INCREDIBOX

IT’S MUSIC! INCREDIBLE!

Beatbox goes online.
So könnte man es bezeichnen, wenn sieben coole Jungs, in schwarz und weiß gekleidet, auf einer Webseite schnalzen, zischen und scratchen.
Sie sind nicht echt. Sie sind Cartoons.
Sie sind eine virtuelle BeatBoxMaschine.
INCREDIBOX heißt das musikalische Projekt des französischen Medien-Studios SO FAR SO GOD. Eine der wohl unterhaltsamsten Ideen für den Zeitvertreib im Internet. Bereits 2009 sorgten sie mit ihrer geräuschvollen Flash-Seite für Aufsehen und erhielten den FAVOURITE WEBSITE AWARD. 2012 erklingen nun für alle treuen Beatbox-Fans neue, frische Sounds auf INCREDIBOX. Das Handling ist easy – wie die Cartoon-Kerle, die sich ebenso verändert haben. Lange Haar und irgendwie ein Stück erwachsener. Ihr Sound, den sie pfeifen, klackern oder trällern, klingt leicht, cool, beschwingt und echt. Beatbox-Elemente per Drag & Drop an eine Melodie gereiht und fertig ist die eigene Komposition. Vollendet und bereit mit dem Rest der Welt geteilt zu werden.
Mit 1,5 Millionen Besuchern jeden Monat hat INCREDIBOX eindrucksvoll bewiesen, dass BEATBOXING noch immer zeitgemäß ist. Entstanden als Ausdruck einer rebellischen Jugendkultur der 80iger in Amerika, ist das Schnalzen mit der Zunge zunächst nur ein Bestandteil des HipHop, inzwischen jedoch eigene Profession, die sich vielseitiger Musikelemente bedient. Hin und wieder ein bisschen Jazz, manchmal Rap, gerne auch Klassik oder Pop – Beatboxing kennt keine Grenzen. Wer das Erzeugen von sogenannten Perkussions-Geräuschen (Klänge eines Schlaginstrumentes) mit dem Mund beherrscht, kann sich bei ausreichendem Können als HUMAN BEATBOX bezeichnen. Einer der wohl bekanntesten ist THE MAN OF A THOUSAND VOICES alias Mel Blanc. Der amerikanische Synchronsprecher verdiente sich in den 40igern diesen Namen, weil er bei Sprachaufnahmen für Zeichentrickfilme nicht nur den Figuren eine Stimme verlieh sondern der gesamten Zeichentrickwelt – vom piependen Vogel bis zur Explosion. Der Mann der tausend Stimmen war damals einmalig. Heute gibt es Millionen Beatboxer weltweit. Kein Wunder also, dass man inzwischen zu einer Weltmeisterschaft greifen muss, um den Besten unter ihnen zu finden. Die 3. BEATBOX BATTLE WORLD CHAMPIONSHIP fand im März in Berlin statt. Die Namen der Gewinner bleiben ihrer Profession treu, sie sind gelegentlich wahre Zungenbrecher. Pe4enkata heißt die weibliche Siegerin. Ihren Ruhm teilt sie sich mit einem männlichen Kollegen namens Skiller. Wer eher mit einer ungelenkigen Zunge, aber flinken Fingern gesegnet ist, dem empfehlen wir dringend INCREDIBOX. Die SLMS hat’s schon ausprobiert und ihre BeatBoxKomposition aufgenommen, um sie mit dem Rest der Welt zu teilen.

SLMS INCREDIBOX KOMPOSITION „BUTTERFLY IN SUMMER“

HOMEPAGE INCREDIBOX

SLMS PRESSESTELLE

QUICK BLOG

Seit Juli 2012 hat nun auch die SLMS eine offizielle Pressestelle, die alle wichtigen News rund um die SLMS GmbH.

Unsere Pressestelle:

SLMS GmbH

Lolita Büttner

l.buettner@slms.de

089 620 30 981


Die klassische Pressemitteilung ist eine Information. Sie dient weltweit Unternehmen, Neuheiten und andere wichtige Firmendetails einer bestimmten Zielgruppe oder der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Lest doch mal rein, die erste Pressemitteilung ist bereits online.

Die SLMS GmbH betreibt unter anderem die Marken HostingPlus.de, Dein-CopyShop.de, Schlossheld.de, Die Ausdrucker.de und lolala.de

SCIENCE-FICTION

EVERYTHING GOES IN DEINER FANTASIE

Wissenschaft und Technik machen uns keine Angst.
Nicht mehr.
Im 19. Jahrhundert sah das noch ganz anders aus. Damals gesellte sich die Wissenschaft zum Glauben. Unsere bis dahin mysteriöse Welt verwandelte sich auf einen Schlag in einen logischen und denkbaren Kosmos. Mit der Wissenschaft fest verbunden kam die Technik. Neue Entwicklungen und Entdeckungen fütternden unser Sein und bereicherten unseren Alltag. Aber Neues wird vom Mensch nie besonders gut angenommen. Das ist heute nicht anders als damals. Die Menschen erfuhren nicht nur das Wunder des Fortschrittes sondern auch eine neue Art der Angst. Und der beste Freund der Angst war und ist die Phantasie. Sie ermöglicht es, unsere Furcht vor den Auswirkungen von Wissenschaft und Technik in etwas Wundersames zu verwandeln:
SCIENCE-FICTION
Fantasie-Erzählungen

