Mäzen alias Maecenas

mäzen

GAIUS CILNIUS MAECENAS war der wahrhaft erste engagierte Förderer von Kunst und Kultur.
Ein Gönner. Auf sein Wirken bassiert der heute immer selten gehörte Begriff Mäzen.

Der Vertraute und politische Berater des römischen Kaisers AUGUSTUS wurde am 13. April 70 v. Chr. in Arretium geboren. Die unterschiedlichen Einflüsse väter- und mütterlicherseits verführten den vermögenden und Genuss liebenden MAECENAS zur Dichtkunst. Dafür erntete er vor allem von dem römischen Philosophen SENECA heftige Kritik. Zu wünschen ist, dass sich MAECENAS diese nicht allzu ernst genommen hat, denn der altkluge SENECA lebte selbst in seiner ganz eigenen idealen Welt. So scheiterte sein utopischer Versuch, den rücksichtlosen Kaiser NERO in einen strahlenden, ehrenhaften Staatsmann zu verwandeln, in politischer Verschwörung und Selbstmord.

MAECENAS war in seinem Bestreben, einen Kaiser mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, bedeutend erfolgreicher. Kaiser AUGUSTUS, Großneffe und Haupterbe des GAIUS JULIUS CÄSAR, führte das Römische Reich in eine einzigartige Blütezeit. Er duldete weder Korruption noch Ausschweifungen, schützte den Frieden, sorgte für Wohlstand im Volk und spendete nicht zuletzt seine eigenes Geld, wenn Not herrschte. Ein vortreffliches Vorbild, nicht nur für MAECENAS, der junge Dichter und Künstler seiner Zeit mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gern unterstützte. Dieses Engagement hat nicht nur beeindruckende Dankes-Gedichte jener Künstler hinterlassen sondern auch das Mäzen- tum schlichtweg. Es beschreibt das wohlwollende Wesen eines MAECENAS: Ein großzügiger Menschen, der Kunst und Kultur liebte und sie mit finanziellen Mitteln förderte.

Ob Sie es glauben oder nicht, aber Gönnern wie MAECENAS haben wir die größten und bedeutendsten Kunst-, Kultur- und Wissenswerke der Geschichte zu verdanken.
PUBLIUS VERGILIUS MARO besser bekannt als VERGIL, der Verfasser der AENEIS, verdankt seine schriftstellerischen Freiheiten MAECENAS.
Künstler wie BOTICELLI, MICHELANGELO oder LEONARDO DA VINCI profitierten von den Beziehungen der Familie MEDICI. Der wohlhabende Klan ermöglichte zusammen mit anderen italienischen Kaufleuten und Bankiers die erfolgreiche Durchsetzung der Kunstepoche Renaissance. Außerdem sorgten sie für den rasanten Aufstieg der Städte Florenz, Venedig, Mailand und Genua zu einer kulturell, wirtschaftlich starken Metropole.

Der als Sonnenkönig bekannt gewordene Ludwig XIV. liebte Prunk, Schönheit und nicht zuletzt Wissen. Der Mann des Grand Siècle (Großes Zeitalter) suchte immer wieder nach den besten Künstlern aus Musik, Literatur, Malerei oder aber auch aus Architektur und Wissenschaft, die er zu sich an den Hof rufen ließ. Dank ihrer Fähigkeiten wollte der Sonnenkönig vor seinem Volk glänzen. Während seiner Herrschaft wurden diverse Akademien gegründet, darunter die Akademie der Wissenschaften (1666) und die heute als OPÉRA DE PARIS bekannte Akademie der Musik (1672). Das Mäzentum des Sonnenkönigs genoss vor allem der italienische Komponist GIOVANNI BATTISTA LULLI bekannt als LULLY, der Theaterrevolutionär und Dramatiker MOLIÈRE oder der Fabelerzähler JEAN DE LA FONTAINE.

Mäzen Goethes

Großherzog KARL AUGUST VON SACHSEN-WEIMAR-EISENACH lernte mit 17 Jahren den damals bereits berühmten JOHANN WOLFGANG VON GOETHE kennen und förderte den deutschen Dichter fortan, der ihm auch ein guter Freund wurde.

So geht es weiter, von Jahrhundert zu Jahrhundert, bis in die heutige Zeit.
Während sich die stolzen Mäzenen vergangener Epochen gern mit ihrem Engagement schmückten, sind die Mäzenen heutiger Epoche still und zurückhaltend. Vielleicht auch, weil ihr Kreis immer kleiner wird und ihre Wichtigkeit an Bedeutung verliert. Auf jeden Fall nehmen immer weniger Menschen privates Vermögen in die Hand, um damit Kunst, Kultur oder Wissenschaft zu fördern. Nicht zuletzt mag dies auch an der Veränderung des Einflusses bildender Künste oder geistiger Gebilde wie etwa Recht, Moral, Religion, Wirtschaft und Forschung liegen. Aber das ist ein anderes Thema.

Nach dem großen Vorbild MAECENAS sind zwei Preise ins Leben gerufen worden, die den Einsatz von Mäzenen ehren. Vielleicht spornt dies den einen oder anderen an!

Mäzen Preise

MAECENAS (seit 1989)
Der österreichische Kultursponsoringpreis wird jährliche durch die Initiativen Wirtschaft für Kunst (IWK) in Kooperation mit dem ORF vergeben.

DIE MAECENAS-EHRUNG des AsKI e.V. (seit 1989)
Der Preis wird jährlich in Form eines Kunstwerkes durch eine unabhängige Jury vergeben, seit 2003 in Form der Bronzeplastik des Bildhauers Manfred Sihle-Wissel.

GEZ NOCH?

GEZ NOCH ODER GEZ IRGENDWANN BESSER?

Ab dem 1. Januar 2013 heißt es für jeden einzelnen Deutschen:
Eine Wohnung – ein Beitrag!
Wofür?
Gute Unterhaltung.
Aus dem Radio, Fernsehen oder Computer.
Das Beste?
2013 spielt es keine Rolle mehr, wie viele technische Unterhaltungsgeräte sich in Ihrem Haushalt, Betrieb oder Unternehmen befinden oder ob überhaupt.
Und auch sonst spielt in Sachen Rundfunkgebühren nichts mehr eine Rolle.
Ob wir wollen oder nicht, ab dem 01. Januar sind monatlich 17,98 EURO fällig.
Ein neuer Rundfunkbeitragsstaatsvertrag verpflichtet uns zu dieser Gebühr und appelliert an unser Verständnis. Schließlich sind die Öffentlich-Rechtlichen im Gegensatz zu den privaten Fernsehsendern verfassungsgerichtlich mit einem Grundversorgungsauftrag betraut. ARD, ZDF (Arte, 3Sat, KIKA, Phoenix) und das Deutschlandradio sind verpflichten, Kunst, Kultur, Geschichte, Soziales, Politik, Information und Wissen in unsere Wohnzimmer zu liefern. Um ein solches für uns unterhaltsames Programm gestalten zu können – und wir alle sehen tagtäglich, wie schwer dies zu sein scheint – werden Gelder benötigt.
Genau da kommen wir ins Spiel.
Schließlich geht es um eine Dienstleistung, die uns erbracht wird, oder?

