten uns in kürzester Zeit eine übergroße Anzahl von Vorschlägen, die auf unzähligen Seiten gelistet werden.
Suchergebnisse. Treffer. Sites. Pages. Resultate.
Sie fragen sich, was hat das alles mit SEO zu tun?
Nehmen wir ein Beispiel.
Ein junger Schauspieler sucht einen erfahrenen Coach zur Vorbereitung auf eine Rolle an einem Münchner Theater. Der junge Mann hat gerade sein erstes Engagement und bedarf der Erfahrungen eines alten Hasen, um Ruhe und Sicherheit in sein Spiel zu bringen. Da er neu in der Stadt ist, betritt er die weite Welt des Internets und tippt bei Google in das kleine Suchfeld sein Anliegen ein:
Schauspiel Coach München
Google liefert 1 530 000 Treffer in nur 0,19 Sekunden. Bereits auf der ersten Seite wird der junge Schauspieler fündig. Die Webseite sieht professionell aus und er trifft seine Wahl. Später werden ihm die Preise und der Coach unsympathisch sein. Pech! Das hat auch die erfahrene Münchnerin Ute Bronder, die bekannt dafür ist, ein gutes Händchen für junge Schauspieler zu haben. Auf sie wäre unser Jungtalent gestoßen, hätte er laaaange in den Suchergebnissen geblättert.
Aber mal ehrlich!
Wer von uns klickt auf dreistellige oder gar sechsstellige Seiten?
Keiner.
Wir treffen unsere Auswahl auf den ersten drei oder vielleicht ersten zehn Seiten.
Wer ganz oben ist, muss doch auch gut sein, oder?
Genau darum geht es bei SEO.
Oben zu sein.
Vorn zu sein.
An erster Stelle zu stehen.
Denn die Anordnung der Treffer für eine Suchanfrage ist kein Zufall sondern eine gezielte Auswahl der Suchmaschinen.

Zu den beliebtesten Suchagenten im Internet gehören Google, Yahoo, BING oder MSN Live Search. Sie tauchten Mitte der 90iger auf. Eine der ersten war unter anderem LYCOS. Erinnern Sie sich noch an das tierische Logo? Der schwarze Labrador war und ist jedem ein Begriff. Heute ist es der bunte Schriftzug von GOOGLE. Diese und andere Suchmaschinen sind eigentlich nichts weiter als Programme, die Webseiten aufgrund bestimmter Eigenschaften auflisten. Eigenschaften wie CONTENT, PAGE-RANKS oder META-TAGS. Begriffe, die in Ihren Ohren ein Klingeln auslösen aber kein Verständnis?
Fachbegriffe, die nur Internetfreaks verstehen können und wollen?
Nein.
Mit Sicherheit nicht.
Jemand muss sich nur die Mühe machen und sie ohne labyrinthische Abschweifungen ins Fachchinesisch erklären.

CONTENT ist schlicht und ergreifend die englische Bezeichnung für das Wichtigste Ihrer Webseite: der Inhalt. 2011 präsentierte die Computerzeitung WEBSTANDARDS auf dem Titelblatt folgenden Ausruf: CONTENT IS KING. Dieses Motto gilt eben auch für das Internet. Inhaltlich besteht Ihre Webseite aus Seiten, gefüllt mit Texten, Bildern, Videos, Musiken, Artikeln oder Blogbeiträgen. Sie sollten sich vergewissern, dass die Texte der Wahrheit entsprechen, keine Urheberrechte verletzt werden oder Sie gegen gesellschaftliche Regeln und Normen verstoßen. Als Besitzer und Urheber Ihrer Webseite sind allein Sie für den Inhalt verantwortlich.
Dazu gehört auch ein MENÜ. Es stellt Ihren Seitenaufbau dar und sollte klar und einfach strukturiert sein. Wenn Sie Ihre einzelnen Seiten miteinander verknüpfen, sollten Sie darauf achten, dass die Links stimmen und der Besucher auf der Seite landet, die von Ihnen angedacht war. Sollte dies nicht der Fall sein, ist das für Suchagenten ein gefundenes Fressen und Grund genug Ihre Seite zu liquidieren, sprich, sie aus Ihrem persönlichem Archiv auszusperren.