Ihren Ursprung finden jene Anekdoten in dem Zwiespalt zwischen Wissenschaft und dem ihr gegenüber stehenden religiösen Bewusstsein und Aberglauben. Für eine erste Begegnung mit neuen, modernen Entwicklungen benötigte der Mensch des 19. Jahrhunderts Offenheit und ein gesundes Maß an Mut. Nicht zu letzt weil die damit verbundenen Erfahrungen unsere Gedankenwelt zu Unglaublichem veranlasste. In Geschichten erfuhren sie neue Ausmaße. Fiktionale Ausmaße. Fantastische Ausmaße.
Ein Spezialist für solche war und ist der französische Schriftsteller Jules Verne. Seine Abenteuergeschichten bringen den Leser zum Fürchten und Staunen, denn sie schildern die Schönheit von Technik und Wissenschaft und ihre Schattenseiten. Zu entdecken galt es diese  vor allem damals in der noch unerklärten Welt, ihrer nie enden wollenden Möglichkeiten und dem Innersten des Menschen selbst. 1869 erschien der zweibändige Roman 20.000 MEILEN UNTER DEM MEER. Sein Held Nemo und dessen Unterseeboot Nautilus sind wunderbare Beweise für die funktionalen Visionen der Science-Fiction-Literatur. Obwohl es bei Erscheinen des Romans bereits erste U-Boote gab, waren ihre technischen Fähigkeiten denen der Nautilus weit unterlegen. Jules Vernes Fantasie eines Unterseebootes stellte die ersten Prototypen jener Zeit in den Schatten. Gerade deswegen wird der französische Schriftsteller gern als großer Visionär der Science-Fiction bezeichnet.
Literarisch kann das eine Frau toppen. 1818 erscheint Mary Shelleys Gruselroman FRANKENSTEIN ODER DER MODERNE PROMETHEUS. Er erschien bereits 50 Jahre vor Kapitän Nemo. Verdient trägt Mary Shelley daher den Titel der Begründerin der Science-Fiction-Literatur. In ihren Geschichten beschäftigte sie sich oftmals weniger mit den Maschinen als mit deren Auswirkung auf seinen Besitzer oder Erfinder. Je unmenschlicher der Wissenschaftler in FRANKENSTEIN handelt, umso menschlicher seine Schöpfung. Mary Shelley schaffte es, dass der Leser trotz Schrecken und Schaudern Mitleid für eine Kreatur aus Wissenschaft und Technik entwickelt. Damals galt das Erwecken menschlichen Lebens mittels elektrischer Stößen vielleicht noch als Hirngespinst, heute gehört diese Methode zu den lebensrettenden Maßnahmen.

© STUDIOCANA

Aber nicht nur die modernen Entwicklungen auf unserem Planeten Erde beflügeln unsere Fantasie. Lange Zeit hatte der Mars einen großen Einfluss auf die Science-Fiction-Literatur. Viele Geschichten spielen auf dem roten Planeten, denn der Mars scheint seit jeher ein Mysterium für uns zu sein. Vielleicht weil wir ihn nicht wie Sonne und Mond am Himmel sehen können, er aber dennoch nicht weit entfernt ist. Viel ist über ihn nicht bekannt. Seine blutrote Farbe wirkt verführerisch und aggressiv zugleich. So kommt es also nicht von ungefähr, dass der Mars ein idealer Schauplatz vieler Science-Fiction-Abenteuer ist. Im 18. und 19. Jahrhundert besiedelte der Mensch sogar jenen Planeten  – wenn auch nur in der Fantasie. Damals reisten wir mit Ballons und Luftschiffen – heute mit Weltraumstationen und Lichtgeschwindigkeit. Als 1889 der Roman KRIEG DER WELTEN von H. G. Wells veröffentlicht wird, scheint die Marsliteratur auf dem Siegeszug. Neu damals – die Feindseeligkeit und Gewalt in der Geschichte. Zum ersten Mal führen Menschen Krieg gegen Marsianer und der Planet wird zum Sinnbild unserer Angst vor intelligentem Leben im All.
Dem Einfluss des roten Planeten wurde Einhalt geboten, als der amerikanische Schriftsteller Philip K. Dick in der Science-Fiction auftauchte. Er lenkte das Genre in eine neue Richtung. Seine Geschichten haben nicht nur das Fantastische sondern auch etwas schockierend Glaubhaftes. Der Erfolg dröhnte bis nach Hollywood. Viele seiner Fantasiemärchen wurden erfolgreich verfilmt. Darunter BLADE RUNNER, SCREAMERS oder MINOTITY REPORT, die alle umgehend zum Kassenschlager wurden. Erfolgreicher war nur TOTAL RECALL. Dicks Kurzgeschichte ERINNERUNGEN EN GROS war die Vorlage für den Science-Fiction-Streifen mit Arnold Schwarzenegger in einer Doppelrolle. Der Film gilt als Neubeginn seines Genres, weil die Darstellung des Planeten Mars weniger fantastisch als realistisch war und die gezeigte Invasion des roten Planeten durch den Mensch und die damit einhergehenden kriegerischen Auseinandersetzungen überzeugend.