Seit 1923 zahlen wir Rundfunkgebühren, denn seit damals ist in Deutschland eine regelmäßige Rundfunkübertragung möglich, wenn zunächst nur mittels Radio. 1924 sind es circa 500 000 Deutsche, die sich bei der Post angemeldet haben und für eine Stunde Radio pro Tag jährlich 350 Milliarden Papiermark bezahlen. Diese immense Summe liegt natürlich der Superinflation zugrunde, die seit 1914 aufgrund der Kriegsfinanzierung das Geld stetig entwertet. In Berlin kostet ein Liter Vollmilch circa 280 Milliarden Mark, ein Kilo Kartoffeln 80 Milliarden Mark, eine Theaterkarte eine Milliarde Mark. Radio kann und will sich nicht jeder leisten. Das Fernsehen erobert unsere Wohnzimmer erst viele Jahre später, in den 30igern.
Heute sind es – laut GEZ – tatsächlich beinah 90 Prozent aller Deutschen, die ihre Rundfunkgebühr brav zahlen.
Komisch.
Hört man doch immer wieder von den vielen schwarzen Schafen?

2013 wird sich wohl für die meisten Rundfunkgebühren-Zahler nicht besonders viel ändern. Es sind Betriebe und Unternehmen, die an der neuen Einführung zu knabbern haben. Die GEZ verschickt bereits fleißig ihre Fragebögen und schon sehen die ersten Unternehmer erheblichen Mehrkosten auf sich zurollen.
Denn:
Die Höhe des Beitrags richtet sich künftig nach der Zahl der Betriebsstätten, der Beschäftigten und der Firmenfahrzeuge. Es geht also mit Nichten überhaupt nicht mehr um die Geräte, die das Ergebnis des Grundversorgungsauftrages der Öffentlich-Rechtlichen an uns übermitteln.
Radio, Fernseher und Computer sind nur Geräte. Ein Stück Technik.
Es geht darum, dass alle bezahlen.
Oder?
Ein simples Rechenbeispiel der Süddeutschen Zeitung zeigt auf, was das in Zukunft bereits im Kleinen bedeuten kann.
Gehören zu einem Betrieb zwei Autoradios, werden derzeit 35,94 EURO pro Quartal geleistet. In Zukunft zahlt jener Betrieb einen Pauschalbetrag für die Betriebsstätte und die Mitarbeiter von 125,85 EURO.
Mit oder ohne Radios.
Wie sieht das wohl für Großunternehmen aus?

Solche Rechenbeispiele tragen natürlich nicht unbedingt für die gewünschte Verbesserung des Images der GEZ oder der Rundfunkgebühr bei. Dabei soll doch alles einfacher und fairer werden?
Für wen eigentlich?
Na für Sie!
Und Sie!
Wenn Sie wollen, für uns alle!
Auf jeden Fall für die Öffentlich-Rechtlichen.
Endlich eine Gebühr mit gutem Gewissen.
Ohne Gerüchte und Mythen.
Was haben wir da nicht alles zu hören und zu sehen bekommen!
Peilwagen, die TV-Geräte von Schwarzsehern orten.
Adressankäufe von Adresshändlern.
Gebührenfahnder mit fiesen Tricks.
Drohungen – in Briefform oder Werbeform, wie dieser:

Sie lachen darüber?
Ja, wir auch!
Doch wenn wir an Januar und unserer unumstößlichen Pflicht von 17,98 EURO denken, vergeht uns das Lachen. Seit dem Beschluss des neuen Rundfunkbeitrags- staatsvertrages, welcher am 16. Dezember 2011 abschließend ratifiziert wurde, stöhnen wir alle gleichsam laut auf.
Verstößt er nicht an vielen Stellen gegen unser Grundgesetz?
Was wird aus unserem Recht, frei zu entscheiden?
Mitzuentscheiden?
Wieviele Gebühren muss ein Deutscher im Durchschnitt erdulden?
Wann kommt die nächste Inflation und verwandelt Unterhaltung aus Radio und TV erneut in eine Luxus-Dienstleistung?
Und was sagt die Presse dazu?
Jede Menge. Wie immer.
Seit einiger Zeit flattern die kritischen Artikel nur so durch die Gazetten.
Während diese laut posaunen und Gegenstimmung machen, äußern die Initiatoren und Verfechter des neuen Beitrages Kritik an jener Berichterstattung.
Ausgerechnet die bedrohten Printmedien äußern sich so zweifelhaft kritisch. Der Verdacht einer nahezu idealen Chance auf eine Kampagne gegen das Fernsehen steht im Raum.
Das Fernsehen, dass allen Printmedien seit Jahren ein Dorn im Auge ist.
Diese Meinung ist den Beitragsbefürwortern nicht objektiv genug.
Unsere zählt nicht.
GEZ NOCH?
Nach Meinung der Politik und der öffentlich-rechtlichen Sender ist der neue Rundfunkbeitrag nötig, einfach und viel fairer verteilt.
Wir sagen: Machen Sie sich am besten selbst ein Bild!
Hören Sie auf niemanden als auf sich selbst!
Das A und O sind Informationen!
Nehmen Sie nicht einfach die Änderung hin!
Wir dürfen nicht bei dem Unterhaltungsprogramm unserer Fernsehsender mitreden, warum dann nicht die Preisgestaltung des Rundfunkbeitrages mitbestimmen?

Wir empfehlen eine Seite, auf der sich das Empören über die Vertragsdetails Luft macht,

GEZ ABSCHAFFEN?

Infos zum neuen Rundfunkbeitrag finden Sie hier

DER NEUE RUNDFUNKBEITRAG

und bis Januar 2013 können Sie die GEZ auf ihrer derzeitigen Seite besuchen!