© www.lineerror.de

Neben Bildern, Grafiken und anderen Unterhaltungsmedien sind vor allem Texte für die Suchagenten der Online-Bibliothek interessant. Je umfangreicher, je themenspezifisch sie sind, desto größer die Kombinationsmöglichkeiten für Suchmaschinen. In der SEO spricht man oft von der KEYWORD-DICHTE. Um die Häufigkeit der Listung Ihrer Seite zu steigern, können Sie z.B. die Anzahl der in dem Text Ihrer Webseite enthaltenen Schlüsselwörter erhöhen. Aber Vorsicht! Mittlerweile sind die Suchagenten auf Manipulationen in Texten programmiert. Achten Sie lieber darauf, dass Ihre Beiträge informativ und originell bleiben und dem Leser die Informationen bieten, die er verdient zu finden.
Zu guter Letzt ist eine Seite immer attraktiv für Besucher wie auch für Suchagenten, wenn sie jederzeit aktuell ist. Das von Gestern will heute keiner mehr lesen. Achten Sie also immer darauf, dass Ihre Inhalte brisant und zeitgemäß sind. Erfahrungsgemäß werden vor allem Seiten, die lange Bestand haben und gut gepflegt werden, besser von den Suchagenten bewertet also neue Seiten.

Kommen wir zu einem ganz anderen Thema.
PAGE-RANK ist ein auf den ersten Blick geheimnisvoller Fachbegriff. Er stammt von seinem Erfinder Larry Page. Dieser hatte in den 90igern mit Sergey Brin GOOGLE entwickelt. Der Page-Rank stellt die Gewichtung einer Seite dar, d. h. er beschreibt ihre Wertigkeit aufgrund der Zahl und der Qualität der eingehenden Links. Allerdings spielen bei dieser Bewertung auch Inhalte, Menüstrukturen, Aktualität und Alter der Seite als auch Domainname und ausgehende Links eine Rolle. Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Kriterien, die für das Page-Ranking wichtig sind, aber die wollen wir unter den Tisch fallen lassen, da ihre Aufzählung und Erklärung Seiten um Seiten füllen würde. Sollten Sie dennoch ein Interesse haben, weil Sie eine SEO für Ihre Seite planen, wenden Sie sich an die SLMS. Hier werden Sie über alle verständlichen und unverständlichen Möglichkeiten aufgeklärt.

Hier widmen wir uns an dieser Stelle zunächst einmal Ihrem DOMAINNAMEN, der für Sie eine enorme Bedeutung haben wird. Er setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: Dem von Ihnen gewählten Namen und einer allgemeinen oder länderspezifischen Endung wie „.de“, „.com“ oder „.net“. Letzteres wird von Ihrem Webhoster als Top Level Domain (TLD) bezeichnet. Ihrem Domainname plus Endung wird eine sogenannte IP-Adresse zugewiesen, die es eigentlich erst ermöglicht, dass Ihre Webseite von einem anderen Computer angewählt werden kann. IP steht für Internet Protocol. Sie können sich diese Zahlenreihe einfach wie Ihre persönliche Postadresse im World Wide Web vorstellen.
Bei der Namensfindung Ihrer Webseite sollten Sie neben den unternehmerischen Zielen auch darauf achten, dass der Name nicht mehr als 63 Zeichen hat. Zu lange Domains werden in der Regel von Suchmaschinen abgewertet. Also nicht zu kurz, nicht zu lang und nicht zu kompliziert. Ihre Webseite soll dem User schnell und leicht im Gedächtnis hängen bleiben.

Allein ein perfekt seo-optimierter Webseitenname als Dach Ihrer Seite katapultiert Sie aber noch lange nicht auf Platz 1. Dazu müssen Sie noch einige andere Elemente der Seitenarchitektur beachten. Zum Beispiel META-TAGS. Im Altgriechischen bedeutet die Silbe META „danach, hinter oder jenseits“. So offenbart sich ihr Geheimnis. Tatsächlich sind Meta Tags schlicht weg Informationen, die der Besucher Ihrer Webseite nicht sehen kann. Sie sind im Hintergrund versteckt, dem Quelltext. Dieser wiederum ist das in Worte und Befehle gemeißelte Gerüst Ihrer Webseite. Seine Sprache: HTML – Hypertext Markup Language. Als Baustein des HTML-Codes stellen Meta-Tags Informationen über Daten Ihrer Webseite dar. Dies können Schlüsselwörter (Keyword Meta-Tag), eine Beschreibung der Seite (Description Meta-Tag) oder Informationen zur Sprache und zum Autor sein. Und genau diese Informationen sollen an Suchmaschinen weitergegeben werden und ihnen zum Katalogisieren und Einordnen Ihrer Seite helfen. Man könnte sagen, dass Meta-Tags eine Art Geheim-Code bilden, den Suchmaschinen nutzen, um auf Ihre Seite hinzuweisen.

