World Wide Web
Substantiv, Neutrum
[ˈwəːld ˈwa͜id ˈwɛb]
= das INTERNET
Elektronische Daten, Protokolle, HTML, URL, Hyperlinks, Browser und Skripte.
Das Internet ist eine fantastische Welt, die nichts unmöglich macht – egal, wo du dich befindest.
Wie groß ist das Internet? Eine Frage, die eine ähnliche Dimension anzunehmen scheint wie die nach dem Sinn des Lebens. Denn es ist eine ernüchternde Tatsache, dass keine eindeutige Antwort möglich ist. Von uns geschaffen, hat das Internet Ausmaße angenommen, die wir scheinbar nicht mehr kontrollieren können. Wir wissen nur, dass es das WWW schafft, Jahr um Jahr seine eigenen Rekorde zu brechen. So auch 2012. Das Netz wächst und wächst. Stetig. Ins Unendliche.
Um überhaupt auch nur einen Hauch von Größe und Ausmaß geben zu können, nutzen aktuelle Studien nackte Zahlen:
2,2 Billionen Mail-User 144 Billionen verschickte Emails pro Tag 634 Millionen Webseiten (stand Dezember 2012) 191 Millionen Google-Nutzer (November 2012) 1 Milliarde Facebook-Nutzer (Oktober 2012)
So könnte man weitermachen. Zahl um Zahl. Doch genügen mathematische Werte, die wir kaum begreifen, um die Größe unserer virtuellen Kommunikationswelt sichtbar zu machen? Laut diversen Studienversuchen ist dies nur möglich, wenn man das Userverhalten betrachtet, also für welche Zwecke Menschen das Internet nutzen. Das Ergebnis ist irgendwie kaum überraschend. An erster Stelle stehen Suchmaschinen, gefolgt von Social Media-Seiten und Mediendiensten. Wir wissen inzwischen, dass das Internet ein Universum an Inhalten bildet, die unserer Unterhaltung und Information dienen. Übrigens 45 Prozent des gesamten Internet-Traffics sollen bereits die Top 515 der beliebtesten Seiten ausmachen.
Das Internet lässt sich also nicht so einfach in die Karten schauen. Na gut. Wie schaut es denn mit einer Archivierung der Inhalte aus? Besser! Dafür gibt es die WAYBACK MACHINE. Ein Internet-Gedächtnis, das uns ermöglicht, Webseiten und Inhalten vergangener Jahre an- zusehen. Inzwischen sind 240 Milliarden Pages abrufbar, die bereits der Vergangenheit angehören. Die Idee zu der einzigartigen Archivierung hatte ALEXA-Gründer Brewster Kahle. 1996 rief er das gemeinnützige Projekt INTERNET ARCHIVES ins Leben. Und genau bis 1996 kann man mittels der WAYBACK MACHINE zu Urversionen von Webseiten und Inhalten zeitreisen.
Finden Sie also auf eigene Faust heraus, wie groß unser Internet-Universum wirklich ist!
Die 1995 gegründete Online-Unternehmen offenbarte jüngst Pläne, 2013 mit einer eigenen userfreundlichen Suchmaschine für Aufsehen sorgen zu wollen. Angeblich werden dort gesuchte Inhalte unmittelbar auf der Suchmaschinenseite angezeigt. Mehr Details lässt das Unternehmen vorerst im Dunkeln, da sich alles noch in der Testphase befinde.
Bevor Menschen überhaupt das Bedürfnis nach einer Suchmaschine verspürten, tauchte 1995 ein Hund im Internet auf, der bereit war, uns als Freund und Helfer im World Wide Web zur Seite zu stehen. LYCOS eroberte das Netz. Es tummeln sich zahlreiche Theorien und Gerüchte über sein Firmenlogo. Der schwarzer Labrador mit blauem Halsband ist noch heute jedem ein Begriff. Der Name LYCOS wurde angeblich von der lateinischen Bezeichnung für ein Insekt begründet. LYCOSIDAE – die Wolfsspinne. Schöpfer dieser Idee ist der Gedanke an Computerprogramme, die damals begannen, das Internet zu durchforsten und Webseiten zu analysieren. Einer der ersten Webcrawler war der WORDL WIDE WEB WANDERER. Diese Programme wurden allgemein hin auch als SPIDER, also Spinne, betitelt – vielleicht weil es sich Spinnen in der Natur ebenfalls zur Aufgabe gemacht haben, Herr über ein feingesponnenes Netz zu sein – so wie die Webcrawler oder heute die Suchmaschinen. Die Natur der Spinne repräsentiert den Namen LYCOS, doch als Logo kam sie nicht in Frage. LYCOS, was im Griechischen WOLF bedeutet, entscheidet sich für dessen domestizierten Artgenossen, den Hund.
Bis zum raketenartigen Aufstieg von Google Ende der 90iger war LYCOS ein überaus erfolgreiches Unternehmen mit Suchmaschine, Webverzeichnis, Kommunikations- diensten, Inhalt-Channels, Webseiten-Hosting und Online-Community. Inzwischen gibt es das Unternehmen so nicht mehr, es gehört zum indischen Onlinevermarkter YBRANT DIGITAL. LYCOS EUROPE ist ein Gemeinschaftsunternehmen von LYCOS und BERTELSMANN. In den vergangenen Jahren laufen die Geschäfte immer besser und LYCOS ist endlich bereit, sich seinen Platz im digitalen Netz zurück zu erkämpfen. Die Spinne im Wolfs- oder besser Hundepelz wartet darauf seit über 15 Jahren. Wir spitzen die Ohren und halten Ausschau, wo und wann sie mit aufregenden Neuigkeiten aus ihrem Versteck auftaucht und uns in ihre neue Welt einspinnen wird.