DIE GEZ

ZEITARM

ZEITARM

„Machst du auch mal was langsam?“
„Wie meinst du das?“
„Ich höre in beinah jedem Satz von dir ‚SCHNELL‘.
Ich flitze mal schnell zum Bäcker.
Ich spül’ schnell das Geschirr.
Ich schreib das noch schnell zu Ende.
Also.
Machst du auch mal was langsam?“

Diese Frage hat mich aus der Bahn geworfen.
Machte ich denn irgendwas langsam?
Auf die Schnelle habe ich nichts gefunden.
Das hat mir Angst gemacht.
Ich habe mich beobachtet.
Bereits am Morgen stand ich schnell auf, jagte förmlich aus dem Bett.
Ich schüttete Tee in den Schlund meines Halses, so als wäre ich monatelang durch Wüsten gewandert.
Ich raste durch die Straßen, als ginge ich auf heißen Kohlen.
Ich las, redete, wünschte, atmete und dachte in Blitzgeschwindigkeit.
Das Fazit:
Die Hälfte ging an mir vorbei ohne haften zu bleiben.
Nur das Wichtige klebte an mir.
Das Notwendige, Unausweichliche, Bedingte.
Ich zog die Notbremse und blieb erst einmal stehen.
Stumm. In mich lauschend.
Das fühlte sich gut an.
Stehenbleiben auf Dauer kam trotzdem nicht in Frage.
Langsam, nicht schnell, versuchte ich meinen eigenen Rhythmus zu finden.
Das war und ist nicht leicht.
Ganz und gar nicht.
So schnell will er sich nämlich nicht finden lassen.
Der Rhythmus meiner Zeit.
Außerdem kam nun noch ein ganz anderes Problem auf mich zu.
Wenn du dich langsam, bewusst und allumfassend durch den Alltag kämpfst, bewegt sich alles andere und bewegen sich alle anderen in Atem stockender Lichtgeschwindigkeit UND DAS NERVT!
Die meisten von uns, du.. du.. Sie.. Ihr.. wir.. sind zeitarm.
Beweise?

Ich sitze auf meinem alten Drahtesel und radel im Fluß des Straßenverkehrs zu meinem nächsten Termin. An der Ampel bleibe ich stehen, stelle aber fest, dass alle weiterfahren. Sie düsen an mir mit einer Selbstverständlichkeit vorbei, dass mich das Gefühl ereilt, das rote Ampelmännchen mir gegenüber sprühe vor Wut Feuerfunken.
Nur wenige Sekunden später starte auch ich los.
Es ist grün.
Auf meiner Weiterfahrt überhole ich den einen oder anderen Rotfahrer und frage mich, was sie gewonnen haben.
Zeit?
Vielleicht in ihrem Universum.
Da will ICH nie wieder sein.

Als ich mich mit einem heißen Kaffeebecher auf den Weg zu einer Freundin mache, möchte ich am liebsten das Handy in das nächste Gully-Loch fallen lassen. Sie übertönt meine erklärenden Worte mit einem gehetzten, bejahenden aber nicht zuhörenden, dafür antreibenden Aha.. aha.. aha.. ahaaa.
Ich sehe sie in Gedanken vor mir.
Sie steht in der Küche und starrt auf die große Uhr über dem Herd.
Der Sekundenzeiger dreht sich unaufhörlich.
Zappelt und zuckt.

Trotz ihrer Ungeduld, halte ich durch und komme zum Ende meiner Erklärung.
„Hast du verstanden, was ich dir vorschlage?“
Nicht mal ich bin mir noch sicher, was ich da eigentlich erzählt habe.
„Jaja. Komm einfach erstmal zu mir.“
JA JA.
Da wo ich groß geworden bin, sagt man gleich „Leck mich am Ar…!“
Ich weiß.
Sie meint es nicht so.
Auch sie ist zeitarm.
Zwischen ihren Fingern verrinnen die Stunden, Minuten und Sekunden des Tages förmlich in nur einem Augenblick, wie der Seifenschaum, der beim Händewaschen durch das klare Wasser weggespült wird.
Es scheint so, als habe die Welt eine neue Krankheit, die noch unentdeckt ist.
Wir sind von einem Virus infiziert worden, dass unsere Zeit angreift und scheinbar vor unseren Augen zersetzt.
Es ist nicht tödlich.
Aber schädlich.
Die Dimensionen sind erschreckend.
Selbst das Beantworten einer Email wird zum geistigen und körperlichen Supergau.
Freunde, Bekannte, Kollegen und Familie schaffen es scheinbar nicht einmal mehr auch nur einen Klick auf eine Webseite zu vollbringen.
Dabei dauert das nicht mal eine Sekunde.
Noch schlimmer sieht es mit der Zeit aus, um die wir sie bitten.
Etwas zu lesen.
Sich für etwas zu engagieren.
Unterstützung zu leisten.
Über etwas nachzudenken.
ABGELEHNT!!!
Die Zeit ist bereits verbraucht.
Benötigt.
Verplant.
Gespart.
Verbucht.
Alle haben so zu viel zu tun und das am Besten SCHNELL.

DIE KOMIKER SEITE – Jim Carrey

Jim Carrey – DIE KOMIKER SEITE

Der Beruf des Komikers ist so alt wie das Lachen.
Aber nur weil wir in der Lage sind, einen Witz gut zu erzählen und damit unser Gegenüber zum Lachen bringen, bedeutet das NICHT, dass wir TALENT zum Komiker haben.
Dazu gehört etwas mehr.
Scharfsinn.
Ein Blick für das Bedeutsame.
Das Verständnis für unser Gesellschaft, das Gestern, Heute und Morgen.
Bereits die Griechen unterschieden zwischen Komisch und Komik.
Letzteres wurden von ihnen zur Kunst erklärt.
Allerdings galt es eine Bedingung zu erfüllen.
Die Komik sollte zum Nachdenken anregen.
Ein kritischer Witz – könnte man sagen. Tiefgreifend. Wachrüttelnd.
Intelligente Komiker verwandeln sich in unterhaltsame Spiegel unserer Gesellschaft.
Das ist und war schon immer so.
Zu den Legendärsten unter ihnen zählen vor allem Charlie Chaplin, Stan Laurel & Oliver Hardy, die Marx-Brothers, Karl Valentin, Louis de Funès, Jerry Lewis, Peter Sellers, Bob Hope, Loriot oder Jim Carrey.

Jim Carrey?
Das überrascht sie jetzt aber?
Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass dieser Mann ein Multitalent ist?
Bevor der in Kanada geborene Allrounder ins Filmgeschäft einstieg, war er ein gefeierter Stant-up-Komödiant.
In Amerika hält man ihn sogar für einen würdigen Jerry Lewis-Nachfolger.
Bereits in der Schule hatte der quirlige Jim nichts anderes im Kopf als den Klassenclown zu spielen. Kulturgeschichtlich ist der Clown ein absolut stummer Komiker. Seine Gesten und Aktionen bringen die Menschen zum Lachen. Der wortlose Narr tritt im Zirkus auf. Kein Ort für Jim Carrey, dem es schon gar nicht liegt, dauerhaft still zu sein.
Im Alter von 15 quatschte er sich bereits durch die Comedy-Clubs Torontos. 1981 zog es in nach Los Angeles. Das feste Engagement im berühmten THE COMEDY STORE verschaffte ihm 1982 eine eigene TV-Show. Mit THE DUCK FACTORY startete also Jim Carrey seine Schauspielkarriere. Drei Jahre und 13 Folgen später engagierte ihn der Fernseh-Regisseur Howard Storm für seinen ersten und einzigen Kinofilm EINMAL BEISSEN BITTE (ONCE BITTEN). In der Horrorkomödie spielt Jim einen noch jungfräulichen Teenager, der seiner Freundin endlich an die Wäsche gehen möchte, dabei aber in die Fänge einer Vamipirin gerät.
Die Kritiker waren gnädig aber nicht begeistert.
Trotzdem.
Jim Carrey stand mit einem Fuß in der Tür zu Hollywood.
Inzwischen hat er allen weltweit bewiesen, dass er ein ernstzunehmender Künstler ist, nicht nur Schauspieler oder Komiker. Die vielseitigen Facetten menschlicher Gefühle, Humor und eine gute Gesangsstimme zeichnen den einstigen Klassenclown aus. Seine besondere Kreativität und umfangreiche Fantasie präsentiert auch seine offizielle Homepage.