© www.Streetad.de

Grundlegend beeinflussen all diese aufgeführten Elemente den Erfolg einer Webseite. Neben Webstandards und der Benutzerfreundlichkeit (Usability) einer Seite sollten Sie aber auch nicht die Performance und das Design außer Acht lassen. Die Anpreisung Ihrer Inhalte und deren Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Diverse jährliche Preisverleihungen entzünden eine wahre Schöpfungswut im Internet. Jedes Jahr tauchen immer mehr technisch einfallsreiche Seiten auf, die mit frischen Designs und technischen Experimenten um einen Top-Platz in den Trefferlisten der Suchagenten kämpfen. Aber über Farben, Bilder, Galerien, Flash-Animationen, Videos, Schriftarten und modernen Grafiken vergessen Sie nicht den Nutzen, den Ihre Seite haben soll und Ihre Zielgruppe, die sie erreichen wollen. Eine hübsch anzusehende Seite ist gut, eine informativ und reichlich Gefüllte besser.

Eine von 2009 bis 2010 durchgeführte Studie in Amerika ergab ein neues Konzept für das Erstellen erfolgreicher Seiten: CONTENT STRATEGY. Um die Suchagenten anzulocken und erfolgreich für Ihre Seite zu interessieren, gilt es also strategisch mit Informationen bzw. Inhalten umzugehen, sie clever zu platzieren. Verführen Sie also Ihren Besucher mit allen Mitteln, so dass er länger auf Ihrer Webseite bleibt. Die NEW YORK TIMES macht das ganz simple. Wenn Sie dort einen Artikel lesen und sich dem Ende der Zeilen nähern, poppt rechts unten ein kleines Fenster mit verwandten Artikeln auf und verlockt den Leser weiter in den spannenden Stories der Times zu stöbern. Die 1851 gegründete amerikanische Tageszeitung des Big Apples weiß eben ganz genau: CONTENT IS KING!

CHAOS COMPUTER CLUB

RECHT HAT WER RECHT KENNT

Interessieren Sie sich für Kleinanzeigen? CHAOS COMPUTER CLUB
Wenn Sie jetzt antworten, die seien Ihnen nicht spannend genug, muss ich Sie leider eines Besseren belehren. Wenn Sie sich für Kleinanzeigen interessieren würden, dann wären Ihre Augen am 01. September 1981 in der Berliner Tageszeitung TAZ auf die Anzeige mit folgender Überschrift gestoßen: „Tuwat,txt“
Zu Hochdeutsch: Tu was!
Sie hätten sich gefragt: Was soll das?

Es handelte sich nicht um einen Geheimcode, sondern um eine Einladung der TAZ und fünf Computerfreaks. In jenen Tagen machten Horrorgeschichten über das Verderben durch Computer die Runde. Die links-alternative Zeitung und ihrer Computerfreunde sagten ihnen den Kampf an. Eine Einladung zur Aufklärung über die Wahrheit der Computer also, der Sie vielleicht gefolgt und in den Redaktionsräumen der TAZ gelandet wären. Mit 20 anderen Neugierigen hätten Sie dort die Geburtsstunde des CHAOS COMPUTER CLUBS miterlebt.