“We want to the be the first place people think of when they want to do a search, or look for content or interact with the friends, business partners, peers and family. In that sense, I don’t think that the strategy has changed. I think that the way that we go about fulfilling that missions statement is evolving as the Web use-case evolves.” Zitat: Rob Balazy (LYCOS CEO)
„Wir möchten der erste Ort sein, an den Menschen denken, wenn sie etwas suchen, nach Inhalten Ausschau halten oder mit ihren Freunden, Geschäftspartnern, Kollegen und Angehörigen kommunizieren wollen. In diesem Punkt denke ich nicht, dass sich unsere Strategie jemals geändert hat. Nur die Art und Weise, wie wir versuchen, diese Mission zu erfüllen, entwickelt sich auf stetig wie das Internet.“
Kurz vor dem Beginn des neuen Jahres erscheinen die ersten Berichte über Veränderungen, die uns 2013 erwarten. Steigende Strompreise, der neue Rundfunkbeitrag, drei Cent mehr für eine Briefmarke und die üblichen Steuerneuerungen. Für die chine- sische Regierung sind solche Veränderungen wohl eine Kleinigkeit. Sie beschäftigt sich mit etwas viel Größerem. Etwas Elementarerem. In China strengt man sich an, die menschlichen Rechte im Internet zu beschränken. Ein MUST HAVE in einer Volksrepublik. Grenzen sind wichtig – besonders im bevöl- kerungsdichtesten Land unserer Erde. Schließlich ist es kein Kinderspiel 1,3 Milliarden Menschen zu kontrollieren. Pardon. Zu führen. Nein. Das ist irgendwie auch nicht der richtige Ausdruck dafür. Sagen wir einfach, zu beschützen. So formuliert es gern die chinesische Regierung. Der Schutz seiner Bürger und der des Landes ist das stärkste Argument für die erneute Beschneidung der Internet-Freiheit und so ist das Internet in Gefahr. Die Anonymität für chinesischen User im World Wide Web wird abgeschafft. Das betrifft momentan 500 Millionen Menschen. In Zukunft werden sie dazu verpflichtet, bei dem Anlegen eines Profils auf einer Internetseite, ihren tatsächlich rechtlich geltenden Namen anzugeben. Virtuelle Ausweisung. Wow! Das alles – so ein Sprecher des Nationalen Volkskongresses – sei die einzig richtige Reaktion auf die zuletzt immer häufiger auftretenden Verleumdungen im Internet und der Missbrauch virtueller Daten. Chinas Regierung stellt die der Meinungsfreiheit dienliche Anonymität im Internet hinter die Sicherung öffentlicher Interessen? Sind das nicht vor allem politische Interessen? Natürlich können die Nutzer nach der Registrierung für Ihre Aktivitäten im Netz weiterhin ein Pseudonym verwenden, aber Kurznachrichten, wie die sozialer Netzwerke, könnten nun seitens der Regierung einem greifbaren Verfasser zugeordnet werden. Praktisch, oder? Das perfekte neue Gimmick in Sachen Internetzensur. Da hat China bereits so einiges im Angebot: Die extragroße Firewall, die ausschließlich bewilligtes Gedankengut durchlässt, das Verbot von Facebook und Twitter, die viel zu westlich sind und Filter, die auf bestimmte Schlagworte im Internet chinaverordnet reagieren und – natürlich – schützen. Somit dürfte China in Sachen Internetsicherheit Spitzenreiter sein. Doch wer will dieses unfreie Maß an Sicherheit? Wünschen wir uns nicht diesen einen Platz, wo jede und jeder seine Gedanken fern jeder Zensur, fern jeder Angst, offenbaren kann? Die unendlichen Weiten des Webspace bieten diese Möglichkeit. Eine außergewöhnlich seltene Freiheit. Mehr noch. Sie gestatten einen kritischen Austausch in einem internationalen Miteinander. Natürlich müssen auch hier menschliche Werte und Rechte Bestand haben, ja sogar geschützt sein, aber auf eine freie Weise, so dass jenes gewisse Maß an Internet-Autonomie unangetastet bleibt. Also: Hände weg vom Internet! Ein Aufruf, der sich bereits Anfang Dezember nach Dubai richtete.
Dort fand die WCIT statt. WCIT steht für WORLD CONFERENCE ON INTERNATIONAL TELECOMMU- NICATION (weltweite Konferenz für internationale Fern- meldedienste). Sie wird von der INTERNATIONALEN FERNMELDEUNION (ITU) ausgerichtet. Diese Sonder- organisation der vereinten Nationen beschäftigt sich mit allen Aspekten weltweiter Telekommunikation. Die WCIT 2012 empfing 1600 Abgeordnete aus 151 Mitgliederstaaten.
Punkt 1 der Tagesordnung war die Verabschiedung einer überarbeiteten Vollzugs- ordnung für die internationalen Fernmeldedienste (International Telecommunication Regulations), kurz ITR. Dabei geht es um die Regulierung der weltweiten Telekom- munikation. Da die bisherige ITR-Fassung von 1988 stammte, war es an der Zeit, sie dringend den aktuellen technischen Standards anzupassen. Westliche Länder wehrten sich gegen die neu verfasste ITR, da sie uneindeutige Passagen in Bezug auf das Internet und einer damit verbundenen Regulierung enthält.
Ein heikles Thema, da die ITR ein völkerrechtlich bindender Vertrag ist und die Beschneidung des Internets vor allem von westlichen Ländern abgelehnt wird. 89 Mitgliederstaaten haben dennoch das aktuelle Regulierungswerk unterschrieben. Deutschland nahm den Stift nicht in die Hand, da die zuvor erwähnten Formulierungen allen Staaten gleiche Rechte für die Regulierung und Zensur des Internets ermöglichen. Eine weise Entscheidung, denn in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen in China, ist eine nochmalige erneute Über- arbeitung der ITRs dringend nötig! Eindeutige Formulierungen müssen her, die auch weniger demokratischen Länder verklickert, das die Freiheit des Internets unantastbar sein muss!
Der Beruf des Komikers ist so alt wie das Lachen. Aber nur weil wir in der Lage sind, einen Witz gut zu erzählen und damit unser Gegenüber zum Lachen bringen, bedeutet das NICHT, dass wir TALENT zum Komiker haben. Dazu gehört etwas mehr. Scharfsinn. Ein Blick für das Bedeutsame. Das Verständnis für unser Gesellschaft, das Gestern, Heute und Morgen. Bereits die Griechen unterschieden zwischen Komisch und Komik. Letzteres wurden von ihnen zur Kunst erklärt. Allerdings galt es eine Bedingung zu erfüllen. Die Komik sollte zum Nachdenken anregen. Ein kritischer Witz – könnte man sagen. Tiefgreifend. Wachrüttelnd. Intelligente Komiker verwandeln sich in unterhaltsame Spiegel unserer Gesellschaft. Das ist und war schon immer so. Zu den Legendärsten unter ihnen zählen vor allem Charlie Chaplin, Stan Laurel & Oliver Hardy, die Marx-Brothers, Karl Valentin, Louis de Funès, Jerry Lewis, Peter Sellers, Bob Hope, Loriot oder Jim Carrey.
Jim Carrey? Das überrascht sie jetzt aber? Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass dieser Mann ein Multitalent ist? Bevor der in Kanada geborene Allrounder ins Filmgeschäft einstieg, war er ein gefeierter Stant-up-Komödiant. In Amerika hält man ihn sogar für einen würdigen Jerry Lewis-Nachfolger. Bereits in der Schule hatte der quirlige Jim nichts anderes im Kopf als den Klassenclown zu spielen. Kulturgeschichtlich ist der Clown ein absolut stummer Komiker. Seine Gesten und Aktionen bringen die Menschen zum Lachen. Der wortlose Narr tritt im Zirkus auf. Kein Ort für Jim Carrey, dem es schon gar nicht liegt, dauerhaft still zu sein. Im Alter von 15 quatschte er sich bereits durch die Comedy-Clubs Torontos. 1981 zog es in nach Los Angeles. Das feste Engagement im berühmten THE COMEDY STORE verschaffte ihm 1982 eine eigene TV-Show. Mit THE DUCK FACTORY startete also Jim Carrey seine Schauspielkarriere. Drei Jahre und 13 Folgen später engagierte ihn der Fernseh-Regisseur Howard Storm für seinen ersten und einzigen Kinofilm EINMAL BEISSEN BITTE (ONCE BITTEN). In der Horrorkomödie spielt Jim einen noch jungfräulichen Teenager, der seiner Freundin endlich an die Wäsche gehen möchte, dabei aber in die Fänge einer Vamipirin gerät. Die Kritiker waren gnädig aber nicht begeistert. Trotzdem. Jim Carrey stand mit einem Fuß in der Tür zu Hollywood. Inzwischen hat er allen weltweit bewiesen, dass er ein ernstzunehmender Künstler ist, nicht nur Schauspieler oder Komiker. Die vielseitigen Facetten menschlicher Gefühle, Humor und eine gute Gesangsstimme zeichnen den einstigen Klassenclown aus. Seine besondere Kreativität und umfangreiche Fantasie präsentiert auch seine offizielle Homepage.
JIMCARREY.COM Wer das in die Adresszeile seines Internetbrowers eintippt, erlebt eine wahre Explosion der Möglichkeiten. Zunächst aber zeigt sich ein schwarzer Bildschirm. In die Mitte von diesem ist ein Spot gerichtet. Ein Wurm kriecht aus den Tiefen des Onlinekosmos hervor und rollt sich ein. Nichts weiter als ein amüsant gestalteter Ladeprozess für eine aufwendige, flashbasierte Homepage.