JIMCARREY.COM
Wer das in die Adresszeile seines Internetbrowers eintippt, erlebt eine wahre Explosion der Möglichkeiten.
Zunächst aber zeigt sich ein schwarzer Bildschirm.
In die Mitte von diesem ist ein Spot gerichtet. Ein Wurm kriecht aus den Tiefen des Onlinekosmos hervor und rollt sich ein. Nichts weiter als ein amüsant gestalteter Ladeprozess für eine aufwendige, flashbasierte Homepage.

Die Startseite selbst ist eine Bilderkollage von Erinnerungen aus Jim Carreys Karriere, untermalt von einer liebgemeint schwermütigen Klaviermelodie. Unsere Blicke und Klicks begleiten extrem tierische Sounds. Wenn die Computermaus über einzelne Protagonisten dieser Startseitenwelt fährt, werden sie nicht einfach nur lebendig. Der staunende User wird zusätzlich noch von einer Soundwelle getroffen.
Auch das Anwählen der wenigen Unterseiten ist hollywoodreif inszeniert. Beeindruckend ist aber die Page, die uns Einblicke in Jim Carreys Leben gewährt. Man wird dort von einem übermenschlichen Auge empfangen, welches uns aber nicht direkt anblickt. In dem mit Adern durchzogenen Augenweiß, der sogenannten Sclera, verstecken sich die Informationen, die uns interessieren. Ein Lebenslauf und private Bilder. Das Auge ist auch hier das Fenster zur Seele. Dabei erinnert die Art und Weise der Darstellung – die Angaben offenbaren sich in der Pupille – an ScienceFiction-Szenen, in denen Roboter über ihre Auge eine Fülle an Informationen sehen und speichern können.

JIMCARREY.COM ist eine fantastische Webseite, die Wert auf liebevolle und künstlerische Details legt. Ihre bunten Effekte und Soundwelten sind humorvoll und unterhaltsam. So wie ihr Besitzer, der Komiker & Schauspieler Jim Carrey. Wir erfahren, dass er nicht nur sein Arbeit mit Humor nimmt sondern auch sein Privatleben. Eindrucksvoll demonstriert diese Homepage, das Internet unserer Kreativität vollkommene Freiheit lässt und unserem Bedürfnis nach Ausdruck keine Grenzen setzt. Online laden wir andere dazu ein, mit uns in unsere intimsten Tiefen zu tauchen, mehr von uns zu sehen und zu erfahren. Eine Hompage speichert diese persönlichen Informationen und ist somit eine Art virtuelle DNA: Ein Abbild unseres Sein und Schaffen in Bits und Bytes.

FACEBOOK STORY

IM REICH DES VIRTUELLEN SEINS

2004 begann eine Revolution Im Internet. Den bisherigen Herrschern über die Welt der sozialen Netzwerke drohte der Verlust ihres gemeinschaftlichen Thrones. Ein moderner Ritter in schimmernd blauer Rüstung fegte die alten Könige aus dem Sattel. Vorreiter wie CLASSMATES.COM, MYSPACE oder ORKUT zogen sich zurück und überließen fortan FACEBOOK die Führung über das Reich der Sozialen Netzwerke.

Ein ganzer Planet hat einen gemeinsamen Freund:
FACEBOOK
Darüber reden alle.
Aktuell interessieren sich die Kritiker für die schwächelnden Aktienkurse und die User für die Zwangseinführung der sogenannten Timeline, die am 28. August 2012 wohl für jedermann ein unausweichliches MUST BE sein wird. Weltweit sind 955 Millionen Mitglieder monatlich auf FACEBOOK online. Tendenz weiterhin steigend. Übrigens befinden sich von den 955 Millionen Menschen satte 81% außerhalb der USA und Kanada. 3976 Angestellte sind für den Weltkonzern im Moment tätig. Der Hauptsitz ist nach wie vor in Kalifornien. Allerdings liest sich das Register der Zweit-Büros wie ein Routenplan für eine Weltreise: Atlanta, Chicago, Dallas, Los Angeles, Miami, New York, Washington, Amsterdam, Sidney, Brussels, Dublin, Hamburg, Hong Kong, London, Madrid, Paris, Sao Paulo und viele, viele mehr.
FACEBOOK verbindet Kontinente, Länder, Städte, Firmen, Privatleute, Künstler und Fans. Sie alle wollen miteinander quatschen, chatten, posten – am Leben der anderen teilhaben, Geschäfte und Werbung machen, Aufmerksamkeit erwecken und manchmal ihr Intimstes bloßstellen. Verlockend sind Posting-Beiträge, die unser langweiliges Leben brachial aufdecken.

Harmlos?
Ja.
Es gibt Schlimmeres.
Egal. Darum geht es heute nicht.
Es geht darum, dass wir auf FACEBOOK machen und sein können, was und wer wir wollen. Denn FACEBOOK hat eine Vision:
Make the world more open and connected!
Ein Schlachtruf für eine moderne Netzwerkgemeinschaft.
Ein vielsilbiges Synonym für unser virtuelles Kommunikationsbedürfnis.
Und FACEBOOK ist unsere Lieblingsdroge.
Was aber bedeutet dieser Name und warum macht dieses simple Konzept einen Großteil aller modernen Menschen süchtig?