Ihre Grundsätze: Informationsfreiheit, Dezentralisierung, Schutz privater Daten
Ihr Ruf: berüchtigt
Ihre Welt: der Computer und das Internet
Und genau dort sind sie zu finden. Auf unzähligen Webseiten.
Informationen, Meinungen. Kommentare. Aufrufe. Aktionen.
Um über sie zu schreiben, muss man nicht mal einen Hacker treffen. Vor 30 Jahren wäre das ein heikles Unterfangen gewesen. Hacker waren soziale Außenseiter, arbeiteten anonym und wurden nicht all zu selten als kriminell verschrien. Die Mitglieder des CHAOS COMPUTER CLUB, kurz CCC, gelten in Deutschland heutzutage als die strahlenden Ritter unserer Informationsgesellschaft. Im Gegensatz zu ihren internationalen Kollegen sind sie zwar anerkannt, aber immer noch ernstzunehmende Computerhacker. Nur eben ein bisschen seriöser. Mittlerweile schreiben Mitglieder des CCC Expertisen für das Bundesverfassungsgericht, beraten bei der Erstellung der Datenschutzgesetze, nehmen an wichtigen Gesprächen in Berlin teil oder schreiben Leitartikel für die FAZ. Sie mischen sich überall da ein, wo unsere Ermittlungsbehörden handlungsschwach sind oder an ihre Grenzen stoßen, weil technische Entwicklungen immer schneller und umfangreicher werden. Kein Problem für den CCC. Der Verein geht mit der Zeit. Seine Devise heißt nicht glotzen, sondern handeln. Als man sich zum Beispiel noch per Telefon und Akustikkoppler in die Datenwelt einwählte, entwickelten die Hacker des CCC einen selbst gebauten Akustikkoppler, das DATENKLO. Seinen Namen verdankt er dem Spülbecken-Verbinder einer Toilette. Die Bauanleitung zu dieser Technikinnovation ist in der HACKERBIBEL nachzulesen. So heißen die zwei Ausgaben der hauseigenen Publikation des CCC. Beide stammen aus den 80igern. Ganz schön lange her. Wir fragen uns, ob da wohl noch ein paar Kapitel dazu kommen?

Kreative Eigenbauten wie das Datenklo dienen natürlich nur dem Schutz unserer Informationswelt. Da folgt der CCC einer ernstzunehmenden Daten-Ethik. Ist sie in Gefahr, weil es staatlichen Kontrollinstanzen an Einfluss und Ressourcen fehlt, tritt der CCC in Aktion. Manchmal müssen sich die virtuellen Kämpfer trotz ihrer Hilfestellung in Sachen Sicherheitslücken auch verbitterter Kritik stellen. In Form eines Innenministers zum Beispiel. Thomas de Maizière kommentierte das Aufdecken diverser Sicherheitsmängel bei dem elektronischen Personalausweis durch den CCC mit einer überaus schlauen Schlussfolgerung: „Irgendwelche Hacker mögen immer irgendwas hacken können.“
Das ist richtig.
Gott sei Dank.
Denn so können die Schwächen unserer Datenwelt aufgedeckt und behoben werden.

Aktuell äußerte sich der CHAOS COMPUTER CLUB zu einem offenen Brief von 51 Tatort-Autoren. Damit Sie selbst den – wie wir finden – amüsanten Austausch lesen können, haben wir beide Schreiben als PDF am Ende des Artikels bereitgestellt. In einem offenen Brief an die Grünen, Die Linke, die Piratenpartei und Fachausschüsse des Bundestags machten sich die Krimischreiber ordentlich Luft. Eher eine Klageschrift als eine antreibende Kritik. Ihnen geht es um die beispiellose Ungerechtigkeit in der Netzwelt.
So bezeichnet man also heute das Internet?
Netzwelt.
Und der CCC?
Wir sind uns sicher, dass er zuerst mit professioneller Sachlichkeit antworten wollte. Doch die augenscheinliche Internetblindheit der Autoren verleitete sie, eine ordentliche Portion Wahrheit, etwas Sarkasmus, viel Humor und Genervtheit beizumischen. Nicht ganz zufällig antworteten 51 CCCler. Sie machten darauf aufmerksam, dass auch sie durchaus Urheber seien, denn als Programmierer, Hacker, Gestalter, Musiker und Autoren erschaffen sie ebenfalls Content, der im Netz seinen Usern unentgeltlich zur Verfügung steht.