Die Startseite selbst ist eine Bilderkollage von Erinnerungen aus Jim Carreys Karriere, untermalt von einer liebgemeint schwermütigen Klaviermelodie. Unsere Blicke und Klicks begleiten extrem tierische Sounds. Wenn die Computermaus über einzelne Protagonisten dieser Startseitenwelt fährt, werden sie nicht einfach nur lebendig. Der staunende User wird zusätzlich noch von einer Soundwelle getroffen. Auch das Anwählen der wenigen Unterseiten ist hollywoodreif inszeniert. Beeindruckend ist aber die Page, die uns Einblicke in Jim Carreys Leben gewährt. Man wird dort von einem übermenschlichen Auge empfangen, welches uns aber nicht direkt anblickt. In dem mit Adern durchzogenen Augenweiß, der sogenannten Sclera, verstecken sich die Informationen, die uns interessieren. Ein Lebenslauf und private Bilder. Das Auge ist auch hier das Fenster zur Seele. Dabei erinnert die Art und Weise der Darstellung – die Angaben offenbaren sich in der Pupille – an ScienceFiction-Szenen, in denen Roboter über ihre Auge eine Fülle an Informationen sehen und speichern können.
JIMCARREY.COM ist eine fantastische Webseite, die Wert auf liebevolle und künstlerische Details legt. Ihre bunten Effekte und Soundwelten sind humorvoll und unterhaltsam. So wie ihr Besitzer, der Komiker & Schauspieler Jim Carrey. Wir erfahren, dass er nicht nur sein Arbeit mit Humor nimmt sondern auch sein Privatleben. Eindrucksvoll demonstriert diese Homepage, das Internet unserer Kreativität vollkommene Freiheit lässt und unserem Bedürfnis nach Ausdruck keine Grenzen setzt. Online laden wir andere dazu ein, mit uns in unsere intimsten Tiefen zu tauchen, mehr von uns zu sehen und zu erfahren. Eine Hompage speichert diese persönlichen Informationen und ist somit eine Art virtuelle DNA: Ein Abbild unseres Sein und Schaffen in Bits und Bytes.
2004 begann eine Revolution Im Internet. Den bisherigen Herrschern über die Welt der sozialen Netzwerke drohte der Verlust ihres gemeinschaftlichen Thrones. Ein moderner Ritter in schimmernd blauer Rüstung fegte die alten Könige aus dem Sattel. Vorreiter wie CLASSMATES.COM, MYSPACE oder ORKUT zogen sich zurück und überließen fortan FACEBOOK die Führung über das Reich der Sozialen Netzwerke.
Ein ganzer Planet hat einen gemeinsamen Freund: FACEBOOK
Darüber reden alle.
Aktuell interessieren sich die Kritiker für die schwächelnden Aktienkurse und die User für die Zwangseinführung der sogenannten Timeline, die am 28. August 2012 wohl für jedermann ein unausweichliches MUST BE sein wird. Weltweit sind 955 Millionen Mitglieder monatlich auf FACEBOOK online. Tendenz weiterhin steigend. Übrigens befinden sich von den 955 Millionen Menschen satte 81% außerhalb der USA und Kanada. 3976 Angestellte sind für den Weltkonzern im Moment tätig. Der Hauptsitz ist nach wie vor in Kalifornien. Allerdings liest sich das Register der Zweit-Büros wie ein Routenplan für eine Weltreise: Atlanta, Chicago, Dallas, Los Angeles, Miami, New York, Washington, Amsterdam, Sidney, Brussels, Dublin, Hamburg, Hong Kong, London, Madrid, Paris, Sao Paulo und viele, viele mehr. FACEBOOK verbindet Kontinente, Länder, Städte, Firmen, Privatleute, Künstler und Fans. Sie alle wollen miteinander quatschen, chatten, posten – am Leben der anderen teilhaben, Geschäfte und Werbung machen, Aufmerksamkeit erwecken und manchmal ihr Intimstes bloßstellen. Verlockend sind Posting-Beiträge, die unser langweiliges Leben brachial aufdecken.
Harmlos?
Ja.
Es gibt Schlimmeres.
Egal. Darum geht es heute nicht.
Es geht darum, dass wir auf FACEBOOK machen und sein können, was und wer wir wollen. Denn FACEBOOK hat eine Vision: Make the world more open and connected!
Ein Schlachtruf für eine moderne Netzwerkgemeinschaft.
Ein vielsilbiges Synonym für unser virtuelles Kommunikationsbedürfnis.
Und FACEBOOK ist unsere Lieblingsdroge.
Was aber bedeutet dieser Name und warum macht dieses simple Konzept einen Großteil aller modernen Menschen süchtig?
EIN BUCH VOLLER GESICHTER
Der Name FACEBOOK ist aus zwei unkomplizierten, englischen Wörtern zusammengesetzt.
FACE and BOOK.
GESICHT und BUCH.
Auch wenn diese beiden Vokabeln das Konzept von FACEBOOK perfekt umschreiben, fragen wir uns doch, wie der Name entstanden ist. Woher kommt dieser Zusammenschluss zweier Vorschulbegriffe?
Als Vorlage oder Ideengeber dienten dem Gründer Mark Zuckerberg die berühmten Jahrgangsbücher amerikanischer Universitäten. Alle neu ankommenden Studenten einer Hochschule erhalten ein gebundenes Exemplar, in welchem ihre Mitstreiter mit Foto und Namen aufgelistet sind. Die Amerikaner nennen diese Jahrgangsbücher FACEBOOKs. Eine alte Tradition, die vielleicht Mark Zuckerberg als frisch gebackener Student an seinem ersten Tag an der inzwischen über 375 Jahre alten Eliteuniversität HARVARD bewegt hat. Bis 2006 studierte er dort Informatik und Psychologie, gab sein Studium aber aufgrund des rasanten Erfolges von FACEBOOK ohne Abschluss auf.
Der als Nerd verschriene Mark Zuckerberg war bekannt für seine Programmierungskenntnisse. Ein Segen und Fluch zugleich, denn für den unscheinbaren Außenseiter waren diese nicht all zu selten eine Rückzugsmöglichkeit. Der junge Zuckerberg wollte dazu gehören, in eine Studentenverbindung eintreten, Teil des Campuslebens sein. Doch irgendwie wollte das alles nicht so richtig klappen. Erst durch sein außerordentliches Geschick für unterhaltsames Internet-Entertainment erregte er die Aufmerksamkeit seiner Mitstudenten.
DERFACEBOOK-URKNALL
Langeweile führt hin und wieder zur Rebellion. 2003 ist Mark Zuckerberg 20 Jahre und hat das Teenager-Sein erst kürzlich hinter sich gelassen. In diesem Alter dreht sich alles um Mädchen, Anerkennung und Erfolge. Vor allem persönliche Gefühle leiten unser Urteilsvermögen. Aus Trotz und falschem Stolz bastelt Mark Zuckerberg zum Beispiel in nur wenigen Stunden einer Nacht eine fiese Version eines Online-Jahrgangbuches. Er nennt es FACEMASH. Per Zufallsgenerator werden jeweils zwei Frauen-Fotos eingeblendet und die Studenten können die Attraktivität ihrer weiblichen Kommilitoninnen beurteilen. Allerdings ist das Bewertungssystem sehr fragwürdig und nicht zuletzt frauenverachtend. Trotzdem schläg es ein wie eine Bombe. In dieser einen Nacht führt das große Interesse an der Seite zu Problemen des Harvard-Netzes. Unverzüglich eliminiert die Universität die Seite. Ihr Erschaffer Mark Zuckerberg muss sich wegen Copyright-Verstößen rechtfertigen. Die Fotos hatte er – irgendwie logisch – natürlich ohne die Zustimmung der Frauen online gestellt. Aber welche der Damen hätte sich tatsächlich dazu bereit erklärt?