© STUDIOCANAL

Durch die Welt des TOTAL RECALL irrt der von Arnold Schwarzenegger gespielte Held auf der Suche nach seiner Identität. Am Morgen noch der einfache Bauarbeiter Douglas Quaid ist er am Abend ein charismatischer Agent namens Hauser. Auslöser für diese beiden Persönlichkeiten ist die Gehirn-Technik der sogenannten REKALL Inc. Das Unternehmen verspricht das Einpflanzen gewünschter Erinnerungen, die in uns echte Emotionen auslösen. Doch die Manipulation unseres Geistes ist gefährlich und in TOTAL RECALL bedeutet sie den Verlust der Identität. Persönliche Einzigartigkeit wird zur Illusion. Das Spiel mit unseren Sehnsüchten und Träumen und deren Manipulation mittels Maschinen wird zu einem Alptraum, der nie wirklich zu enden scheint.
Der Mars-Movie von 1990 wird als der beste Film Arnold Schwarzeneggers eingeordnet. Zahlreiche kreative und vor allem neuartige Effekte sorgten bei Erscheinung für Begeisterung. Heute wirkt der Film brutal, blutig und puppenhaft. Seine Bildästhetik ist veraltet und nicht mehr in der Lage, uns diese Fantasiewelt glaubhaft vorzugaukeln. Nicht so die Geschichte. Sie begeistert noch immer. Kein Wunder also das im August 2012 eine Remake des Klassikers in die Kinos kam. Allerdings ohne Arnie. Sein Nachfolger ist Colin Farell. Würdig tritt er die Reise des Bauarbeiters Douglas Quaid in die verführerische Welt der Erinnerungsfantasien an. Ihr Anfang und das Ende werden wohl das Gleiche sein, nur die Welt, ihre Örtlichkeit, hat sich geändert. In einer von Menschen selbst gestalteten neuen Gesellschaft, der EUROMERICA und NEW SHANGHAI, taumelt der Held genauso ziellos wie sein Vorgänger umher, auf der Suche nach sich selbst.

In der SCIENCE-FICTION also scheint der Mars Vergangenheit. Jetzt spielt die Fantasie erneut auf der Erde. Vielleicht weil auch sie trotz technischer Errungenschaften und Aufklärungen noch immer ein Mysterium ist. Stetig wandeln sich unsere Erkenntnisse über ihre Beschaffenheit, Physik und innere Natur. Das Einzige, was stetig gleich bleiben wird, ist unsere Fantasie.

 

 

TOTAL RECALL – Totale Erinnerung
(ULTIMATE REKALL EDITION / REMASTERED)
erscheint neu am 09.08.2012
als DVD & BluRay bei STUDIOCANAL


TOTAL RECALL
(Regie: Len Wiseman)

Kinostart: 23. August 2012
SONY PICTURES

FRENCH WINDOW

FRENCH WINDOW – DER SCHÖNSTE AUSBLICK IN DIE KUNST

Wenn Sie in München sind, nehmen Sie sich die Zeit und wagen einen Abstecher in die PINAKOTHEK DER MODERNE. Die Straßenbahn-Linie 27 Richtung Petuelring hält direkt davor. Dort betreten Sie den hellen und weiten Kunstbau durch den Eingang Nord. Den breiten Glastüren gegenüber baut sich eine imposante Treppe auf. Nur Mut.

Die Stufen sind flach, glatt und es wert, erklommen zu werden. Denn am Gipfel der Treppe, rechts in einer Ecke, die keine zu seins scheint, erwartet Sie ein Fenster mit einem Ausblick in die Kunst. FRENCH WINDOW nennt sich die moderne Installation von Veronika Kellndorfer.

Ein Fenster mit einem Fenster darauf. Aber nicht irgendein Fenster. Ein Fenster, dass von zwei Fensterputzern geputzt wird. Es gehört zu dem Palais de Tokyo, welcher in Paris steht. Die Künstlerin reiste dorthin um dessen berühmte Fenster zu fotografieren.

Einst hatten sie den amerikanischen Maler Ellsworth Kelly mehr beeindruckt als die Kunstausstellung des Palais. Veronika Kellndorfers Licht, Schatten und Formen festgehalten in einem Bild sind nun in Glas gebrannt. Keramischer Siebdruck.

So friert diese schlichte, schöne Kunstform inspirierende Momente ein. Den Ausblick in und aus dem FRENCH WINDOW können Sie bis zum 06.01.2013 genießen.

NOCH MEHR INFOS ZUM FRENCH WINDOW – MIT NUR EINEM KLICK.

CHAOS COMPUTER CLUB

RECHT HAT WER RECHT KENNT

Interessieren Sie sich für Kleinanzeigen? CHAOS COMPUTER CLUB
Wenn Sie jetzt antworten, die seien Ihnen nicht spannend genug, muss ich Sie leider eines Besseren belehren. Wenn Sie sich für Kleinanzeigen interessieren würden, dann wären Ihre Augen am 01. September 1981 in der Berliner Tageszeitung TAZ auf die Anzeige mit folgender Überschrift gestoßen: „Tuwat,txt“
Zu Hochdeutsch: Tu was!
Sie hätten sich gefragt: Was soll das?

Es handelte sich nicht um einen Geheimcode, sondern um eine Einladung der TAZ und fünf Computerfreaks. In jenen Tagen machten Horrorgeschichten über das Verderben durch Computer die Runde. Die links-alternative Zeitung und ihrer Computerfreunde sagten ihnen den Kampf an. Eine Einladung zur Aufklärung über die Wahrheit der Computer also, der Sie vielleicht gefolgt und in den Redaktionsräumen der TAZ gelandet wären. Mit 20 anderen Neugierigen hätten Sie dort die Geburtsstunde des CHAOS COMPUTER CLUBS miterlebt.