Und wir?
Das Internet oder – um es mit den Worten der Tatort-Autoren zu sagen – die Netzwelt, ist eine freie Welt und das soll sie bleiben. Denn sind wir mal ehrlich: Wo können wir weltweit mit unseren Anliegen so viele Menschen mit nur einem Klick erreichen? Wo können wir mit Worten, Musik, Bildern Millionen Menschen gleichzeitig berühren, inspirieren, wach rütteln und bereichern? Im Internet können sich Ideen, Gedanken und Träume frei entfalten, einfach nur existieren, ohne subjektive Kritik, ohne allgemein gültige Zensur. Hier zählt jede Meinung, so klein sie sei. Internet ist Kultur und Kommunikation und Kunst. Natürlich sollen auch hier persönliche Rechte respektiert werden. Aber das Internet auch. Wer es nutzt, sollte seine Vorzüge erkennen und begreifen. Sie sind nicht von der Hand zu weisen und wir würden uns wünschen, dass endlich ALLE erkennen, wie profitabel sie sind.

OFFENER BRIEF DER TATORT-AUTOREN
Quelle: www.drehbuchautoren.de

ANTWORT CHAOS COMPUTER CLUB
Quelle: www.ccc.de

FOODBLOGs

STIRBT DAS GEDRUCKTE WORT?

Immer mehr Menschen laden sich ihre Lektüre auf kleine, handliche Geräte. So haben sie jederzeit und überall eine gewaltige Masse an Lesestoff parat. In unserer modernen Zeit reicht ein Buch in der Handtasche schon längst nicht mehr. Nur mit der digitalen Büchervielfalt ziehen wir vertrauensvoll in den Kampf gegen die Langeweile. Ob wir tatsächlich mehrere „Bücher“ oder nur ein paar Seiten lesen, spielt am Ende keine Rolle.
Man hat, was man hat.
Oder: Man ist man, was man hat?
Was sind wir?
Modern?
Einfallsreich?
Wie wäre es mit verspielt?
Wir lieben den Luxus, den uns Technik im Alltag bieten kann. Das Internet zum Beispiel hat inzwischen beinahe jeden privaten Bereich unseres Lebens infiziert. Kommunikation, Shopping, die Suche nach der großen Liebe, Wissensdurst, Unterhaltung und sogar ärztlicher Beistand ist online möglich. Jetzt marschiert das Internet direkt in unsere Küchen. Auf seiner Schusslinie steht das Kochbuch. 

Exemplare von Tim Mälzer bis Jamie Oliver hausen von nun an als eingestaubte Geister in vergessenen Regalen und Küchenecken. Der FOODBLOG kommt und ersetzt die altmodischen Rezeptsammlungen. Die flimmert von nun an auf bunten Webseiten. Mehr noch! Dort gibt es raffinierte Kochtipps, Gewürzideen und professionelle Küchentricks. Und das Beste! In einem FOODBLOG kann jeder mitreden – ob Profi oder Anfänger. Einzige Voraussetzung ist die Liebe zum Kochen und Essen.

Googelt man den Begriff FOODBLOG bietet sich uns eine Auswahl von nahezu 710 000 Seiten. Dabei handelt es sich neben tatsächlichen Blogs auch um Artikel zum Thema und jede Menge Foren. Der FOODBLOG scheint sich größter Nachfrage zu erfreuen. Kein Wunder, ein Blog kann von jedem Internetkundigen betrieben werden. Die Themen kennen weder Grenzen noch Fantasielosigkeit.

Seit Mitte der 90iger ist der BLOG ein beliebtes Internetinstrument, sich auf sehr persönliche Weise mit anderen Usern weltweit auszutauschen. Der Ausdruck BLOG ist eine Wortneuschöpfung. In Deutschland steht er erst seit 2006 offiziell im Duden. Gedanklich setzt sich BLOG aus „WORD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zusammen. Letzteres bezeichnet nichts anderes als ein Tagebuch. Seinen Ursprung hat das LOG BOOK, zu Deutsch Logbuch, in der Seefahrt. Es fungierte als eine Art Reiseprotokoll. Für das Internet wurde aus „WORLD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zunächst der WEB-LOG. Ende der 90iger führte der Webdesigner Peter Merholz die Abkürzung BLOG ein, die sich schnell verallgemeinerte. Der Amerikaner Jorn Barger benutzte diese Bezeichnung auf seiner Webseite und wird seit jeher als erster richtiger BLOGGER benannt.