Dieser Erfolg blieb nicht unentdeckt. Die Winklevoss-Zwillinge sprachen den FACEMASH-Erfinder auf seine genialen Fähigkeiten an. Der Erfolg der Seite hat sie beeindruckt und sie glaubten in Zuckerberg den Richtigen für ihr eigenes Online-Projekt gefunden zu haben. Die als durch und durch Gentlemen bekannten Winklevoss-Brüder planten ein soziales Netzwerk namens ConnectU. Mark Zuckerberg sollte ihnen die Webseite programmieren. Allerdings sagte dem Internet-Nerd die Idee hinter dem Konzept nicht zu. ConnectU verstand sich als eine versteckte Datingseite. Das gefiel dem idealistischen Zuckerberg gar nicht. Er hielt die beiden irgendwie hin und entwarf sein eigenes Online-Netzwerk, dass einem Online-Jahrgangsbuch ähnelte. 2004 gründete er mit seinen Freunden Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes eine neue Online-Welt für Studenten: THEFACEBOOK.COM.
ALLER ANFANG IST LEICHT
Tag 1: 600 User
Mark Zuckerberg und seine Freunde konnten kaum glauben, wie schnell sich ihre Seite unter den Studenten herum sprach.
Das erste Layout war bereits damals in dem markanten Blau, welches heute zum Facebook-Markenzeichen gehört. Angeblich hat Mark Zuckerberg eine Rot-Grün-Sehschwäche. In der Symbolik verkörpert die Farbe Blau das Göttliche und steht für Treue. Das passt zu dem FACEBOOK-Gründer, der trotz diverser Zwischenfälle irgendwie immer er selbst bleibt. Auch wenn sich Layout und Funktionen der Seite stetig weiterentwickeln, die Philosophie und der Mensch dahinter sind unveränderlich. Nichts kann sein Engagement für sein Lebenswerk bremsen. Nicht einmal eine Klage der Winklevoss-Zwillinge und auch nicht die seines besten und einzigen Freundes und Mitbegründer Eduardo Saverin.
SCHRECKEN MIT ENDE
Nachdem sie vergebens auf Antwort und Arbeitsbereitschaft seitens Mark Zuckerberg gewartet hatten, verklagten die Winklevoss-Zwillinge nach Auftauchen FACEBOOKs seinen Gründer Mark Zuckerberg auf eine Entschädigung im Wert von 140 Millionen Dollar. Der Rechtsstreit sollte bis 2011 dauern. Im Jahr 2008 aber überraschten die Brüder die Öffentlichkeit mit ihrem Wunsch auf einen Vergleich. Sie kassierten 65 Millionen Dollar. 20 Millionen davon wurden in bar ausgezahlt, der Rest in Aktien. Später hieß es jedoch plötzlich, sie wollten den Vergleich rückgängig machen, weil Facebook den wahren Unternehmenswert verschwiegen hätte. Der zuständige Richter urteilte zugunsten Facebooks.
Ein ganz anderer Fall ist der Prozess, angestrebt vom Mitbegründer Eduardo Saverin. Zu Beginn der Ära FACEBOOK hatte der Student 1000 Dollar Startkapital zur Verfügung gestellt, so dass die Seite überhaupt online gehen konnte. Als Chief Financial Officer (CFO) hatte er die Kontrolle über die Finanzen und wollte im Zuge dieser Werbekunden gewinnen, um Gelder für das kleine Unternehmen zu akquirieren. Seine Bemühungen entsprachen allerdings nicht so ganz Zuckerbergs Vorstellungen. Damals verabscheute er noch Werbekampagnen auf seiner Seite. Als er dann die Dienste des Web-Gurus Jean Parker in Anspruch nahm, wurde THEFACEBOOK.COM zu FACEBOOK und dem in Brasilien geborenen Saverin entglitt die Kontrolle. Er wurde ausgeboten und ins Aus geschoben. 2005 verklagte er kurzerhand seinen besten Freund und das Unternehmen. Nach Einigung unterschrieben beide eine Geheimhaltungsklausel, auf das nie die ganze, sicherlich sehr intime Wahrheit an die Öffentlichkeit gerate. Auf dem Papier steuern die beiden ehemaligen Freunde einen gemeinsamen Kurs an, im Leben gehen sie getrennte Wege.
Mark Zuckerberg, Sohn eher unkreativer Eltern mit jüdischem Stammbaum, ist Atheist. Er glaubt nicht an Gott.
Woran glaubt er überhaupt?
Der Film THE SOCIAL NETWORKS von David Fincher versucht ein persönliches Bild des FACEBOOK-Erfinders zu zeichnen. Auf der Leinenwand begegnet uns ein junger Student mit Komplexen, der sich als Arschloch tarnt, um sich vor emotionalen Verletzungen zu schützen. Gefühle, Ideale oder Pläne sind schlichtweg unsichtbar. Seine Begeisterung brennt für alles rund um die Freiheit im Internet. Sein Lebenswerk FACEBOOK scheint das einzig Greifbare in seinem Leben zu sein. Geld interessiert ihn nicht. Er bleibt bescheiden und trotz Ruhm und Erfolg der gleiche unscheinbare Nerd wie eh und je. Mark Zuckerberg hatte vor der Premiere des Filmes bekannt gegeben, dass er ihn sich nicht ansehen wolle. Vielleicht wagt er es dennoch eines Tages und offenbart danach sein wahres Ich. Denn der Film ist ein lahmes Portrait von einem Mythos names FACEBOOK und sein Erschaffer mehr als diese oberflächige Hülle mit einem großen Namen. Vielleicht offenbart sich Mark Zuckerberg als ganz normaler Mensch mit schlechten Angewohnheiten, Vorlieben und praktischen Ideen. Das wäre doch mal ein echt großes wert!
S E O – Über diese drei Buchstaben sind Sie mit Sicherheit gestolpert, wenn Sie sich oder Ihr Unternehmen im Internet präsentieren. SEO ist die Abkürzung für Search Engine Optimization oder hierzulande bekannt unter Suchmaschinen-Optimierung. Was aber bedeutet das eigentlich? In einem Satz zusammengefasst: Es geht um gezielte Aktionen, die Ihre Webseite in den Suchmaschinen-Hitlisten möglichst weit oben platzieren. Kurz gesagt, es geht um Marketing. Das oberste Ziel von SEO ist es, dass Sie möglichst viele Leser erreichen.
Auf der Suche nach Wissen begeben wir uns als moderne Menschen in die weltweit größte Bibliothek, die uns zur Verfügung steht: das INTERNET. Seine unendlichen Archive betreten wir mit Hilfe geschickter Türhüter, sogenannten Suchmaschinen. Sie allein stillen unseren Durst nach Wissen mit nur einem Klick und bieten uns in kürzester Zeit eine übergroße Anzahl von Vorschlägen, die auf unzähligen Seiten gelistet werden. Suchergebnisse. Treffer. Sites. Pages. Resultate. Sie fragen sich, was hat das alles mit SEO zu tun? Nehmen wir ein Beispiel. Ein junger Schauspieler sucht einen erfahrenen Coach zur Vorbereitung auf eine Rolle an einem Münchner Theater. Der junge Mann hat gerade sein erstes Engagement und bedarf der Erfahrungen eines alten Hasen, um Ruhe und Sicherheit in sein Spiel zu bringen. Da er neu in der Stadt ist, betritt er die weite Welt des Internets und tippt bei Google in das kleine Suchfeld sein Anliegen ein: Schauspiel Coach München Google liefert 1 530 000 Treffer in nur 0,19 Sekunden. Bereits auf der ersten Seite wird der junge Schauspieler fündig. Die Webseite sieht professionell aus und er trifft seine Wahl. Später werden ihm die Preise und der Coach unsympathisch sein. Pech! Das hat auch die erfahrene Münchnerin Ute Bronder, die bekannt dafür ist, ein gutes Händchen für junge Schauspieler zu haben. Auf sie wäre unser Jungtalent gestoßen, hätte er laaaange in den Suchergebnissen geblättert. Aber mal ehrlich! Wer von uns klickt auf dreistellige oder gar sechsstellige Seiten? Keiner. Wir treffen unsere Auswahl auf den ersten drei oder vielleicht ersten zehn Seiten. Wer ganz oben ist, muss doch auch gut sein, oder? Genau darum geht es bei SEO. Oben zu sein. Vorn zu sein. An erster Stelle zu stehen. Denn die Anordnung der Treffer für eine Suchanfrage ist kein Zufall sondern eine gezielte Auswahl der Suchmaschinen.