Ihre Grundsätze: Informationsfreiheit, Dezentralisierung, Schutz privater Daten
Ihr Ruf: berüchtigt
Ihre Welt: der Computer und das Internet
Und genau dort sind sie zu finden. Auf unzähligen Webseiten.
Informationen, Meinungen. Kommentare. Aufrufe. Aktionen.
Um über sie zu schreiben, muss man nicht mal einen Hacker treffen. Vor 30 Jahren wäre das ein heikles Unterfangen gewesen. Hacker waren soziale Außenseiter, arbeiteten anonym und wurden nicht all zu selten als kriminell verschrien. Die Mitglieder des CHAOS COMPUTER CLUB, kurz CCC, gelten in Deutschland heutzutage als die strahlenden Ritter unserer Informationsgesellschaft. Im Gegensatz zu ihren internationalen Kollegen sind sie zwar anerkannt, aber immer noch ernstzunehmende Computerhacker. Nur eben ein bisschen seriöser. Mittlerweile schreiben Mitglieder des CCC Expertisen für das Bundesverfassungsgericht, beraten bei der Erstellung der Datenschutzgesetze, nehmen an wichtigen Gesprächen in Berlin teil oder schreiben Leitartikel für die FAZ. Sie mischen sich überall da ein, wo unsere Ermittlungsbehörden handlungsschwach sind oder an ihre Grenzen stoßen, weil technische Entwicklungen immer schneller und umfangreicher werden. Kein Problem für den CCC. Der Verein geht mit der Zeit. Seine Devise heißt nicht glotzen, sondern handeln. Als man sich zum Beispiel noch per Telefon und Akustikkoppler in die Datenwelt einwählte, entwickelten die Hacker des CCC einen selbst gebauten Akustikkoppler, das DATENKLO. Seinen Namen verdankt er dem Spülbecken-Verbinder einer Toilette. Die Bauanleitung zu dieser Technikinnovation ist in der HACKERBIBEL nachzulesen. So heißen die zwei Ausgaben der hauseigenen Publikation des CCC. Beide stammen aus den 80igern. Ganz schön lange her. Wir fragen uns, ob da wohl noch ein paar Kapitel dazu kommen?

Kreative Eigenbauten wie das Datenklo dienen natürlich nur dem Schutz unserer Informationswelt. Da folgt der CCC einer ernstzunehmenden Daten-Ethik. Ist sie in Gefahr, weil es staatlichen Kontrollinstanzen an Einfluss und Ressourcen fehlt, tritt der CCC in Aktion. Manchmal müssen sich die virtuellen Kämpfer trotz ihrer Hilfestellung in Sachen Sicherheitslücken auch verbitterter Kritik stellen. In Form eines Innenministers zum Beispiel. Thomas de Maizière kommentierte das Aufdecken diverser Sicherheitsmängel bei dem elektronischen Personalausweis durch den CCC mit einer überaus schlauen Schlussfolgerung: „Irgendwelche Hacker mögen immer irgendwas hacken können.“
Das ist richtig.
Gott sei Dank.
Denn so können die Schwächen unserer Datenwelt aufgedeckt und behoben werden.

Aktuell äußerte sich der CHAOS COMPUTER CLUB zu einem offenen Brief von 51 Tatort-Autoren. Damit Sie selbst den – wie wir finden – amüsanten Austausch lesen können, haben wir beide Schreiben als PDF am Ende des Artikels bereitgestellt. In einem offenen Brief an die Grünen, Die Linke, die Piratenpartei und Fachausschüsse des Bundestags machten sich die Krimischreiber ordentlich Luft. Eher eine Klageschrift als eine antreibende Kritik. Ihnen geht es um die beispiellose Ungerechtigkeit in der Netzwelt.
So bezeichnet man also heute das Internet?
Netzwelt.
Und der CCC?
Wir sind uns sicher, dass er zuerst mit professioneller Sachlichkeit antworten wollte. Doch die augenscheinliche Internetblindheit der Autoren verleitete sie, eine ordentliche Portion Wahrheit, etwas Sarkasmus, viel Humor und Genervtheit beizumischen. Nicht ganz zufällig antworteten 51 CCCler. Sie machten darauf aufmerksam, dass auch sie durchaus Urheber seien, denn als Programmierer, Hacker, Gestalter, Musiker und Autoren erschaffen sie ebenfalls Content, der im Netz seinen Usern unentgeltlich zur Verfügung steht.

Und wir?
Das Internet oder – um es mit den Worten der Tatort-Autoren zu sagen – die Netzwelt, ist eine freie Welt und das soll sie bleiben. Denn sind wir mal ehrlich: Wo können wir weltweit mit unseren Anliegen so viele Menschen mit nur einem Klick erreichen? Wo können wir mit Worten, Musik, Bildern Millionen Menschen gleichzeitig berühren, inspirieren, wach rütteln und bereichern? Im Internet können sich Ideen, Gedanken und Träume frei entfalten, einfach nur existieren, ohne subjektive Kritik, ohne allgemein gültige Zensur. Hier zählt jede Meinung, so klein sie sei. Internet ist Kultur und Kommunikation und Kunst. Natürlich sollen auch hier persönliche Rechte respektiert werden. Aber das Internet auch. Wer es nutzt, sollte seine Vorzüge erkennen und begreifen. Sie sind nicht von der Hand zu weisen und wir würden uns wünschen, dass endlich ALLE erkennen, wie profitabel sie sind.

OFFENER BRIEF DER TATORT-AUTOREN
Quelle: www.drehbuchautoren.de

ANTWORT CHAOS COMPUTER CLUB
Quelle: www.ccc.de

FILMFEST MUENCHEN 2012

FILMFEST MÜNCHEN 2012

Das zweitgrößte Filmfestival Deutschlands wird 30 Jahre jung. Ab dem 29. Juni flimmern mehr als 200 Filme über die zahlreichen Leinenwände der bayrischen Hauptstadt. Vom Kurzfilm bis zum Dokumentarfilm ist alles dabei. Deutsch, europäisch und international. München wird zu Kinostadt. Die neue Filmfest-Leiterin Diana IIjine wünscht sich: „Über der ganzen Stadt soll neun Tage lang ein magisches Filmfest-Flimmern liegen, dem sich keiner entziehen kann“ Die SLMS ist dabei. Auf LINEERROR.de können Interessierte mehr vom Festival, seinen Filmen und Highlights erfahren!