EIN BUCH VOLLER GESICHTER
Der Name FACEBOOK ist aus zwei unkomplizierten, englischen Wörtern zusammengesetzt.
FACE and BOOK.
GESICHT und BUCH.
Auch wenn diese beiden Vokabeln das Konzept von FACEBOOK perfekt umschreiben, fragen wir uns doch, wie der Name entstanden ist. Woher kommt dieser Zusammenschluss zweier Vorschulbegriffe?
Als Vorlage oder Ideengeber dienten dem Gründer Mark Zuckerberg die berühmten Jahrgangsbücher amerikanischer Universitäten. Alle neu ankommenden Studenten einer Hochschule erhalten ein gebundenes Exemplar, in welchem ihre Mitstreiter mit Foto und Namen aufgelistet sind. Die Amerikaner nennen diese Jahrgangsbücher FACEBOOKs. Eine alte Tradition, die vielleicht Mark Zuckerberg als frisch gebackener Student an seinem ersten Tag an der inzwischen über 375 Jahre alten Eliteuniversität HARVARD bewegt hat. Bis 2006 studierte er dort Informatik und Psychologie, gab sein Studium aber aufgrund des rasanten Erfolges von FACEBOOK ohne Abschluss auf.
Der als Nerd verschriene Mark Zuckerberg war bekannt für seine Programmierungskenntnisse. Ein Segen und Fluch zugleich, denn für den unscheinbaren Außenseiter waren diese nicht all zu selten eine Rückzugsmöglichkeit. Der junge Zuckerberg wollte dazu gehören, in eine Studentenverbindung eintreten, Teil des Campuslebens sein. Doch irgendwie wollte das alles nicht so richtig klappen. Erst durch sein außerordentliches Geschick für unterhaltsames Internet-Entertainment erregte er die Aufmerksamkeit seiner Mitstudenten.

DER FACEBOOK-URKNALL
Langeweile führt hin und wieder zur Rebellion. 2003 ist Mark Zuckerberg 20 Jahre und hat das Teenager-Sein erst kürzlich hinter sich gelassen. In diesem Alter dreht sich alles um Mädchen, Anerkennung und Erfolge. Vor allem persönliche Gefühle leiten unser Urteilsvermögen. Aus Trotz und falschem Stolz bastelt Mark Zuckerberg zum Beispiel in nur wenigen Stunden einer Nacht eine fiese Version eines Online-Jahrgangbuches. Er nennt es FACEMASH. Per Zufallsgenerator werden jeweils zwei Frauen-Fotos eingeblendet und die Studenten können die Attraktivität ihrer weiblichen Kommilitoninnen beurteilen. Allerdings ist das Bewertungssystem sehr fragwürdig und nicht zuletzt frauenverachtend. Trotzdem schläg es ein wie eine Bombe. In dieser einen Nacht führt das große Interesse an der Seite zu Problemen des Harvard-Netzes. Unverzüglich eliminiert die Universität die Seite. Ihr Erschaffer Mark Zuckerberg muss sich wegen Copyright-Verstößen rechtfertigen. Die Fotos hatte er – irgendwie logisch – natürlich ohne die Zustimmung der Frauen online gestellt. Aber welche der Damen hätte sich tatsächlich dazu bereit erklärt?

Dieser Erfolg blieb nicht unentdeckt. Die Winklevoss-Zwillinge sprachen den FACEMASH-Erfinder auf seine genialen Fähigkeiten an. Der Erfolg der Seite hat sie beeindruckt und sie glaubten in Zuckerberg den Richtigen für ihr eigenes Online-Projekt gefunden zu haben. Die als durch und durch Gentlemen bekannten Winklevoss-Brüder planten ein soziales Netzwerk namens ConnectU. Mark Zuckerberg sollte ihnen die Webseite programmieren. Allerdings sagte dem Internet-Nerd die Idee hinter dem Konzept nicht zu. ConnectU verstand sich als eine versteckte Datingseite. Das gefiel dem idealistischen Zuckerberg gar nicht. Er hielt die beiden irgendwie hin und entwarf sein eigenes Online-Netzwerk, dass einem Online-Jahrgangsbuch ähnelte. 2004 gründete er mit seinen Freunden Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes eine neue Online-Welt für Studenten: THEFACEBOOK.COM.

ALLER ANFANG IST LEICHT

Tag 1: 600 User
Mark Zuckerberg und seine Freunde konnten kaum glauben, wie schnell sich ihre Seite unter den Studenten herum sprach.
Das erste Layout war bereits damals in dem markanten Blau, welches heute zum Facebook-Markenzeichen gehört. Angeblich hat Mark Zuckerberg eine Rot-Grün-Sehschwäche. In der Symbolik verkörpert die Farbe Blau das Göttliche und steht für Treue. Das passt zu dem FACEBOOK-Gründer, der trotz diverser Zwischenfälle irgendwie immer er selbst bleibt. Auch wenn sich Layout und Funktionen der Seite stetig weiterentwickeln, die Philosophie und der Mensch dahinter sind unveränderlich. Nichts kann sein Engagement für sein Lebenswerk bremsen. Nicht einmal eine Klage der Winklevoss-Zwillinge und auch nicht die seines besten und einzigen Freundes und Mitbegründer Eduardo Saverin.

SCHRECKEN MIT ENDE
Nachdem sie vergebens auf Antwort und Arbeitsbereitschaft seitens Mark Zuckerberg gewartet hatten, verklagten die Winklevoss-Zwillinge nach Auftauchen FACEBOOKs seinen Gründer Mark Zuckerberg auf eine Entschädigung im Wert von 140 Millionen Dollar. Der Rechtsstreit sollte bis 2011 dauern. Im Jahr 2008 aber überraschten die Brüder die Öffentlichkeit mit ihrem Wunsch auf einen Vergleich. Sie kassierten 65 Millionen Dollar. 20 Millionen davon wurden in bar ausgezahlt, der Rest in Aktien. Später hieß es jedoch plötzlich, sie wollten den Vergleich rückgängig machen, weil Facebook den wahren Unternehmenswert verschwiegen hätte. Der zuständige Richter urteilte zugunsten Facebooks.
Ein ganz anderer Fall ist der Prozess, angestrebt vom Mitbegründer Eduardo Saverin. Zu Beginn der Ära FACEBOOK hatte der Student 1000 Dollar Startkapital zur Verfügung gestellt, so dass die Seite überhaupt online gehen konnte. Als Chief Financial Officer (CFO) hatte er die Kontrolle über die Finanzen und wollte im Zuge dieser Werbekunden gewinnen, um Gelder für das kleine Unternehmen zu akquirieren. Seine Bemühungen entsprachen allerdings nicht so ganz Zuckerbergs Vorstellungen. Damals verabscheute er noch Werbekampagnen auf seiner Seite. Als er dann die Dienste des Web-Gurus Jean Parker in Anspruch nahm, wurde THEFACEBOOK.COM zu FACEBOOK und dem in Brasilien geborenen Saverin entglitt die Kontrolle. Er wurde ausgeboten und ins Aus geschoben. 2005 verklagte er kurzerhand seinen besten Freund und das Unternehmen. Nach Einigung unterschrieben beide eine Geheimhaltungsklausel, auf das nie die ganze, sicherlich sehr intime Wahrheit an die Öffentlichkeit gerate. Auf dem Papier steuern die beiden ehemaligen Freunde einen gemeinsamen Kurs an, im Leben gehen sie getrennte Wege.