Zu den beliebtesten Suchagenten im Internet gehören Google, Yahoo, BING oder MSN Live Search. Sie tauchten Mitte der 90iger auf. Eine der ersten war unter anderem LYCOS. Erinnern Sie sich noch an das tierische Logo? Der schwarze Labrador war und ist jedem ein Begriff. Heute ist es der bunte Schriftzug von GOOGLE. Diese und andere Suchmaschinen sind eigentlich nichts weiter als Programme, die Webseiten aufgrund bestimmter Eigenschaften auflisten. Eigenschaften wieCONTENT,PAGE-RANKSoderMETA-TAGS. Begriffe, die in Ihren Ohren ein Klingeln auslösen aber kein Verständnis? Fachbegriffe, die nur Internetfreaks verstehen können und wollen? Nein. Mit Sicherheit nicht. Jemand muss sich nur die Mühe machen und sie ohne labyrinthische Abschweifungen ins Fachchinesisch erklären.
CONTENTist schlicht und ergreifend die englische Bezeichnung für das Wichtigste Ihrer Webseite: der Inhalt. 2011 präsentierte die Computerzeitung WEBSTANDARDS auf dem Titelblatt folgenden Ausruf: CONTENT IS KING. Dieses Motto gilt eben auch für das Internet. Inhaltlich besteht Ihre Webseite aus Seiten, gefüllt mit Texten, Bildern, Videos, Musiken, Artikeln oder Blogbeiträgen. Sie sollten sich vergewissern, dass die Texte der Wahrheit entsprechen, keine Urheberrechte verletzt werden oder Sie gegen gesellschaftliche Regeln und Normen verstoßen. Als Besitzer und Urheber Ihrer Webseite sind allein Sie für den Inhalt verantwortlich. Dazu gehört auch ein MENÜ. Es stellt Ihren Seitenaufbau dar und sollte klar und einfach strukturiert sein. Wenn Sie Ihre einzelnen Seiten miteinander verknüpfen, sollten Sie darauf achten, dass die Links stimmen und der Besucher auf der Seite landet, die von Ihnen angedacht war. Sollte dies nicht der Fall sein, ist das für Suchagenten ein gefundenes Fressen und Grund genug Ihre Seite zu liquidieren, sprich, sie aus Ihrem persönlichem Archiv auszusperren.
Neben Bildern, Grafiken und anderen Unterhaltungsmedien sind vor allem Texte für die Suchagenten der Online-Bibliothek interessant. Je umfangreicher, je themenspezifisch sie sind, desto größer die Kombinationsmöglichkeiten für Suchmaschinen. In der SEO spricht man oft von der KEYWORD-DICHTE. Um die Häufigkeit der Listung Ihrer Seite zu steigern, können Sie z.B. die Anzahl der in dem Text Ihrer Webseite enthaltenen Schlüsselwörter erhöhen. Aber Vorsicht! Mittlerweile sind die Suchagenten auf Manipulationen in Texten programmiert. Achten Sie lieber darauf, dass Ihre Beiträge informativ und originell bleiben und dem Leser die Informationen bieten, die er verdient zu finden. Zu guter Letzt ist eine Seite immer attraktiv für Besucher wie auch für Suchagenten, wenn sie jederzeit aktuell ist. Das von Gestern will heute keiner mehr lesen. Achten Sie also immer darauf, dass Ihre Inhalte brisant und zeitgemäß sind. Erfahrungsgemäß werden vor allem Seiten, die lange Bestand haben und gut gepflegt werden, besser von den Suchagenten bewertet also neue Seiten.
Kommen wir zu einem ganz anderen Thema. PAGE-RANKist ein auf den ersten Blick geheimnisvoller Fachbegriff. Er stammt von seinem Erfinder Larry Page. Dieser hatte in den 90igern mit Sergey Brin GOOGLE entwickelt. Der Page-Rank stellt die Gewichtung einer Seite dar, d. h. er beschreibt ihre Wertigkeit aufgrund der Zahl und der Qualität der eingehenden Links. Allerdings spielen bei dieser Bewertung auch Inhalte, Menüstrukturen, Aktualität und Alter der Seite als auch Domainname und ausgehende Links eine Rolle. Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Kriterien, die für das Page-Ranking wichtig sind, aber die wollen wir unter den Tisch fallen lassen, da ihre Aufzählung und Erklärung Seiten um Seiten füllen würde. Sollten Sie dennoch ein Interesse haben, weil Sie eine SEO für Ihre Seite planen, wenden Sie sich an die SLMS. Hier werden Sie über alle verständlichen und unverständlichen Möglichkeiten aufgeklärt.
Hier widmen wir uns an dieser Stelle zunächst einmal Ihrem DOMAINNAMEN, der für Sie eine enorme Bedeutung haben wird. Er setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: Dem von Ihnen gewählten Namen und einer allgemeinen oder länderspezifischen Endung wie „.de“, „.com“ oder „.net“. Letzteres wird von Ihrem Webhoster als Top Level Domain (TLD) bezeichnet. Ihrem Domainname plus Endung wird eine sogenannte IP-Adresse zugewiesen, die es eigentlich erst ermöglicht, dass Ihre Webseite von einem anderen Computer angewählt werden kann. IP steht für Internet Protocol. Sie können sich diese Zahlenreihe einfach wie Ihre persönliche Postadresse im World Wide Web vorstellen. Bei der Namensfindung Ihrer Webseite sollten Sie neben den unternehmerischen Zielen auch darauf achten, dass der Name nicht mehr als 63 Zeichen hat. Zu lange Domains werden in der Regel von Suchmaschinen abgewertet. Also nicht zu kurz, nicht zu lang und nicht zu kompliziert. Ihre Webseite soll dem User schnell und leicht im Gedächtnis hängen bleiben.
Allein ein perfekt seo-optimierter Webseitenname als Dach Ihrer Seite katapultiert Sie aber noch lange nicht auf Platz 1. Dazu müssen Sie noch einige andere Elemente der Seitenarchitektur beachten. Zum Beispiel META-TAGS. Im Altgriechischen bedeutet die Silbe META „danach, hinter oder jenseits“. So offenbart sich ihr Geheimnis. Tatsächlich sind Meta Tags schlicht weg Informationen, die der Besucher Ihrer Webseite nicht sehen kann. Sie sind im Hintergrund versteckt, dem Quelltext. Dieser wiederum ist das in Worte und Befehle gemeißelte Gerüst Ihrer Webseite. Seine Sprache: HTML – Hypertext Markup Language. Als Baustein des HTML-Codes stellen Meta-Tags Informationen über Daten Ihrer Webseite dar. Dies können Schlüsselwörter (Keyword Meta-Tag), eine Beschreibung der Seite (Description Meta-Tag) oder Informationen zur Sprache und zum Autor sein. Und genau diese Informationen sollen an Suchmaschinen weitergegeben werden und ihnen zum Katalogisieren und Einordnen Ihrer Seite helfen. Man könnte sagen, dass Meta-Tags eine Art Geheim-Code bilden, den Suchmaschinen nutzen, um auf Ihre Seite hinzuweisen.