LESEN SIE MEHR
VOM FILMFEST MÜNCHEN 2012 AUF LINEERROR.DE!

INTERSOLAR

WELTWEIT SONNE TANKEN

INTERSOLAR.
Das klingt futuristisch, modern, international.
Tatsächlich heißt so die weltweitgrößte Fachmesse der Solarwirtschaft. Ihr selbst ernanntes Motto „Connecting Solar Business“ klingt nach Kontaktbörse und irgendwie ist sie das auch. Hier präsentieren sich nicht nur große Unternehmen der Solartechnik sondern tauschen sich aus, verhandeln, bringen ihre Interessen auf einen gemeinsamen Nenner. In diesem Jahr bewies die Branchenplattform mit rund 66.000 Besucher, 1.909 Aussteller und mehr als 800 Journalisten, dass sich Solarenergie sehen lassen kann.

Die Geburtsstätte der INTERSOLAR liegt in Deutschland. Alles begann mit einem Arbeitskreis für Umwelttechnologie in Pforzheim. Das Ziel der Teilnehmer war und ist die aktive Förderung von Solarentwicklungen. Eigens dafür organisierten sie 1991 eine eintägige Veranstaltung mit Vorträgen. Unterstützung erhielten sie von fünf Solarfirmen, die ihre Produkte vorstellten. 1995 waren es bereits 84 Unternehmen und das Interesse nahm und nimmt nicht ab. In kürzester Zeit hatte Deutschland nun eine Fachmesse für Solartechnik zu bieten. Markus Elsässer ist es zu verdanken, dass sich der einstige Arbeitskreis in eine internationale Fachmesse verwandelte. Als Geschäftsführer der Solar Promotion GmbH sorgte er für internationales Aufsehen. Heute wird die INTERSOLAR in Nordamerika, Indien, China und Deutschland veranstaltet.

     DIE MESSE IN ZAHLEN

Obwohl die INTERSOLAR absolut keine Consumer-Messe ist, kann man sie auch mit wenig Hintergrundwissen als spannende Welt erleben. Sie bietet ein umfangreiches Angebot an Vorträgen, Seminaren und Workshops mit international anerkannten Branchenkennern. In einer Neuheitenbörse werden aktuelle Innovationen vorgestellt und überragende Entwicklungen in einer Preisverleihung mit dem INTERSOLAR AWARD belohnt. In einem Job & Karriere Forum finden Suchende Stellenagebote und Beratung. Überall wird der Messebesucher mit Fachpresse und jeder Menge Informationen gefüttert.

Nicht nur Solarenergie sondern jede Form von erneuerbarer Energie ist ein spannendes Thema, schließlich steckt dort die Zukunft der Energiewirtschaft. Begriffe wie Photovoltaik, Honey-Module, Wechselrichter, Bypassdioden oder Datenlogger werden also schon bald zu unserem alltäglichen Sprachgebrauch gehören. Dennoch interessieren sich hauptsächlich große Unternehmen für die Gewinnung von Strom aus Wind, Wasser, Sonne, Erdwärme und nachwachsenden Rohstoffen. Private Konsumenten nutzen zwar schon die Solartechnik, aber für die Mehrheit ist ein fortschrittliches Umweltbewusstsein zweitrangig.
Vielleicht liegt das an mangelnder Aufklärung?
Die gängigen Medien bringen nur wenige Informationen über die Fortschritte der Energiewirtschaft. Schlagzeilentauglich scheinen nur steigende Benzinpreise und Ölkatastrophen zu sein.
Fachpresse?
Welcher Otto-Normal-Verbraucher steckt seinen Kopf beim Frühstück in eine Fachlektüre über Solarenergie? Natürlich sollten wir den Benzinpreisen und der Umweltverschmutzung die nötige Aufmerksamkeit schenken, aber was ist mit den Entwicklungen und Fortschritten der Energieforschung? Hier könnte das Internet seinen Beitrag in Sachen Information und Verbreitung leisten. Schnell, unterhaltsam und bequem kann es als Zweigstelle zwischen Privathaushalten und großen Unternehmen wirken. Das meint auch die SLMS und arbeitet eifrig an der Umsetzung solcher Webprojekte. Und vielleicht treffen sich in naher Zukunft auf der INTERSOLAR nicht nur Hersteller, Zulieferer, Großhändler und Dienstleister sondern auch Sie und Sie sich oder wir uns!

FOODBLOGs

STIRBT DAS GEDRUCKTE WORT?

Immer mehr Menschen laden sich ihre Lektüre auf kleine, handliche Geräte. So haben sie jederzeit und überall eine gewaltige Masse an Lesestoff parat. In unserer modernen Zeit reicht ein Buch in der Handtasche schon längst nicht mehr. Nur mit der digitalen Büchervielfalt ziehen wir vertrauensvoll in den Kampf gegen die Langeweile. Ob wir tatsächlich mehrere „Bücher“ oder nur ein paar Seiten lesen, spielt am Ende keine Rolle.
Man hat, was man hat.
Oder: Man ist man, was man hat?
Was sind wir?
Modern?
Einfallsreich?
Wie wäre es mit verspielt?
Wir lieben den Luxus, den uns Technik im Alltag bieten kann. Das Internet zum Beispiel hat inzwischen beinahe jeden privaten Bereich unseres Lebens infiziert. Kommunikation, Shopping, die Suche nach der großen Liebe, Wissensdurst, Unterhaltung und sogar ärztlicher Beistand ist online möglich. Jetzt marschiert das Internet direkt in unsere Küchen. Auf seiner Schusslinie steht das Kochbuch. 