Im Internet gibt es nichts Freieres als einen BLOG. Dieses persönliche Online-Tagebuch bietet den idealen Raum für jede Art von Meinung. Publikationen in Sachen Kultur, Wirtschaft, Sport und Politik stehen auf gleicher Ebene mit Liebeskummer, Starkult, Witzen, Mode oder Essen. Natürlich sind Blogs wie jede andere Webseite auch den allgemein gültigen Gepflogenheiten des Internets unterworfen. Wider der allgemeinen Auffassung, Blogs seien unbedeutend und amateurhaft, entfalten sie ihre Möglichkeiten vor allem ausgerechnet in politischen Belangen. International nutzen immer mehr Journalisten seine Online-Macht. Aus menchenrechtsverletzenden Ländern wie China, Syrien oder Iran bloggen Reporter ihre Erfahrungen in die weite Welt. Hier können sie sich frei von jeder Zensur zu Wort zu melden. Dazu führt natürlich auch die Verletzung der Pressefreiheit. Journalisten flüchten ins Internet und tragen dort ihre Kämpfe aus.

Bei Google ruft der Begriff BLOG 13 030 000 000 Seiten auf. Dagegen erzielt das Kochbuch nur 4 290 000 Treffer. Kochen und Essen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Dabei geht es nicht nur um reine Nahrungsaufnahme sondern auch um Genuss. Könnte das der Grund für die vielen FOOD BLOGS sein? Die Lust auf noch nie erlebte Würze. Der Durst auf berauschende Frische. Der Hunger nach dem Geschmack anderer Länder.

FOODBLOGS boomen. Kein Wunder, dass ihnen die Münchener Kulturzeitung MÜNCHENER FEUILLETON einen eigenen Artikel widmet. In der Juniausgabe vergleicht sie FOOD BLOGs mit Kochsendungen, bemerkt ihre Popularität und würdigt ihre Schöpfer. Nicht zuletzt weil sich der angesehene Gastronomiekritiker Wolfram Siebeck zuerst bissig über FOOD BLOGs äußerte, nur um dann ein halbes Jahr später selbst einen zu eröffnen. So schnell kann sich eine Meinung ändern. Wie auch immer, es scheint ein erfolgreiches Phänomen zu sein. Phänomenal ist auch, dass die Frauenzeitschrift BRIGITTE 2011 einen Food-Blog Award veranstaltete. NEW KITCH ON THE BLOG heisst der Gewinner. Wir finden: Ein sehr kreativer Titel, die Seite sieht dagegen eher unscheinbar aus. Nun BRIGITTE wird’s wissen. 2012 lockte die Frauenzeitschrift nun mit einem Kreativ-Blog Award.
Was das ist?
Keine Ahnung! Am 15. Juni war es soweit. Vielleicht werden Sie ja zum Blogger und finden selbst heraus, wer gewonnen hat

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SPIEL TRIFFT COMPUTER – Tennis for two

SPIEL TRIFFT COMPUTER _ DIE REISE DER DIGITALEN SPIELE – Tennis for two

Am Tag der Offenen Tür des Kernforschungszentrums “Brookhaven National Laboratory” präsentierte der Physiker William Higinbotham 1958 in einer dafür vorgesehenen Turnhalle das wohl erste Computerspiel der Welt: TENNIS FOR TWO.
Higinbotham stellte dafür einen Analogcomputer und ein kleines Oszilloskop bereit. Bedient wurde das Spiel über zwei kleine Steuerarmaturen in Form silberner Kästen. Das Drücken des darauf befindlichen Knopfes ermöglichte das Schlagen des Balles, ein grober, runder Griff beeinflusste den Winkel.

1962 folgte SPACE WAR, das sich als tatsächlich erstes wahres Computerspiel versteht. Seine Erfinder Wayne Witanen, J. Martin Graetz und Steve Russel müssen unglaublich stolz gewesen sein. Es war für den PDP-1 (Programmed Data Processor) entwickelt worden und verbrauchte 9 KB. Der PDP-1 war der erste Mini-Computer, obwohl diese Bezeichnung nichts mit seinem Äußeren zu tun hat. Wer einen PDP-1 gesehen hat, weiß, dass er ein wahrer Riese war. Erfunden wurde er 1960 von der Firma DEC. Zu seiner Zeit war er das Modernste des Modernen.
In dem Spiel SPACE WAR konnte man zwei Raumschiffe die Sonne umkreisen lassen. Ziel war es, das gegnerische Raumschiff abzuschießen oder in die Sonne zu stürzen. Problem: Das Gravitationsfeld der Sonne zog alles an: Raumschiffe und abgefeuerte Geschosse.