Grundlegend beeinflussen all diese aufgeführten Elemente den Erfolg einer Webseite. Neben Webstandards und der Benutzerfreundlichkeit (Usability) einer Seite sollten Sie aber auch nicht die Performance und das Design außer Acht lassen. Die Anpreisung Ihrer Inhalte und deren Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Diverse jährliche Preisverleihungen entzünden eine wahre Schöpfungswut im Internet. Jedes Jahr tauchen immer mehr technisch einfallsreiche Seiten auf, die mit frischen Designs und technischen Experimenten um einen Top-Platz in den Trefferlisten der Suchagenten kämpfen. Aber über Farben, Bilder, Galerien, Flash-Animationen, Videos, Schriftarten und modernen Grafiken vergessen Sie nicht den Nutzen, den Ihre Seite haben soll und Ihre Zielgruppe, die sie erreichen wollen. Eine hübsch anzusehende Seite ist gut, eine informativ und reichlich Gefüllte besser.
Eine von 2009 bis 2010 durchgeführte Studie in Amerika ergab ein neues Konzept für das Erstellen erfolgreicher Seiten: CONTENT STRATEGY. Um die Suchagenten anzulocken und erfolgreich für Ihre Seite zu interessieren, gilt es also strategisch mit Informationen bzw. Inhalten umzugehen, sie clever zu platzieren. Verführen Sie also Ihren Besucher mit allen Mitteln, so dass er länger auf Ihrer Webseite bleibt. Die NEW YORK TIMES macht das ganz simple. Wenn Sie dort einen Artikel lesen und sich dem Ende der Zeilen nähern, poppt rechts unten ein kleines Fenster mit verwandten Artikeln auf und verlockt den Leser weiter in den spannenden Stories der Times zu stöbern. Die 1851 gegründete amerikanische Tageszeitung des Big Apples weiß eben ganz genau:CONTENT IS KING!
Interessieren Sie sich für Kleinanzeigen? CHAOS COMPUTER CLUB Wenn Sie jetzt antworten, die seien Ihnen nicht spannend genug, muss ich Sie leider eines Besseren belehren. Wenn Sie sich für Kleinanzeigen interessieren würden, dann wären Ihre Augen am 01. September 1981 in der Berliner Tageszeitung TAZ auf die Anzeige mit folgender Überschrift gestoßen: „Tuwat,txt“ Zu Hochdeutsch: Tu was! Sie hätten sich gefragt: Was soll das?
Es handelte sich nicht um einen Geheimcode, sondern um eine Einladung der TAZ und fünf Computerfreaks. In jenen Tagen machten Horrorgeschichten über das Verderben durch Computer die Runde. Die links-alternative Zeitung und ihrer Computerfreunde sagten ihnen den Kampf an. Eine Einladung zur Aufklärung über die Wahrheit der Computer also, der Sie vielleicht gefolgt und in den Redaktionsräumen der TAZ gelandet wären. Mit 20 anderen Neugierigen hätten Sie dort die Geburtsstunde des CHAOS COMPUTER CLUBS miterlebt.
Ihre Grundsätze: Informationsfreiheit, Dezentralisierung, Schutz privater Daten
Ihr Ruf: berüchtigt
Ihre Welt: der Computer und das Internet
Und genau dort sind sie zu finden. Auf unzähligen Webseiten.
Informationen, Meinungen. Kommentare. Aufrufe. Aktionen.
Um über sie zu schreiben, muss man nicht mal einen Hacker treffen. Vor 30 Jahren wäre das ein heikles Unterfangen gewesen. Hacker waren soziale Außenseiter, arbeiteten anonym und wurden nicht all zu selten als kriminell verschrien. Die Mitglieder des CHAOS COMPUTER CLUB, kurz CCC, gelten in Deutschland heutzutage als die strahlenden Ritter unserer Informationsgesellschaft. Im Gegensatz zu ihren internationalen Kollegen sind sie zwar anerkannt, aber immer noch ernstzunehmende Computerhacker. Nur eben ein bisschen seriöser. Mittlerweile schreiben Mitglieder des CCC Expertisen für das Bundesverfassungsgericht, beraten bei der Erstellung der Datenschutzgesetze, nehmen an wichtigen Gesprächen in Berlin teil oder schreiben Leitartikel für die FAZ. Sie mischen sich überall da ein, wo unsere Ermittlungsbehörden handlungsschwach sind oder an ihre Grenzen stoßen, weil technische Entwicklungen immer schneller und umfangreicher werden. Kein Problem für den CCC. Der Verein geht mit der Zeit. Seine Devise heißt nicht glotzen, sondern handeln. Als man sich zum Beispiel noch per Telefon und Akustikkoppler in die Datenwelt einwählte, entwickelten die Hacker des CCC einen selbst gebauten Akustikkoppler, das DATENKLO. Seinen Namen verdankt er dem Spülbecken-Verbinder einer Toilette. Die Bauanleitung zu dieser Technikinnovation ist in der HACKERBIBEL nachzulesen. So heißen die zwei Ausgaben der hauseigenen Publikation des CCC. Beide stammen aus den 80igern. Ganz schön lange her. Wir fragen uns, ob da wohl noch ein paar Kapitel dazu kommen?
Kreative Eigenbauten wie das Datenklo dienen natürlich nur dem Schutz unserer Informationswelt. Da folgt der CCC einer ernstzunehmenden Daten-Ethik. Ist sie in Gefahr, weil es staatlichen Kontrollinstanzen an Einfluss und Ressourcen fehlt, tritt der CCC in Aktion. Manchmal müssen sich die virtuellen Kämpfer trotz ihrer Hilfestellung in Sachen Sicherheitslücken auch verbitterter Kritik stellen. In Form eines Innenministers zum Beispiel. Thomas de Maizière kommentierte das Aufdecken diverser Sicherheitsmängel bei dem elektronischen Personalausweis durch den CCC mit einer überaus schlauen Schlussfolgerung: „Irgendwelche Hacker mögen immer irgendwas hacken können.“ Das ist richtig. Gott sei Dank. Denn so können die Schwächen unserer Datenwelt aufgedeckt und behoben werden.
Aktuell äußerte sich der CHAOS COMPUTER CLUB zu einem offenen Brief von 51 Tatort-Autoren. Damit Sie selbst den – wie wir finden – amüsanten Austausch lesen können, haben wir beide Schreiben als PDF am Ende des Artikels bereitgestellt. In einem offenen Brief an die Grünen, Die Linke, die Piratenpartei und Fachausschüsse des Bundestags machten sich die Krimischreiber ordentlich Luft. Eher eine Klageschrift als eine antreibende Kritik. Ihnen geht es um die beispiellose Ungerechtigkeit in der Netzwelt. So bezeichnet man also heute das Internet? Netzwelt. Und der CCC? Wir sind uns sicher, dass er zuerst mit professioneller Sachlichkeit antworten wollte. Doch die augenscheinliche Internetblindheit der Autoren verleitete sie, eine ordentliche Portion Wahrheit, etwas Sarkasmus, viel Humor und Genervtheit beizumischen. Nicht ganz zufällig antworteten 51 CCCler. Sie machten darauf aufmerksam, dass auch sie durchaus Urheber seien, denn als Programmierer, Hacker, Gestalter, Musiker und Autoren erschaffen sie ebenfalls Content, der im Netz seinen Usern unentgeltlich zur Verfügung steht.