Exemplare von Tim Mälzer bis Jamie Oliver hausen von nun an als eingestaubte Geister in vergessenen Regalen und Küchenecken. Der FOODBLOG kommt und ersetzt die altmodischen Rezeptsammlungen. Die flimmert von nun an auf bunten Webseiten. Mehr noch! Dort gibt es raffinierte Kochtipps, Gewürzideen und professionelle Küchentricks. Und das Beste! In einem FOODBLOG kann jeder mitreden – ob Profi oder Anfänger. Einzige Voraussetzung ist die Liebe zum Kochen und Essen.

Googelt man den Begriff FOODBLOG bietet sich uns eine Auswahl von nahezu 710 000 Seiten. Dabei handelt es sich neben tatsächlichen Blogs auch um Artikel zum Thema und jede Menge Foren. Der FOODBLOG scheint sich größter Nachfrage zu erfreuen. Kein Wunder, ein Blog kann von jedem Internetkundigen betrieben werden. Die Themen kennen weder Grenzen noch Fantasielosigkeit.

Seit Mitte der 90iger ist der BLOG ein beliebtes Internetinstrument, sich auf sehr persönliche Weise mit anderen Usern weltweit auszutauschen. Der Ausdruck BLOG ist eine Wortneuschöpfung. In Deutschland steht er erst seit 2006 offiziell im Duden. Gedanklich setzt sich BLOG aus „WORD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zusammen. Letzteres bezeichnet nichts anderes als ein Tagebuch. Seinen Ursprung hat das LOG BOOK, zu Deutsch Logbuch, in der Seefahrt. Es fungierte als eine Art Reiseprotokoll. Für das Internet wurde aus „WORLD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zunächst der WEB-LOG. Ende der 90iger führte der Webdesigner Peter Merholz die Abkürzung BLOG ein, die sich schnell verallgemeinerte. Der Amerikaner Jorn Barger benutzte diese Bezeichnung auf seiner Webseite und wird seit jeher als erster richtiger BLOGGER benannt.

Im Internet gibt es nichts Freieres als einen BLOG. Dieses persönliche Online-Tagebuch bietet den idealen Raum für jede Art von Meinung. Publikationen in Sachen Kultur, Wirtschaft, Sport und Politik stehen auf gleicher Ebene mit Liebeskummer, Starkult, Witzen, Mode oder Essen. Natürlich sind Blogs wie jede andere Webseite auch den allgemein gültigen Gepflogenheiten des Internets unterworfen. Wider der allgemeinen Auffassung, Blogs seien unbedeutend und amateurhaft, entfalten sie ihre Möglichkeiten vor allem ausgerechnet in politischen Belangen. International nutzen immer mehr Journalisten seine Online-Macht. Aus menchenrechtsverletzenden Ländern wie China, Syrien oder Iran bloggen Reporter ihre Erfahrungen in die weite Welt. Hier können sie sich frei von jeder Zensur zu Wort zu melden. Dazu führt natürlich auch die Verletzung der Pressefreiheit. Journalisten flüchten ins Internet und tragen dort ihre Kämpfe aus.

Bei Google ruft der Begriff BLOG 13 030 000 000 Seiten auf. Dagegen erzielt das Kochbuch nur 4 290 000 Treffer. Kochen und Essen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Dabei geht es nicht nur um reine Nahrungsaufnahme sondern auch um Genuss. Könnte das der Grund für die vielen FOOD BLOGS sein? Die Lust auf noch nie erlebte Würze. Der Durst auf berauschende Frische. Der Hunger nach dem Geschmack anderer Länder.

FOODBLOGS boomen. Kein Wunder, dass ihnen die Münchener Kulturzeitung MÜNCHENER FEUILLETON einen eigenen Artikel widmet. In der Juniausgabe vergleicht sie FOOD BLOGs mit Kochsendungen, bemerkt ihre Popularität und würdigt ihre Schöpfer. Nicht zuletzt weil sich der angesehene Gastronomiekritiker Wolfram Siebeck zuerst bissig über FOOD BLOGs äußerte, nur um dann ein halbes Jahr später selbst einen zu eröffnen. So schnell kann sich eine Meinung ändern. Wie auch immer, es scheint ein erfolgreiches Phänomen zu sein. Phänomenal ist auch, dass die Frauenzeitschrift BRIGITTE 2011 einen Food-Blog Award veranstaltete. NEW KITCH ON THE BLOG heisst der Gewinner. Wir finden: Ein sehr kreativer Titel, die Seite sieht dagegen eher unscheinbar aus. Nun BRIGITTE wird’s wissen. 2012 lockte die Frauenzeitschrift nun mit einem Kreativ-Blog Award.
Was das ist?
Keine Ahnung! Am 15. Juni war es soweit. Vielleicht werden Sie ja zum Blogger und finden selbst heraus, wer gewonnen hat

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SPIEL TRIFFT COMPUTER – Tennis for two

SPIEL TRIFFT COMPUTER _ DIE REISE DER DIGITALEN SPIELE – Tennis for two

Am Tag der Offenen Tür des Kernforschungszentrums “Brookhaven National Laboratory” präsentierte der Physiker William Higinbotham 1958 in einer dafür vorgesehenen Turnhalle das wohl erste Computerspiel der Welt: TENNIS FOR TWO.
Higinbotham stellte dafür einen Analogcomputer und ein kleines Oszilloskop bereit. Bedient wurde das Spiel über zwei kleine Steuerarmaturen in Form silberner Kästen. Das Drücken des darauf befindlichen Knopfes ermöglichte das Schlagen des Balles, ein grober, runder Griff beeinflusste den Winkel.