Mark Zuckerberg, Sohn eher unkreativer Eltern mit jüdischem Stammbaum, ist Atheist. Er glaubt nicht an Gott.
Woran glaubt er überhaupt?
Der Film THE SOCIAL NETWORKS von David Fincher versucht ein persönliches Bild des FACEBOOK-Erfinders zu zeichnen. Auf der Leinenwand begegnet uns ein junger Student mit Komplexen, der sich als Arschloch tarnt, um sich vor emotionalen Verletzungen zu schützen. Gefühle, Ideale oder Pläne sind schlichtweg unsichtbar. Seine Begeisterung brennt für alles rund um die Freiheit im Internet. Sein Lebenswerk FACEBOOK scheint das einzig Greifbare in seinem Leben zu sein. Geld interessiert ihn nicht. Er bleibt bescheiden und trotz Ruhm und Erfolg der gleiche unscheinbare Nerd wie eh und je. Mark Zuckerberg hatte vor der Premiere des Filmes bekannt gegeben, dass er ihn sich nicht ansehen wolle. Vielleicht wagt er es dennoch eines Tages und offenbart danach sein wahres Ich. Denn der Film ist ein lahmes Portrait von einem Mythos names FACEBOOK und sein Erschaffer mehr als diese oberflächige Hülle mit einem großen Namen. Vielleicht offenbart sich Mark Zuckerberg als ganz normaler Mensch mit schlechten Angewohnheiten, Vorlieben und praktischen Ideen. Das wäre doch mal ein echt großes  wert!

UNSER FACEBOOK-TIPP: http://allfacebook.de/

OLYMPIA 2012

EIN OLYMPISCHER SOMMER

© OLYMPIA 2012

Blaue luftige Seidentücher flattern über Zuschauerränge und hüllen ein ganzes Stadion in Aufregung. Englands Hauptstadt hält den Atem an, denn Britanniens Vorzeige-Regisseur Danny Boyle höchstpersönlich hat die Olympischen Sommerspiele 2012 inszeniert. Ein poetischer Bildercountdown läutet den wohl größten und emotionalsten Sportwettkampf der Welt ein. Richtig englische Momente rauschen am Zuschauer vorbei: Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten und landestypische Eigentümlichkeiten.
Englische Nostalgie.
Danny Boyle, der international für Filme wie TRAINSPOTTING und SLUMDOG MILLIONAIR bekannt ist, hat sich für seine Olympia-Show die beste Verstärkung der Welt geholt: 15 000 Freiwillige. Keiner darunter ist Schauspieler oder Tänzer. Sie verbindet nur eins: Die Faszination Olympia.
Vergangene Freitagnacht war es endlich soweit. Im Londoner Olympiastadion zeigte sich England von seiner magischsten und faszinierendsten Seite. Unter dem Motto „THIS IS A LAND FULL OF NOISE“ erzählte Danny Boyle die Geschichte einer Insel, hoch oben im Norden, die einstmals hauptsächlich als ländliche Idylle hervorstach. Dann katapultierte eine industrielle Revolution England in ein neues Zeitalter. Auf den Gebieten Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Forschung setzten sie fortan neue Maßstäbe. Stolz sind die Briten auf ihre Errungenschaften wie die Erfindung des Internets, ihre Popkultur und natürlich die fantasievolle Kinderliteratur. Und keiner hätte es fantastischer darstellen können als der britische Geschichtenerzähler Danny Boyle. Und keiner wollte das verpassen. Nicht mal die Königin der Insel. Ihr bester Mann, James Bond alias Daniel Craig höchstpersönlich, holte die alte Dame im Palast via Helikopter ab.
Alles Fantasie?
Ja.
Ein Film.
Ein wirklich witziger Film.
Die Queen beweist in ihrem 60. Regentschaftsjahr so echten englischen Humor.
Im Stadion war sie aber tatsächlich. Die gesamte königliche Familie wollte sich diesen Abend auf keinen Fall entgehen lassen. Ein Highlight der Show war die poetische Präsentation der Olympischen Ringe. In der dargestellten Phase der Industriellen Revolution der Show wurden sie aus glühendem Metall geschmiedet. Ein leidenschaftliches Funken und Glühen schob sie in den Himmel, weit über die Köpfe der Zuschauer. Dort verkündeten sie ihr Verschlungensein.
Übrigens!

© OLYMPIA 2012

Die Farben der Ringe symbolisieren nicht ausschließlich unsere Kontinente. Die fünf Farben vereinen alle Länder dieser Welt, denn sie erstrahlen in jene Farben, die in allen Nationalflaggen vorkommen.
204 Nationen nehmen an den diesjährigen Sommerspielen statt.
Das ist Rekord.
Er Einzug der Sportler wurde selbst von den Staatsoberhäuptern mit Freude und großem Respekt beklatscht. Gegen Ende der Eröffnungsfeier warteten Veranstalter, Sportler und Zuschauer nur noch auf eins: das Olympische Feuer. In Form einer riesigen Blüte wurde es entfacht. In diesem Jahr wurde diese Ehre keinem bekannten, erfolgreichen Sportler zu teil. Staunen legte sich erneut auf die Gesichter im Stadion, als das heilige Feuer an sieben unbekannte Teenager überreicht wurde. Nachwuchssportler, die ihre Karrieren, Erfolge und Medaillen noch vor sich haben. Und ausgerechnet sie durften gemeinsam die Flamme der Spiele anfachen. Ihre züngelnden Lichter breiteten sich zunächst über 204 blecherne Blütenblätter aus, die zuvor von jeder Nation herein getragen wurden. Ihre metallenen Stiele bogen sich weit in die Lüfte, wuchsen zu einem Feuerknoten und der Olympische Sommer flammte auf.

INCREDIBOX

IT’S MUSIC! INCREDIBLE!