Und wir? Das Internet oder – um es mit den Worten der Tatort-Autoren zu sagen – die Netzwelt, ist eine freie Welt und das soll sie bleiben. Denn sind wir mal ehrlich: Wo können wir weltweit mit unseren Anliegen so viele Menschen mit nur einem Klick erreichen? Wo können wir mit Worten, Musik, Bildern Millionen Menschen gleichzeitig berühren, inspirieren, wach rütteln und bereichern? Im Internet können sich Ideen, Gedanken und Träume frei entfalten, einfach nur existieren, ohne subjektive Kritik, ohne allgemein gültige Zensur. Hier zählt jede Meinung, so klein sie sei. Internet ist Kultur und Kommunikation und Kunst. Natürlich sollen auch hier persönliche Rechte respektiert werden. Aber das Internet auch. Wer es nutzt, sollte seine Vorzüge erkennen und begreifen. Sie sind nicht von der Hand zu weisen und wir würden uns wünschen, dass endlich ALLE erkennen, wie profitabel sie sind.
Immer mehr Menschen laden sich ihre Lektüre auf kleine, handliche Geräte. So haben sie jederzeit und überall eine gewaltige Masse an Lesestoff parat. In unserer modernen Zeit reicht ein Buch in der Handtasche schon längst nicht mehr. Nur mit der digitalen Büchervielfalt ziehen wir vertrauensvoll in den Kampf gegen die Langeweile. Ob wir tatsächlich mehrere „Bücher“ oder nur ein paar Seiten lesen, spielt am Ende keine Rolle. Man hat, was man hat. Oder: Man ist man, was man hat? Was sind wir? Modern? Einfallsreich? Wie wäre es mit verspielt? Wir lieben den Luxus, den uns Technik im Alltag bieten kann. Das Internet zum Beispiel hat inzwischen beinahe jeden privaten Bereich unseres Lebens infiziert. Kommunikation, Shopping, die Suche nach der großen Liebe, Wissensdurst, Unterhaltung und sogar ärztlicher Beistand ist online möglich. Jetzt marschiert das Internet direkt in unsere Küchen. Auf seiner Schusslinie steht das Kochbuch.
Exemplare von Tim Mälzer bis Jamie Oliver hausen von nun an als eingestaubte Geister in vergessenen Regalen und Küchenecken. Der FOODBLOG kommt und ersetzt die altmodischen Rezeptsammlungen. Die flimmert von nun an auf bunten Webseiten. Mehr noch! Dort gibt es raffinierte Kochtipps, Gewürzideen und professionelle Küchentricks. Und das Beste! In einem FOODBLOG kann jeder mitreden – ob Profi oder Anfänger. Einzige Voraussetzung ist die Liebe zum Kochen und Essen.
Googelt man den Begriff FOODBLOG bietet sich uns eine Auswahl von nahezu 710 000 Seiten. Dabei handelt es sich neben tatsächlichen Blogs auch um Artikel zum Thema und jede Menge Foren. Der FOODBLOG scheint sich größter Nachfrage zu erfreuen. Kein Wunder, ein Blog kann von jedem Internetkundigen betrieben werden. Die Themen kennen weder Grenzen noch Fantasielosigkeit.
Seit Mitte der 90iger ist der BLOG ein beliebtes Internetinstrument, sich auf sehr persönliche Weise mit anderen Usern weltweit auszutauschen. Der Ausdruck BLOG ist eine Wortneuschöpfung. In Deutschland steht er erst seit 2006 offiziell im Duden. Gedanklich setzt sich BLOG aus „WORD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zusammen. Letzteres bezeichnet nichts anderes als ein Tagebuch. Seinen Ursprung hat das LOG BOOK, zu Deutsch Logbuch, in der Seefahrt. Es fungierte als eine Art Reiseprotokoll. Für das Internet wurde aus „WORLD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zunächst der WEB-LOG. Ende der 90iger führte der Webdesigner Peter Merholz die Abkürzung BLOG ein, die sich schnell verallgemeinerte. Der Amerikaner Jorn Barger benutzte diese Bezeichnung auf seiner Webseite und wird seit jeher als erster richtiger BLOGGER benannt.
Im Internet gibt es nichts Freieres als einen BLOG. Dieses persönliche Online-Tagebuch bietet den idealen Raum für jede Art von Meinung. Publikationen in Sachen Kultur, Wirtschaft, Sport und Politik stehen auf gleicher Ebene mit Liebeskummer, Starkult, Witzen, Mode oder Essen. Natürlich sind Blogs wie jede andere Webseite auch den allgemein gültigen Gepflogenheiten des Internets unterworfen. Wider der allgemeinen Auffassung, Blogs seien unbedeutend und amateurhaft, entfalten sie ihre Möglichkeiten vor allem ausgerechnet in politischen Belangen. International nutzen immer mehr Journalisten seine Online-Macht. Aus menchenrechtsverletzenden Ländern wie China, Syrien oder Iran bloggen Reporter ihre Erfahrungen in die weite Welt. Hier können sie sich frei von jeder Zensur zu Wort zu melden. Dazu führt natürlich auch die Verletzung der Pressefreiheit. Journalisten flüchten ins Internet und tragen dort ihre Kämpfe aus.
Bei Google ruft der Begriff BLOG 13 030 000 000 Seiten auf. Dagegen erzielt das Kochbuch nur 4 290 000 Treffer. Kochen und Essen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Dabei geht es nicht nur um reine Nahrungsaufnahme sondern auch um Genuss. Könnte das der Grund für die vielen FOOD BLOGS sein? Die Lust auf noch nie erlebte Würze. Der Durst auf berauschende Frische. Der Hunger nach dem Geschmack anderer Länder.
FOODBLOGS boomen. Kein Wunder, dass ihnen die Münchener Kulturzeitung MÜNCHENER FEUILLETON einen eigenen Artikel widmet. In der Juniausgabe vergleicht sie FOOD BLOGs mit Kochsendungen, bemerkt ihre Popularität und würdigt ihre Schöpfer. Nicht zuletzt weil sich der angesehene Gastronomiekritiker Wolfram Siebeck zuerst bissig über FOOD BLOGs äußerte, nur um dann ein halbes Jahr später selbst einen zu eröffnen. So schnell kann sich eine Meinung ändern. Wie auch immer, es scheint ein erfolgreiches Phänomen zu sein. Phänomenal ist auch, dass die Frauenzeitschrift BRIGITTE 2011 einen Food-Blog Award veranstaltete. NEW KITCH ON THE BLOG heisst der Gewinner. Wir finden: Ein sehr kreativer Titel, die Seite sieht dagegen eher unscheinbar aus. Nun BRIGITTE wird’s wissen. 2012 lockte die Frauenzeitschrift nun mit einem Kreativ-Blog Award.
Was das ist?
Keine Ahnung! Am 15. Juni war es soweit. Vielleicht werden Sie ja zum Blogger und finden selbst heraus, wer gewonnen hat
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SPIEL TRIFFT COMPUTER _ DIE REISE DER DIGITALEN SPIELE – Tennis for two
Am Tag der Offenen Tür des Kernforschungszentrums “Brookhaven National Laboratory” präsentierte der Physiker William Higinbotham 1958 in einer dafür vorgesehenen Turnhalle das wohl erste Computerspiel der Welt: TENNIS FOR TWO. Higinbotham stellte dafür einen Analogcomputer und ein kleines Oszilloskop bereit. Bedient wurde das Spiel über zwei kleine Steuerarmaturen in Form silberner Kästen. Das Drücken des darauf befindlichen Knopfes ermöglichte das Schlagen des Balles, ein grober, runder Griff beeinflusste den Winkel.