1962 folgte SPACE WAR, das sich als tatsächlich erstes wahres Computerspiel versteht. Seine Erfinder Wayne Witanen, J. Martin Graetz und Steve Russel müssen unglaublich stolz gewesen sein. Es war für den PDP-1 (Programmed Data Processor) entwickelt worden und verbrauchte 9 KB. Der PDP-1 war der erste Mini-Computer, obwohl diese Bezeichnung nichts mit seinem Äußeren zu tun hat. Wer einen PDP-1 gesehen hat, weiß, dass er ein wahrer Riese war. Erfunden wurde er 1960 von der Firma DEC. Zu seiner Zeit war er das Modernste des Modernen.
In dem Spiel SPACE WAR konnte man zwei Raumschiffe die Sonne umkreisen lassen. Ziel war es, das gegnerische Raumschiff abzuschießen oder in die Sonne zu stürzen. Problem: Das Gravitationsfeld der Sonne zog alles an: Raumschiffe und abgefeuerte Geschosse.

ODYSSEY. So lautet der Name der ersten Spielkonsole für den Heimbedarf, für welche 1968 zum ersten Mal ein Videospielpatent vergeben wurde. Sie erschien allerdings erst 1972 auf dem Markt, obwohl ihr Erfinder Ralf Baer mit Hilfe von Bob Tremblay bereits 1968 einen Prototyp entwickelt hatte. ODYSSEY bot eine kleine amüsante Auswahl diverser Spiele.

1972 gründeten Nolan Bushnell und Ted Dabney am 27. Juni ihre Firma ATARI. Ihnen verdanken wir PONG. Zwei dünne Balken, rechts und links, müssen immer und immer wieder einen Ball treffen. Keep it simpel, dachten sich die Erfinder. In kürzester Zeit lancierte PONG zum populärsten Videospiel der 70iger und vieler Generationen danach. PONG ist aber nicht das einzige Erfolgsspiel von ATARI. Kluge Köpfe wie z. B. Steve Jobs entwickelten weitere Spielabenteuer wie BREAKOUT, TANK oder SHARK JAWS. Letzteres punktete mit den ersten animierten Spielfiguren.

1976 sorgte DEATH RACE 2000 für Aufsehen. Nach diversen Neuentwicklungen in Sachen Hardware und Spielgestaltung, brach eine Diskussion über Gewalt in Computerspielen aus. Ziel in DEATH RACE 2000 war es möglichst viele Strichmännchen mit dem Auto zu überfahren. Obwohl die Figuren nicht menschenähnlich erschienen, zerriss die Presse das Spiel. Konsolenfans schien das jedoch nicht abzuhalten. Auch dieses Spiel wurde ein Renner.

1979 wurde die Spielewelt erneut aufgewühlt. ULTIMA erschien. Der Vorreiter eines jeden Rollenspiels bestach mit seinen innovativen Ideen, die nie langweilten und immer überraschten. Noch heute kann man ULTIMA spielen, hauptsächlich online. Figuren, Szenerie und Themen sind nach wie vor brisant und es lohnt sich, einen Abstecher in die ULTIMA WELT zu unternehmen.

Jeder kennt den PAC-MAN. 1980 war sein Jahr. Er bot eine willkommene Alternative zu den Baller- und Rollenspielen. Der PAC-MAN war die amerikanische Version des japanischen PUCK-MAN. Der Titel entsprang aus der japanischen Lautmalerei PAKU PAKU. Das bedeutet auf Deutsch ungefähr “wiederholt den Mund öffnen und schließen”. Die japanische Lautmalerei hat eine lange Tradition und dient den Kindern bei der Findung einer richtigen Aussprache. Da den Amerikanern allerdings PUCK zu sehr nach FUCK klang, änderte man den Namen. Im Spiel frisst sich der PAC-MAN auf der Flucht vor Gespenstern durch unzählige Labyrinthe. Wieder mal simpel. Vielleicht hat es das Spiel deswegen bis heute als KULT überlebt.

1981 tauchte nicht nur der erste richtigen Computer auf, sondern auch ein Gorilla in der Spielewelt. Startschuss für DONKEY KONG. Das erste erfolgreiche Spiel der Firma NINENTENDO, die bald mit SUPER MARIO, POKÉMON und ZELDA auftrumpfen würde. Das Spiel begründete ein neues Genre: Jump’n’Runs.

1989 kommt NINTENDO dann mit einem kleinen handlichen Gerät daher. Der kleine Bursche nennt sich GAMEBOY und verhilft einem anderen Spiel zum Kultstatus. TETRIS. Es wurde 1984 von dem russischen Programmierer Alexei Paschitnow entwickelt. So richtig bekannt machte es die Auslieferung der GAMEBOYs.

1993 erfuhren weltweit Computerspieler eine Sensation. Der Ego-Shooter DOOM platzte auf dem Markt. Ein 3D-Game der Superlative. Es läutete nicht nur eine neue Zeit für die Spiele-Welt ein, sondern auch ein ständiges Wettrennen der Spiele-Hersteller. Ab sofort wollten die Games echter, brillanter, innovativer und einzigartiger sein. In Deutschland geriet DOOM zunächst unter Beschuss und schließlich unter Verschluss. Aufgrund der Brutalitäten wurde es für erstmal zurückgehalten und galt als jugendgefährdend. Bis heute gibt es in Sachen Ego-Shooter hitzige Diskussionen.