Beatbox goes online.
So könnte man es bezeichnen, wenn sieben coole Jungs, in schwarz und weiß gekleidet, auf einer Webseite schnalzen, zischen und scratchen.
Sie sind nicht echt. Sie sind Cartoons.
Sie sind eine virtuelle BeatBoxMaschine.
INCREDIBOX heißt das musikalische Projekt des französischen Medien-Studios SO FAR SO GOD. Eine der wohl unterhaltsamsten Ideen für den Zeitvertreib im Internet. Bereits 2009 sorgten sie mit ihrer geräuschvollen Flash-Seite für Aufsehen und erhielten den FAVOURITE WEBSITE AWARD. 2012 erklingen nun für alle treuen Beatbox-Fans neue, frische Sounds auf INCREDIBOX. Das Handling ist easy – wie die Cartoon-Kerle, die sich ebenso verändert haben. Lange Haar und irgendwie ein Stück erwachsener. Ihr Sound, den sie pfeifen, klackern oder trällern, klingt leicht, cool, beschwingt und echt. Beatbox-Elemente per Drag & Drop an eine Melodie gereiht und fertig ist die eigene Komposition. Vollendet und bereit mit dem Rest der Welt geteilt zu werden.
Mit 1,5 Millionen Besuchern jeden Monat hat INCREDIBOX eindrucksvoll bewiesen, dass BEATBOXING noch immer zeitgemäß ist. Entstanden als Ausdruck einer rebellischen Jugendkultur der 80iger in Amerika, ist das Schnalzen mit der Zunge zunächst nur ein Bestandteil des HipHop, inzwischen jedoch eigene Profession, die sich vielseitiger Musikelemente bedient. Hin und wieder ein bisschen Jazz, manchmal Rap, gerne auch Klassik oder Pop – Beatboxing kennt keine Grenzen. Wer das Erzeugen von sogenannten Perkussions-Geräuschen (Klänge eines Schlaginstrumentes) mit dem Mund beherrscht, kann sich bei ausreichendem Können als HUMAN BEATBOX bezeichnen. Einer der wohl bekanntesten ist THE MAN OF A THOUSAND VOICES alias Mel Blanc. Der amerikanische Synchronsprecher verdiente sich in den 40igern diesen Namen, weil er bei Sprachaufnahmen für Zeichentrickfilme nicht nur den Figuren eine Stimme verlieh sondern der gesamten Zeichentrickwelt – vom piependen Vogel bis zur Explosion. Der Mann der tausend Stimmen war damals einmalig. Heute gibt es Millionen Beatboxer weltweit. Kein Wunder also, dass man inzwischen zu einer Weltmeisterschaft greifen muss, um den Besten unter ihnen zu finden. Die 3. BEATBOX BATTLE WORLD CHAMPIONSHIP fand im März in Berlin statt. Die Namen der Gewinner bleiben ihrer Profession treu, sie sind gelegentlich wahre Zungenbrecher. Pe4enkata heißt die weibliche Siegerin. Ihren Ruhm teilt sie sich mit einem männlichen Kollegen namens Skiller. Wer eher mit einer ungelenkigen Zunge, aber flinken Fingern gesegnet ist, dem empfehlen wir dringend INCREDIBOX. Die SLMS hat’s schon ausprobiert und ihre BeatBoxKomposition aufgenommen, um sie mit dem Rest der Welt zu teilen.

SLMS INCREDIBOX KOMPOSITION „BUTTERFLY IN SUMMER“

HOMEPAGE INCREDIBOX

SCIENCE-FICTION

EVERYTHING GOES IN DEINER FANTASIE

Wissenschaft und Technik machen uns keine Angst.
Nicht mehr.
Im 19. Jahrhundert sah das noch ganz anders aus. Damals gesellte sich die Wissenschaft zum Glauben. Unsere bis dahin mysteriöse Welt verwandelte sich auf einen Schlag in einen logischen und denkbaren Kosmos. Mit der Wissenschaft fest verbunden kam die Technik. Neue Entwicklungen und Entdeckungen fütternden unser Sein und bereicherten unseren Alltag. Aber Neues wird vom Mensch nie besonders gut angenommen. Das ist heute nicht anders als damals. Die Menschen erfuhren nicht nur das Wunder des Fortschrittes sondern auch eine neue Art der Angst. Und der beste Freund der Angst war und ist die Phantasie. Sie ermöglicht es, unsere Furcht vor den Auswirkungen von Wissenschaft und Technik in etwas Wundersames zu verwandeln:
SCIENCE-FICTION
Fantasie-Erzählungen

Ihren Ursprung finden jene Anekdoten in dem Zwiespalt zwischen Wissenschaft und dem ihr gegenüber stehenden religiösen Bewusstsein und Aberglauben. Für eine erste Begegnung mit neuen, modernen Entwicklungen benötigte der Mensch des 19. Jahrhunderts Offenheit und ein gesundes Maß an Mut. Nicht zu letzt weil die damit verbundenen Erfahrungen unsere Gedankenwelt zu Unglaublichem veranlasste. In Geschichten erfuhren sie neue Ausmaße. Fiktionale Ausmaße. Fantastische Ausmaße.
Ein Spezialist für solche war und ist der französische Schriftsteller Jules Verne. Seine Abenteuergeschichten bringen den Leser zum Fürchten und Staunen, denn sie schildern die Schönheit von Technik und Wissenschaft und ihre Schattenseiten. Zu entdecken galt es diese  vor allem damals in der noch unerklärten Welt, ihrer nie enden wollenden Möglichkeiten und dem Innersten des Menschen selbst. 1869 erschien der zweibändige Roman 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER. Sein Held Nemo und dessen Unterseeboot Nautilus sind wunderbare Beweise für die funktionalen Visionen der Science-Fiction-Literatur. Obwohl es bei Erscheinen des Romans bereits erste U-Boote gab, waren ihre technischen Fähigkeiten denen der Nautilus weit unterlegen. Jules Vernes Fantasie eines Unterseebootes stellte die ersten Prototypen jener Zeit in den Schatten. Gerade deswegen wird der französische Schriftsteller gern als großer Visionär der Science-Fiction bezeichnet.
Literarisch kann das eine Frau toppen. 1818 erscheint Mary Shelleys Gruselroman FRANKENSTEIN ODER DER MODERNE PROMETHEUS. Er erschien bereits 50 Jahre vor Kapitän Nemo. Verdient trägt Mary Shelley daher den Titel der Begründerin der Science-Fiction-Literatur. In ihren Geschichten beschäftigte sie sich oftmals weniger mit den Maschinen als mit deren Auswirkung auf seinen Besitzer oder Erfinder. Je unmenschlicher der Wissenschaftler in FRANKENSTEIN handelt, umso menschlicher seine Schöpfung. Mary Shelley schaffte es, dass der Leser trotz Schrecken und Schaudern Mitleid für eine Kreatur aus Wissenschaft und Technik entwickelt. Damals galt das Erwecken menschlichen Lebens mittels elektrischer Stößen vielleicht noch als Hirngespinst, heute gehört diese Methode zu den lebensrettenden Maßnahmen.