ODYSSEY. So lautet der Name der ersten Spielkonsole für den Heimbedarf, für welche 1968 zum ersten Mal ein Videospielpatent vergeben wurde. Sie erschien allerdings erst 1972 auf dem Markt, obwohl ihr Erfinder Ralf Baer mit Hilfe von Bob Tremblay bereits 1968 einen Prototyp entwickelt hatte. ODYSSEY bot eine kleine amüsante Auswahl diverser Spiele.

1972 gründeten Nolan Bushnell und Ted Dabney am 27. Juni ihre Firma ATARI. Ihnen verdanken wir PONG. Zwei dünne Balken, rechts und links, müssen immer und immer wieder einen Ball treffen. Keep it simpel, dachten sich die Erfinder. In kürzester Zeit lancierte PONG zum populärsten Videospiel der 70iger und vieler Generationen danach. PONG ist aber nicht das einzige Erfolgsspiel von ATARI. Kluge Köpfe wie z. B. Steve Jobs entwickelten weitere Spielabenteuer wie BREAKOUT, TANK oder SHARK JAWS. Letzteres punktete mit den ersten animierten Spielfiguren.

1976 sorgte DEATH RACE 2000 für Aufsehen. Nach diversen Neuentwicklungen in Sachen Hardware und Spielgestaltung, brach eine Diskussion über Gewalt in Computerspielen aus. Ziel in DEATH RACE 2000 war es möglichst viele Strichmännchen mit dem Auto zu überfahren. Obwohl die Figuren nicht menschenähnlich erschienen, zerriss die Presse das Spiel. Konsolenfans schien das jedoch nicht abzuhalten. Auch dieses Spiel wurde ein Renner.

1979 wurde die Spielewelt erneut aufgewühlt. ULTIMA erschien. Der Vorreiter eines jeden Rollenspiels bestach mit seinen innovativen Ideen, die nie langweilten und immer überraschten. Noch heute kann man ULTIMA spielen, hauptsächlich online. Figuren, Szenerie und Themen sind nach wie vor brisant und es lohnt sich, einen Abstecher in die ULTIMA WELT zu unternehmen.

Jeder kennt den PAC-MAN. 1980 war sein Jahr. Er bot eine willkommene Alternative zu den Baller- und Rollenspielen. Der PAC-MAN war die amerikanische Version des japanischen PUCK-MAN. Der Titel entsprang aus der japanischen Lautmalerei PAKU PAKU. Das bedeutet auf Deutsch ungefähr “wiederholt den Mund öffnen und schließen”. Die japanische Lautmalerei hat eine lange Tradition und dient den Kindern bei der Findung einer richtigen Aussprache. Da den Amerikanern allerdings PUCK zu sehr nach FUCK klang, änderte man den Namen. Im Spiel frisst sich der PAC-MAN auf der Flucht vor Gespenstern durch unzählige Labyrinthe. Wieder mal simpel. Vielleicht hat es das Spiel deswegen bis heute als KULT überlebt.

1981 tauchte nicht nur der erste richtigen Computer auf, sondern auch ein Gorilla in der Spielewelt. Startschuss für DONKEY KONG. Das erste erfolgreiche Spiel der Firma NINENTENDO, die bald mit SUPER MARIO, POKÉMON und ZELDA auftrumpfen würde. Das Spiel begründete ein neues Genre: Jump’n’Runs.

1989 kommt NINTENDO dann mit einem kleinen handlichen Gerät daher. Der kleine Bursche nennt sich GAMEBOY und verhilft einem anderen Spiel zum Kultstatus. TETRIS. Es wurde 1984 von dem russischen Programmierer Alexei Paschitnow entwickelt. So richtig bekannt machte es die Auslieferung der GAMEBOYs.

1993 erfuhren weltweit Computerspieler eine Sensation. Der Ego-Shooter DOOM platzte auf dem Markt. Ein 3D-Game der Superlative. Es läutete nicht nur eine neue Zeit für die Spiele-Welt ein, sondern auch ein ständiges Wettrennen der Spiele-Hersteller. Ab sofort wollten die Games echter, brillanter, innovativer und einzigartiger sein. In Deutschland geriet DOOM zunächst unter Beschuss und schließlich unter Verschluss. Aufgrund der Brutalitäten wurde es für erstmal zurückgehalten und galt als jugendgefährdend. Bis heute gibt es in Sachen Ego-Shooter hitzige Diskussionen.