1995 erscheint abermals eine neue Generation der Spielkonsolen. PLAYSTATION – dein Platz zum Spielen. Obwohl die Spielkonsole von Anfang an ein voller Erfolg zu sein schien, stellte der Hersteller mit der dritten Version 2006 die Produktion ein. Geblieben ist ihr Ruhm, denn SONY schaffte es damals den langjährigen Marktführer und Konkurrenten NINTENDO von seinem Thron zu stürzen.

Bis heute hält sich die Nachfrage nach der Playstation III. Gefolgt sind ihr die Wii 2 und die X-BOX. Auch online finden sich viele Gamer und frönen ihrer Lust nach Spielen jeder Art. Ob auf dem Handy, dem Rechner, der Spielkonsole oder auf dem Brett – Spiele sind hin und wieder unterhaltsame Ablenkungen. Bestenfalls killen sie die Langeweile und dann heißt es GAME OVER.

ANGRY BIRDS

DIE VÖGEL SIND LOS

1963 faszinierte Alfred Hitchcock sein Publikum mit einem wahrhaftigen Gruselszenario. DIE VÖGEL kamen in die Kinos und lehrten uns das Fürchten. Der Originaltitel lautet übrigens THE BIRDS.
Erinnert Sie das an etwas?
Nein?
Vielleicht helfen ein paar Details auf die Sprünge.
In Hitchcocks düsterem Tierhorrorstreifen verbreiten aggressive Vögel Angst und Schrecken.
Na? Klingelt’s jetzt?
Genau!
ANGRY BIRDS – Das wohl populärste Computerspiel der Gegenwart.
Seit seinem Erscheinen sorgt es weltweit für grenzenlose Begeisterung und einem manchmal hilflos belächelten Suchtverhalten. Was wohl der Altmeister der Spannung Alfred Hitchcock dazu gesagt hätte? Seine dunkle Vogelvision entspringt einer Kurzgeschichte der englischen Schriftstellerin Daphne du Maurier – ANGRY BIRDS den gehetzten Köpfen der finnischen Softwarefirma ROVIO. Gehetzt deswegen, da sie bis ANGRY BIRDS keinen wirklichen Erfolg mit ihren Computerspielen erzielt hatten und kurz vor der Firmenpleite standen.

DIE ERFINDER und der TAG 1

ANGRY BIRDS war das 52. Spiel von ROVIO. Firmengründer Mikael und Niklas Hed setzten alle Hoffnungen darauf. Seine Entwicklung kostete 110 000 EUR. Der hauseigene Spieldesigner Jaakko Iisalo kreierte die Figuren. 2009 erschien ANGRY BIRDS als Iphone-App in Finnland. Obwohl das Spiel zunächst kaum angenommen wurde, dauerte es nicht lange und die wütenden Vögel stürmten die App-Chartliste. Mittlerweile sind sie weltweit die Nummer 1 und ROVIO verdankt seinem Glückstreffer ANGRY BIRDS Umsätze im zweistelligen Millionenbereich. Angeblich soll sich der Umsatz jährlich verzehnfachen.

DIE FIGUREN

Kleine, vor Wut rot gewordene Vögel und grüne, unschuldig drein glotzende Schweine. Wie kommt man auf so was? Spieldesigner Jaakko berichtet in einem Zeitungsinterview des SZ-Magazins, dass er einfach irgendwann in der Nacht Vögel gemalt habe. Die Schweine waren seit 20 Jahren sein Ding, er malte sie immer und immer wieder. Nun trafen beide aufeinander. Weil damals gerade die Schweinegrippe umging, färbte Jaakko seine grunzenden Tierfreunde grün und entschied, dass sie somit die Guten seien. Seine gefiederten Freunde tauchte er in ein gefährliches Rot und machte sie zum Feind der Schweine. Grün gegen Rot. Gut gegen Böse.

DAS SPIEL

ANGRY BIRDS ist ein sogenanntes Artillery Game. Das bedeutet, dass mehrere Runden bzw. Levels oder/und mehrere Spieler möglich sind. Seinen Ursprung hat die Bezeichnung in einem gleichnamigen Spiel Anfang der 80iger. Einzelne Spieler konnten sich schlichter Kanonen bedienen, um die Gegner außer Gefecht zu setzen. In ANGRY BIRDS hat der Spieler die Macht und Kontrolle über verschiedene Vögel mit verschiedensten Eigenschaften. Diese werden auf diverse Bauten geschleudert, in denen sich die Schweine verstecken. Hier geht es aber nicht um bloße Gewalt, hier geht es um Gerechtigkeit. Die Schweine haben nämlich die Eier der Vögel gestohlen. Der Rest ist Kult und suchtverdächtig.

DIE ZUKUNFT

Seit Erscheinen der ANGRY BIRDS lässt der Hype um das Spiel nicht nach. Nach ANGRY BIRDS folgte ANGRY BIRDS SEASON folgte ANGRY BIRDS RIO und folgt nun ANGRY BIRDS SPACE. In dem neusten Abenteuer hat sich eine gigantisch große Kralle die Vögeleier gegriffen. Mittels Wurmloch jagen die wutentbrannten Vögel hinterher und landen in einer fremden Galaxie mit – wie kann es anders sein – Schweinen.

Die ganze Welt spielt ANGRY BIRDS. Der Erfolg des Spiels ist und bleibt ein Geheimnis. Vielleicht liegt es an der Schlichtheit, an der unkomplizierten Handlung, an dem Schnick-Schnacklosem oder aber einfach an uns. Vielleicht können wir uns einer so treuen Marke, einem modernen Hype, einem absoluten IN-Ding, dem „das kennt doch jeder“ einfach nicht widersetzen. Vielleicht, weil sich unserer Gehirn hin und wieder einfach nur gedankenlos treiben lassen will. Vielleicht aber stehen wir einfach auf Schweine und Vögel.

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