© STUDIOCANA

Aber nicht nur die modernen Entwicklungen auf unserem Planeten Erde beflügeln unsere Fantasie. Lange Zeit hatte der Mars einen großen Einfluss auf die Science-Fiction-Literatur. Viele Geschichten spielen auf dem roten Planeten, denn der Mars scheint seit jeher ein Mysterium für uns zu sein. Vielleicht weil wir ihn nicht wie Sonne und Mond am Himmel sehen können, er aber dennoch nicht weit entfernt ist. Viel ist über ihn nicht bekannt. Seine blutrote Farbe wirkt verführerisch und aggressiv zugleich. So kommt es also nicht von ungefähr, dass der Mars ein idealer Schauplatz vieler Science-Fiction-Abenteuer ist. Im 18. und 19. Jahrhundert besiedelte der Mensch sogar jenen Planeten  – wenn auch nur in der Fantasie. Damals reisten wir mit Ballons und Luftschiffen – heute mit Weltraumstationen und Lichtgeschwindigkeit. Als 1889 der Roman KRIEG DER WELTEN von H. G. Wells veröffentlicht wird, scheint die Marsliteratur auf dem Siegeszug. Neu damals – die Feindseeligkeit und Gewalt in der Geschichte. Zum ersten Mal führen Menschen Krieg gegen Marsianer und der Planet wird zum Sinnbild unserer Angst vor intelligentem Leben im All.
Dem Einfluss des roten Planeten wurde Einhalt geboten, als der amerikanische Schriftsteller Philip K. Dick in der Science-Fiction auftauchte. Er lenkte das Genre in eine neue Richtung. Seine Geschichten haben nicht nur das Fantastische sondern auch etwas schockierend Glaubhaftes. Der Erfolg dröhnte bis nach Hollywood. Viele seiner Fantasiemärchen wurden erfolgreich verfilmt. Darunter BLADE RUNNER, SCREAMERS oder MINOTITY REPORT, die alle umgehend zum Kassenschlager wurden. Erfolgreicher war nur TOTAL RECALL. Dicks Kurzgeschichte ERINNERUNGEN EN GROS war die Vorlage für den Science-Fiction-Streifen mit Arnold Schwarzenegger in einer Doppelrolle. Der Film gilt als Neubeginn seines Genres, weil die Darstellung des Planeten Mars weniger fantastisch als realistisch war und die gezeigte Invasion des roten Planeten durch den Mensch und die damit einhergehenden kriegerischen Auseinandersetzungen überzeugend.

© STUDIOCANAL

Durch die Welt des TOTAL RECALL irrt der von Arnold Schwarzenegger gespielte Held auf der Suche nach seiner Identität. Am Morgen noch der einfache Bauarbeiter Douglas Quaid ist er am Abend ein charismatischer Agent namens Hauser. Auslöser für diese beiden Persönlichkeiten ist die Gehirn-Technik der sogenannten REKALL Inc. Das Unternehmen verspricht das Einpflanzen gewünschter Erinnerungen, die in uns echte Emotionen auslösen. Doch die Manipulation unseres Geistes ist gefährlich und in TOTAL RECALL bedeutet sie den Verlust der Identität. Persönliche Einzigartigkeit wird zur Illusion. Das Spiel mit unseren Sehnsüchten und Träumen und deren Manipulation mittels Maschinen wird zu einem Alptraum, der nie wirklich zu enden scheint.
Der Mars-Movie von 1990 wird als der beste Film Arnold Schwarzeneggers eingeordnet. Zahlreiche kreative und vor allem neuartige Effekte sorgten bei Erscheinung für Begeisterung. Heute wirkt der Film brutal, blutig und puppenhaft. Seine Bildästhetik ist veraltet und nicht mehr in der Lage, uns diese Fantasiewelt glaubhaft vorzugaukeln. Nicht so die Geschichte. Sie begeistert noch immer. Kein Wunder also das im August 2012 eine Remake des Klassikers in die Kinos kam. Allerdings ohne Arnie. Sein Nachfolger ist Colin Farell. Würdig tritt er die Reise des Bauarbeiters Douglas Quaid in die verführerische Welt der Erinnerungsfantasien an. Ihr Anfang und das Ende werden wohl das Gleiche sein, nur die Welt, ihre Örtlichkeit, hat sich geändert. In einer von Menschen selbst gestalteten neuen Gesellschaft, der EUROMERICA und NEW SHANGHAI, taumelt der Held genauso ziellos wie sein Vorgänger umher, auf der Suche nach sich selbst.

In der SCIENCE-FICTION also scheint der Mars Vergangenheit. Jetzt spielt die Fantasie erneut auf der Erde. Vielleicht weil auch sie trotz technischer Errungenschaften und Aufklärungen noch immer ein Mysterium ist. Stetig wandeln sich unsere Erkenntnisse über ihre Beschaffenheit, Physik und innere Natur. Das Einzige, was stetig gleich bleiben wird, ist unsere Fantasie.

 

 

TOTAL RECALL – Totale Erinnerung
(ULTIMATE REKALL EDITION / REMASTERED)
erscheint neu am 09.08.2012
als DVD & BluRay bei STUDIOCANAL


TOTAL RECALL
(Regie: Len Wiseman)

Kinostart: 23. August 2012
SONY PICTURES

FRENCH WINDOW

FRENCH WINDOW – DER SCHÖNSTE AUSBLICK IN DIE KUNST

Wenn Sie in München sind, nehmen Sie sich die Zeit und wagen einen Abstecher in die PINAKOTHEK DER MODERNE. Die Straßenbahn-Linie 27 Richtung Petuelring hält direkt davor. Dort betreten Sie den hellen und weiten Kunstbau durch den Eingang Nord. Den breiten Glastüren gegenüber baut sich eine imposante Treppe auf. Nur Mut.

Die Stufen sind flach, glatt und es wert, erklommen zu werden. Denn am Gipfel der Treppe, rechts in einer Ecke, die keine zu seins scheint, erwartet Sie ein Fenster mit einem Ausblick in die Kunst. FRENCH WINDOW nennt sich die moderne Installation von Veronika Kellndorfer.

Ein Fenster mit einem Fenster darauf. Aber nicht irgendein Fenster. Ein Fenster, dass von zwei Fensterputzern geputzt wird. Es gehört zu dem Palais de Tokyo, welcher in Paris steht. Die Künstlerin reiste dorthin um dessen berühmte Fenster zu fotografieren.

Einst hatten sie den amerikanischen Maler Ellsworth Kelly mehr beeindruckt als die Kunstausstellung des Palais. Veronika Kellndorfers Licht, Schatten und Formen festgehalten in einem Bild sind nun in Glas gebrannt. Keramischer Siebdruck.

So friert diese schlichte, schöne Kunstform inspirierende Momente ein. Den Ausblick in und aus dem FRENCH WINDOW können Sie bis zum 06.01.2013 genießen.

NOCH MEHR INFOS ZUM FRENCH WINDOW – MIT NUR EINEM KLICK.

FILMFEST MUENCHEN 2012

FILMFEST MÜNCHEN 2012

Das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands wird 30 Jahre jung. Ab dem 29. Juni flimmern mehr als 200 Filme über die zahlreichen Leinenwände der bayrischen Hauptstadt. Vom Kurzfilm bis zum Dokumentarfilm ist alles dabei. Deutsch, europäisch und international. München wird zu Kinostadt. Die neue Filmfest-Leiterin Diana IIjine wünscht sich: „Über der ganzen Stadt soll neun Tage lang ein magisches Filmfest-Flimmern liegen, dem sich keiner entziehen kann“ Die SLMS ist dabei. Auf LINEERROR.de können Interessierte mehr vom Festival, seinen Filmen und Highlights erfahren!

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VOM FILMFEST MÜNCHEN 2012 AUF LINEERROR.DE!

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