1995 erscheint abermals eine neue Generation der Spielkonsolen. PLAYSTATION – dein Platz zum Spielen. Obwohl die Spielkonsole von Anfang an ein voller Erfolg zu sein schien, stellte der Hersteller mit der dritten Version 2006 die Produktion ein. Geblieben ist ihr Ruhm, denn SONY schaffte es damals den langjährigen Marktführer und Konkurrenten NINTENDO von seinem Thron zu stürzen.

Bis heute hält sich die Nachfrage nach der Playstation III. Gefolgt sind ihr die Wii 2 und die X-BOX. Auch online finden sich viele Gamer und frönen ihrer Lust nach Spielen jeder Art. Ob auf dem Handy, dem Rechner, der Spielkonsole oder auf dem Brett – Spiele sind hin und wieder unterhaltsame Ablenkungen. Bestenfalls killen sie die Langeweile und dann heißt es GAME OVER.

PAPIER vs DIGITAL

Artikel für Artikel.
Hintergründe & Neuheiten.
Wir informieren, berichten und klären auf.

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PAPIER vs DIGITAL 21.04.2012

Ein informatives Nachschlagewerk über ein Produkt ist in Deutschland unter vielen Namen bekannt: Handbuch, Gebrauchsanleitung oder Bedienungsanleitung sind nur einige wenige Beispiele. Sie alle dienen dem Zweck der technischen Dokumentation. Der Hersteller liefert wichtige Informationen zur richtigen Verwendung und Behandlung seines Gerätes oder Produktes. Seit Ende der 80iger gilt dies als Hauptleistungspflicht des Verkäufers. 1999 wurde der Umstand, ob es denn nun als tatsächliche Pflicht anzusehen sei, erneut diskutiert und bestätigt (Urt. v.22.12.1999, Az.: VIII ZR 299/98).
Damals blätterte der Verbraucher noch in einem Bündel Papier, heute finden wir unsere Produktinformationen in der digitalen Welt. Manchmal sind sie auf eine CD gebrannt, stecken im Gerät selbst oder können online runter geladen werden. In jedem Fall ist die digitale Bereitstellung nicht nur kostengünstig sondern auch flexibler. Mögliche Updates kommen Hersteller und Verbraucher zu Gute. Bisher gibt es keine einheitliche Rechtssprechung, die festlegt, ob als Papier oder digital. Während bei simplen Produkten eine digitale Anleitung als ausreichend gilt (Urt. v. 28.05.1999, Az.: 13 S 16/98), wird sie bei komplizierten, spezifischen Produkten als mangelhafte Verpflichtung bewertet.

Vielleicht ist es einfach eine Frage des Geschmacks. Solange jede Anleitung in druckbarer Form vorliegt und Sie als Verbraucher einen zuverlässigen Druckpartner finden, dürfte die digitale Betriebsanleitung kein Problem sein. Und wie ist es PAPIER vs DIGITAL.

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UNSER BLOG – UNSER WISSEN

Herzlich Willkommen liebe Blog-Leser

Ein Blog hat viele Gesichter. Mittlerweile versteht er sich nicht nur als eine Art Online-Tagebuch. Ein Blog bietet Wissen, teilt Meinungen, versprüht Ideen, gibt Kritiken und verkündet Neuigkeiten. Eins unterscheidet ihn von einem herkömmlichen Tagebuch, einem Magazin oder einem Artikel. Er bietet Platz für Kommentare. Somit kann jeder lesen und gelesen werden.

Der SLMS BLOG soll nicht nur uns die Möglichkeit bieten, Inhalte ins Web zu stellen. Uns interessieren vielseitige Gedanken. Neue Gedanken. Ihre Gedanken. Die Welt des Internets, die Wandelbarkeit moderner Medien und Technik erlauben es immer mehr, dass einstige Phantasien Wirklichkeit werden. Unmöglich wird möglich –  sei es nur im Kopf, im Traum oder im SLMS BLOG.

Ihr SLMS TEAM

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