1962 folgte SPACE WAR, das sich als tatsächlich erstes wahres Computerspiel versteht. Seine Erfinder Wayne Witanen, J. Martin Graetz und Steve Russel müssen unglaublich stolz gewesen sein. Es war für den PDP-1 (Programmed Data Processor) entwickelt worden und verbrauchte 9 KB. Der PDP-1 war der erste Mini-Computer, obwohl diese Bezeichnung nichts mit seinem Äußeren zu tun hat. Wer einen PDP-1 gesehen hat, weiß, dass er ein wahrer Riese war. Erfunden wurde er 1960 von der Firma DEC. Zu seiner Zeit war er das Modernste des Modernen. In dem Spiel SPACE WAR konnte man zwei Raumschiffe die Sonne umkreisen lassen. Ziel war es, das gegnerische Raumschiff abzuschießen oder in die Sonne zu stürzen. Problem: Das Gravitationsfeld der Sonne zog alles an: Raumschiffe und abgefeuerte Geschosse.
ODYSSEY. So lautet der Name der ersten Spielkonsole für den Heimbedarf, für welche 1968 zum ersten Mal ein Videospielpatent vergeben wurde. Sie erschien allerdings erst 1972 auf dem Markt, obwohl ihr Erfinder Ralf Baer mit Hilfe von Bob Tremblay bereits 1968 einen Prototyp entwickelt hatte. ODYSSEY bot eine kleine amüsante Auswahl diverser Spiele.
1972 gründeten Nolan Bushnell und Ted Dabney am 27. Juni ihre Firma ATARI. Ihnen verdanken wir PONG. Zwei dünne Balken, rechts und links, müssen immer und immer wieder einen Ball treffen. Keep it simpel, dachten sich die Erfinder. In kürzester Zeit lancierte PONG zum populärsten Videospiel der 70iger und vieler Generationen danach. PONG ist aber nicht das einzige Erfolgsspiel von ATARI. Kluge Köpfe wie z. B. Steve Jobs entwickelten weitere Spielabenteuer wie BREAKOUT, TANK oder SHARK JAWS. Letzteres punktete mit den ersten animierten Spielfiguren.
1976 sorgte DEATH RACE 2000 für Aufsehen. Nach diversen Neuentwicklungen in Sachen Hardware und Spielgestaltung, brach eine Diskussion über Gewalt in Computerspielen aus. Ziel in DEATH RACE 2000 war es möglichst viele Strichmännchen mit dem Auto zu überfahren. Obwohl die Figuren nicht menschenähnlich erschienen, zerriss die Presse das Spiel. Konsolenfans schien das jedoch nicht abzuhalten. Auch dieses Spiel wurde ein Renner.
1979 wurde die Spielewelt erneut aufgewühlt. ULTIMA erschien. Der Vorreiter eines jeden Rollenspiels bestach mit seinen innovativen Ideen, die nie langweilten und immer überraschten. Noch heute kann man ULTIMA spielen, hauptsächlich online. Figuren, Szenerie und Themen sind nach wie vor brisant und es lohnt sich, einen Abstecher in die ULTIMA WELT zu unternehmen.
Jeder kennt den PAC-MAN. 1980 war sein Jahr. Er bot eine willkommene Alternative zu den Baller- und Rollenspielen. Der PAC-MAN war die amerikanische Version des japanischen PUCK-MAN. Der Titel entsprang aus der japanischen Lautmalerei PAKU PAKU. Das bedeutet auf Deutsch ungefähr “wiederholt den Mund öffnen und schließen”. Die japanische Lautmalerei hat eine lange Tradition und dient den Kindern bei der Findung einer richtigen Aussprache. Da den Amerikanern allerdings PUCK zu sehr nach FUCK klang, änderte man den Namen. Im Spiel frisst sich der PAC-MAN auf der Flucht vor Gespenstern durch unzählige Labyrinthe. Wieder mal simpel. Vielleicht hat es das Spiel deswegen bis heute als KULT überlebt.
1981 tauchte nicht nur der erste richtigen Computer auf, sondern auch ein Gorilla in der Spielewelt. Startschuss für DONKEY KONG. Das erste erfolgreiche Spiel der Firma NINENTENDO, die bald mit SUPER MARIO, POKÉMON und ZELDA auftrumpfen würde. Das Spiel begründete ein neues Genre: Jump’n’Runs.
1989 kommt NINTENDO dann mit einem kleinen handlichen Gerät daher. Der kleine Bursche nennt sich GAMEBOY und verhilft einem anderen Spiel zum Kultstatus. TETRIS. Es wurde 1984 von dem russischen Programmierer Alexei Paschitnow entwickelt. So richtig bekannt machte es die Auslieferung der GAMEBOYs.
1993 erfuhren weltweit Computerspieler eine Sensation. Der Ego-Shooter DOOM platzte auf dem Markt. Ein 3D-Game der Superlative. Es läutete nicht nur eine neue Zeit für die Spiele-Welt ein, sondern auch ein ständiges Wettrennen der Spiele-Hersteller. Ab sofort wollten die Games echter, brillanter, innovativer und einzigartiger sein. In Deutschland geriet DOOM zunächst unter Beschuss und schließlich unter Verschluss. Aufgrund der Brutalitäten wurde es für erstmal zurückgehalten und galt als jugendgefährdend. Bis heute gibt es in Sachen Ego-Shooter hitzige Diskussionen.
1995 erscheint abermals eine neue Generation der Spielkonsolen. PLAYSTATION – dein Platz zum Spielen. Obwohl die Spielkonsole von Anfang an ein voller Erfolg zu sein schien, stellte der Hersteller mit der dritten Version 2006 die Produktion ein. Geblieben ist ihr Ruhm, denn SONY schaffte es damals den langjährigen Marktführer und Konkurrenten NINTENDO von seinem Thron zu stürzen.
Bis heute hält sich die Nachfrage nach der Playstation III. Gefolgt sind ihr die Wii 2 und die X-BOX. Auch online finden sich viele Gamer und frönen ihrer Lust nach Spielen jeder Art. Ob auf dem Handy, dem Rechner, der Spielkonsole oder auf dem Brett – Spiele sind hin und wieder unterhaltsame Ablenkungen. Bestenfalls killen sie die Langeweile und dann heißt es GAME OVER.
Artikel für Artikel. Hintergründe & Neuheiten.
Wir informieren, berichten und klären auf.
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PAPIER vs DIGITAL21.04.2012
Ein informatives Nachschlagewerk über ein Produkt ist in Deutschland unter vielen Namen bekannt: Handbuch, Gebrauchsanleitung oder Bedienungsanleitung sind nur einige wenige Beispiele. Sie alle dienen dem Zweck der technischen Dokumentation. Der Hersteller liefert wichtige Informationen zur richtigen Verwendung und Behandlung seines Gerätes oder Produktes. Seit Ende der 80iger gilt dies als Hauptleistungspflicht des Verkäufers. 1999 wurde der Umstand, ob es denn nun als tatsächliche Pflicht anzusehen sei, erneut diskutiert und bestätigt (Urt. v.22.12.1999, Az.: VIII ZR 299/98).
Damals blätterte der Verbraucher noch in einem Bündel Papier, heute finden wir unsere Produktinformationen in der digitalen Welt. Manchmal sind sie auf eine CD gebrannt, stecken im Gerät selbst oder können online runter geladen werden. In jedem Fall ist die digitale Bereitstellung nicht nur kostengünstig sondern auch flexibler. Mögliche Updates kommen Hersteller und Verbraucher zu Gute. Bisher gibt es keine einheitliche Rechtssprechung, die festlegt, ob als Papier oder digital. Während bei simplen Produkten eine digitale Anleitung als ausreichend gilt (Urt. v. 28.05.1999, Az.: 13 S 16/98), wird sie bei komplizierten, spezifischen Produkten als mangelhafte Verpflichtung bewertet.
Vielleicht ist es einfach eine Frage des Geschmacks. Solange jede Anleitung in druckbarer Form vorliegt und Sie als Verbraucher einen zuverlässigen Druckpartner finden, dürfte die digitale Betriebsanleitung kein Problem sein. Und wie ist es PAPIER vs DIGITAL.